notizblog - Weblog der Social Web WORLD

Wenn Bodo Hombach schon einmal Recht hat…

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Im Hinblick auf das jährliche Forum Lokaljournalismus durfte Bodo Hombach der hauseigenen Zeitung Der Westen ein Interview über die Bedeutung des Lokaljournalismus geben.

Auch wenn via Meedia Bodo Hombachs Aussagen als “ein Griff in die Phrasen-Kiste” bezeichnet werden, kann ich Herrn Hombach grundsätzlich nur zustimmen. Wieso sollte auch eine bürgereigene Berichterstattung den Lokaljournalsiten ersetzen wollen. Schließlich finden sich innerhalb der Vielzahl von Bloggern nur wenige ausgebildeten Redakteure. Früher hat es die Tageszeitung auch nicht gestört, wenn der Bericht des Vorstandsvorsitzendes des örtlichen Kegelvereins nicht gerade einem literarischen Höhenflug gleichkam. Deswegen gab es ja den Lokaljournalisten, der glücklicherweise noch einmal mit geschultem Auge gegenlesen konnte.

Auch dass Herr Hombach den Lokaljournalisten mit Opernsängern oder Malern vergleicht ist sicherlich nicht unbedingt falsch gewählt. Wer würde schon einen guten Redakteur durch drei mittelmäßige ersetzen. “Tolles Schreiben ist das, womit der Journalismus punktet. Und durch Recherche, Themen und Präsenz.” Ob diese Aussagen wirklich nur den massiven Stellenabbau rechtfertigen sollen sei dahin gestellt. Es bleiben wahre Worte.

Comments (3) Posted by sk on Wednesday, January 27th, 2010

Das Jahr 2007: so fern und doch so nah

Man kann es drehen und wenden wie man willl: Wenn man den Versuch unternimmt das Thema Bürgerjournalismus zu recherchieren, dann ist das auf der deutschen Seite doch äußerst anstrengend. Die Mehrheit der Suchergebnisse gingen bei mir auf das Jahr 2007 zurück, sind aber dann eher nur grundlegend und nicht sehr aussagekräftig. Aha, das Thema ist also schon einmal durchgekaut worden. Interessant.

Sucht man unter “Hyperlocal” fördert das Internets schon mehr zu Tage. Zwar leider nur, wie der Begriff vermuten lässt, auf englisch, aber endlich offenbart sich eine größere Fülle an Erklärungen, wie z.B.:

- What does the term Hyperlocal mean?

- Your Guide to Hyper-local News

- The Rise of Hyperlocal Information

Weiterhin erfährt man von Mercedes Bunz (die nun ja auch zum englischsprachigen übergelaufen ist), dass es der Trend 2010 ist und erhält dazu noch eine konkretere Zusammenfassung von glenn aus Kanada. Ebenso stolpert man daraufhin über Christopher Wink aus Philadelphia, der nicht nur eine Liste der wirklich lesenswerten Nachrichtenseiten zusammenfasst, sondern sich sehr intensiv mit dem Thema Hyperlocal auseinandersetzt.

Lesenswert ist vor allem der Blogeintrag von Benji Lanyado, der sich intensiv die Frage stellt, ob es sich auch beim Bürgerjournalismus nur um einen wiederbelebten Hype handelt. Schließlich muss man ihm Recht geben, dass kein “Eureka-Moment” bis heute eingetreten ist.

Auch er zitiert dabei Aussagen aus dem Jahr 2007 von Mark Potts: “Someday soon, somebody will make [hyperlocal] work and turn it into a successful business”. Wo wir wieder bei 2007 wären…

Comments (2) Posted by sk on Tuesday, January 5th, 2010

Das war 2009 und ich bin stolz darauf

Da ich kein Fan von Jahresrückblicken bin, möchte ich wirklich nur erwähnen, welche unserer Veranstaltungen und Projekte für mich 2009 Höhepunkte waren und über die ich sogar sagen kann, dass ich stolz bin:

*Der Community & Marketing 2.0 SUMMIT 2009

Unter dem Motto „Erfolgsfaktoren für das Community Management und Engagement Marketing“ fand erfolgreich der erste Community & Marketing 2.0 SUMMIT statt. Es war an der Zeit das Thema Marketing 2.0 mit Community Management zu verheiraten. Die Speaker waren erstklassig, es entsanden interessante Diskussionen und die Veranstaltung lebte von der unverwechselbaren Atmosphäre, die sich im Laufe der zwei Tage entwickelt hatte.

Die gesammelten Impressionen finden Sie übrigens unter => http://www.community-summit.de

*PR 2.0 FORUM in Hamburg und München

Gleich zwei Mal konnten wir das Thema PR 2.0 mit über 100 Teilnehmern sowohl im Norden als auch im Süden diskutieren. Vor allem Tapio Liller ist dabei zu danken, da er die Veranstaltung ins Rollen gebracht und tolle Speaker vorgeschlagen hat. Unser Wiki bildet dabei noch das i-Tüpfelchen, da die Dokumentation einen sicheren Platz gefunden hat.

http://wiki.pr20forum.de/

*Community & Marketing 2.0 SUMMIT auf Facebook

Mittlerweile 707 Fans auf Facebook machen mich schon ein bisschen stolz. Gerne beobachte ich diese Themen und freue mich über Kommentare.

http://www.facebook.com/cm20summit

Ich freue mich deshalb schon auf das kommende Jahr und wünsche allen Lesern des notizblogs, Fans auf Facebook und Mitgliedern in Xing Frohe Weihnachten

Comments (0) Posted by sk on Friday, December 18th, 2009

Social Media FORUM 006 - Jetzt gibt es was auf die Ohren

Nicht nur Print kämpft mit und um neue Online-Strategien gegen Verluste, sei es materieller oder immaterieller Art, sondern auch die Radiobranche.

Es gibt wohl keinen Radiosender, der nicht online vertreten ist und versucht sich von anderen zu unterscheiden und aus der Masse hervorzuheben. Bekannte Radiosender wie Antenne Bayern und Hit-Radio Antenne bieten neben WebRadio auch Podcasts.

Hinzu kommen mehr und mehr eigenständige Musik-Projekte. Doch was bietet das Netz heute wirklich und welche Projekte sind interessant?

Radio

PutPat.tv versucht zum Beispiel das Musikfernsehen durch mehrere Kanäle personalisiert wiederzubeleben. Videoclips rund um die Uhr, zwar unterbrochen von Werbeclips, um das Angebot für den Nutzer kostenlos zu halten. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der geschlossenen Beta-Phase.

1000mikes ist dagegen Radio 2.0 oder besser gesagt Mitmach-Radio. Kostenlosen Account einrichten und selbst das Programm gestalten. Via Handy kann so das regionale Fussballspiel selbst dokumentiert oder die eigene Meinung zum Klimagipfel über Lautsprecher kund getan werden.

Quu.fm bezeichnet sich selbst als den ersten Social Web Radiosender. Radio wird hier mit Social Networks wie Facebook, Twitter oder MySpace verbunden. Die unterschiedlichen Moderatoren wie Michel Friedmann oder auch Ray Cokes loggen sich wann oder auch wo immer sie sein mögen online ein und senden.

Aber welche dieser Online-Strategien ist nun wie erfolgreich? Welche Ideen und Konzepte gibt es noch?

Das kommende sechste Social Media FORUM am 23. März 2010 in Hamburg versucht diese Fragen in einem eigenen Track zum Thema Radio 2.0 erstmalig aufzuwerfen und zu beantworten.

Comments (6) Posted by sk on Monday, December 14th, 2009

Die Geschichte von Blank

Über das Netz läuft gerade im Hintergrund die Live-Übertragung von der “Main Stage” der “LeWeb“, wo Gary Vaynerchuk spannende Dinge über die Integration von Social Media-Ideen im Unternehmen spricht. Sehr amerikanisch vordenkend, aber dennoch sehr interessant. Das PR 2.0 FORUM letzte Woche in München hat da leider gezeigt, dass wir in Deutschland dann doch wieder mit unseren kulturell verankerten Zweifeln an dem “Neuen” zu kämpfen haben, um uns wirklich auf Social Media einzulassen.

Dennoch möchten wir als Unternehmer, Marketing-Verantwortlichen und Kommunikatoren ja eigentlich dieses alte und dennoch neuverpackte Phänomen des “Brand Advocates” - sprich des Markenfans - erschliessen und für uns nutznießen. Welche Möglichkeiten sich da für uns erschließen, zeigt uns folgendes Video von Dave und dem “Blank”:


YouTube Direkt

Da frage ich mich dann doch wieder, warum stehen wir uns im Wege und machen nicht einfach im Social Web als Unternehmen mit?

Comments (0) Posted by bn on Thursday, December 10th, 2009

WebCiety 2010 - Ein Social Media Benefit

Beim Schreiben eines Programmüberblicks für die kommende WebCiety ist mir eines aufgefallen:
Die kommende CeBIT 2010 hat nicht nur für die ICT-Branche viel zu bieten, sondern auch für Social Media Experten, Verantwortliche und vor allem Interessierte. Die WebCiety 2010 bietet eine Plattform, die täglich ein spannendes Social Thema diskutiert. Für alle, die schon am Community & Marketing 2.0 SUMMIT teilgenommen haben oder wollten ist ein Besuch der WebCiety sicherlich ein Benefit:

Vom 02. bis zum 06. März findet die zweite WebCiety im Rahmen der CeBIT 2010 statt. Um den Erfolg des ersten Programms zu wiederholen sind die Planungen bereits in der heißen Phase.

7 übergeordnete Schwerpunktthemen setzen jeden Tag das Programm aus Diskussionen und Vorträgen zusammen, u.a. Social Media, Enterprise Content Management, WebCiety, Branchen und Bitkom.

Experten wie u.a. Sascha Lobo, Joel Berger, Jörg Sadrozinski, Frank Schultheiss, Oliver Gross und Susanne Fittkau diskutieren live alle Aspekte für und gegen das Social Web und die aktuellen Erfahrungen zu Social Media in den Panels Engagement Advertising, Net Influence & Power, Future of Social Networks, Social Media Monitoring, Branded Entertainment, Net Literacy und Me@Web.

Auch das Thema Social Shopping kommt nicht zu kurz, für das wir Jochen Krisch gewinnen konnten.

Mehr wird noch nicht verraten…

WebCiety

Comments (5) Posted by sk on Thursday, December 10th, 2009

Die fetten Jahre sind nunmal vorbei

“Für mich ist das keine Existenzkrise,(…), für mich ist das eine Anpassungskrise. Wer das nicht macht, wer sich jetzt nicht ändert, den wird es bald nicht mehr geben.” Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, spricht beim NDR aus, was viele immer noch nicht einsehen wollen.

“Ich bin ein Kostenfaktor, weil zu alt und zu teuer”…”Es ist ein Arschtritt, den man jeden Tag spürt”…Das sind Aussagen von Journalisten, die sich vielleicht nicht angepasst haben. Deren Arbeit nun andere machen, neu eingestellt bzw. deren Stelle ganz gestrichen wurde. Sind weniger Mitarbeiter nun auch gleich zustellen mit weniger Qualität?

Für Uwe Vorkötter von der Berliner Zeitung liegt der Erhalt des Qualitätsjournalismus in Kooperationen über Redaktionsgrenzen hinweg. Zusammen sind wir stark. Mehr Qualität durch weniger Vielfalt. Warum denn nicht? Argumente wie der Verlust der eigenen Identität sind doch bei weitem nicht haltbar. Sieht man sich morgendlich die Titelseiten der Zeitungen an ist von Individualität nun wirklich nicht mehr viel zu spüren.

Der Einsatz des Newsrooms 2.0, wie er schon vom Axel-Springer-Verlag und der WAZ-Mediengruppe genutzt wird, ermöglicht eine gemeinsame Recherche für mehrere Zeitungen. Früher hat dies jede Ausgabe der Mediengruppe unter Allein-Regie vorgenommen und rechtfertigte so mehr Mitarbeiter.

Newsroom-AxelSpringer

“Das war kein Qualitätsmerkmal, sondern eine überkommene Organisation”, so Bodo Hombach. Endlich sind viel mehr Kapazitäten frei für Recherchetätigkeiten. Weg vom Täglichen, hin zur freien Entscheidung, welchen Themen intensiv recherchiert werden. Ist das nicht wirklicher Journalismus? Keine oberflächliche Abhandling über die alltäglichen Themen, die von jeder Zeitung einheitlich angerissen werden. Nun kann tiefer geforscht und aufgedeckt werden. Man hat Zeit in den Themen regelrecht zu bohren.

Und wieder schreit die Medienwelt auf. Schön und gut dieser neue, alte investigative Journalismus. Doch wie zu Geld machen, wenn das Internet den hochwertigen Inhalt kostenlos zur Verfügung stellt?

Paid Content wurde eindeutig verpasst, hat man sich doch nur auf die Werbeerlöse verlassen. Nun hegt man die Hoffnung auf eine “Umerziehung des Lesers”. So sind zum Beispiel die Regional-Nachrichten bei Springer ab kommender Woche nicht mehr gratis zu beziehen.
Sicher ein Konzept das wieder aufgehen kann, wenn die Inhalte lesenswert sind.

Mir persönlich sagen die Strategien von DIE ZEIT, neon.de und stern.de mehr zu, die durch ihre online veröffentlichten Artikel mein Interesse am Kauf der Print-Ausgabe lediglich steigern.

Comments (2) Posted by sk on Wednesday, December 9th, 2009

Neue Aufgaben der Kommunikationsverantwortlichen - Interview mit Stefanie Wagner-Fuhs

Die Sapient GmbH expandiert weiter. Durch den Kauf der Münchener Agentur Prinzregenten weitet die amerikanische Agentur ihre Kompetenz in der klassischen Kommunikation nun auch auf Deutschland aus.

Stefanie Wagner-Fuhs leitet nun das für Sapient neue Angebotssegment der Brand Relations.

Passend zum kommenden PR 2.0 FORUM nächste Woche am 01. Dezember in München, konnte Björn Frau Wagner-Fuhs für ein Interview zum Thema “Neue Aufgaben der Kommunikationsverantwortlichen” gewinnen:


Sevenload Direkt

Vielen Dank an Frau Wagner-Fuhs und alles Gute in der neuen Position.

Comments (5) Posted by sk on Friday, November 27th, 2009

Bürgerjournalismus - Endlich den Wert erkennen

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Das kommende Social Media FORUM, das nun am 23. März 2010 stattfinden wird, beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Hyperlocal Media.

Der Begriff selbst mag vielen neu sein, Bürgerjournalismus ist es jedoch nicht. Schon auf dem ersten Social Media FORUM im September 2007 sprach Dr. Matthias Möller von gogol medien über dieses Thema und stellte hierfür die Plattform MyHeimat.de vor.

MyHeimat.de ist ein Bürger-Journalismus-Portal, dessen Inhalte Nutzer generiert sind. Die Inhalte werden hierbei nicht nur online, sondern auch in einem monatlichen Print-Magazin veröffentlicht. Das Portal richtet sich dabei vor allem an Kleinstädte mit circa 10 bis 30 Tausend Einwohner, in denen Print-Produkte mit hochwertigem regionalen Inhalt nicht rentabel sind. Wettbewerber werden so nicht verdrängt, sondern ein zusätzlicher Markt geschaffen. Es entsteht ein örtlicher Kanal für Informationen und Meinungen.

Schon damals war das Fazit des Vortrages, dass myHeimat sicherlich eine Vorausschau auf die Zukunft von lokalen Printprodukten darstellt.

Doch der Wert dieses Marktes wird immer noch nicht in vollem Maße erkannt. Zwar bieten nun fast alle Regional-Zeitungen innerhalb ihres Online-Auftrittes auch Platz für lokale Informationen (wie gut umgesetzt von der Augsburger Allgemeinen mit Ihrem Mitmach-Portal “Servus“), jedoch ist der Hauptanteil immer noch der neutrale Agenturkram. Informationen werden nur noch aus dem Internet und von den Nachrichtenagenturen abgeschöpft und leicht umformuliert dem Leser serviert. Warum nutzt man als kleiner Verlag nicht “bürgergenerierte” Online- und Printprodukte und lässt den Bäcker von nebenan dort werben? Es sollte ein Ende haben den Großen nachzulaufen und sie versuchen zu imitieren. Das Alleinstellungsmerkmal der Kleinen ist nunmal die Bürgernähe und die emotionale Bindung. Wer blättert nicht hin und wieder seinen lokalen Anzeiger durch, um zu wissen, ob ein Flohmarkt stattfindet oder die Bücherei früher schließt. Und erst die Freude, wenn man selbst etwas dazu beitragen konnte. Unwichtiges kann hier auch wichtig sein und mit Hilfe professioneller Unterstützung qualitativ hochwertig präsentiert werden. Denn auch im Bürgerjournalismus wird, wie heute im redaktionellen Journalismus, die Spreu vom Weizen getrennt werden. Dem Bürger jetzt eine Plattform zu bieten mag aufwendig erscheinen, ist jedoch lohnenswert und längst nötig. Blätter, die sich darauf konzentrieren und spezialisieren werden gute Beiträge von Bürgerjournalisten drucken und den Wert erkennen.

Bürgerjournalismus

Comments (3) Posted by sk on Tuesday, November 17th, 2009

Unternehmen hadern beim PR 2.0 - Interview mit Tapio Liller

Am Freitag habe ich mich mit Tapio Liller zum Frühstück in Frankfurt getroffen, um die letzten Planungen für das PR 2.0 FORUM abzuschließen. Dabei haben wir nicht nur über die Veranstaltung, sondern auch über den Status-Quo bei den Entwicklungen im Bereich des PR 2.0 und seiner Umsetzung gesprochen. Als Tapio dann ein paar “steile Thesen” aus dem Ärmel zog, erinnerte ich mich zum Glück, dass ich eine Kamera dabei hatte - so dass wir das Gespräch kurzerhand mitgeschnitten haben:


Sevenload Direkt

Comments (6) Posted by bn on Monday, November 16th, 2009

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