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Archive for April 30th, 2007...

Faszination Mensch

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Im Zeitalter des “Information Overload” wird nicht der sich durchsetzen, der ein Mehr an Informationen bietet, sondern der, der fasziniert. - Das sagt Professor Dr. Norbert Bolz, der
Keynotespeaker der next07
.

Er listet dann auf, womit verschiedenste Kanäle faszinieren. Das Fernsehen mit Skandalen, Weblogs mit der ‘Stimme’… und womit faszinieren Communities?

Nun, mit dem größten Faszinosum überhaupt: mit anderen Menschen - mit Kontakt, Kommunikation, Nähe, Neugierde und dem Drang nach dem Nicht-Alleine-sein, nach Beziehung.

Communities, die das im Blick behalten, dürften erfolgreich werden und blieben.

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Familien-Netzwerke

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Mit FamilyOne und verwandt.de sind zur Zeit mindestens zwei Familien-Netzwerke am Start (gibt es mehr?).  Ihr Ziel: Familien online vernetzen. Sicher ein interessantes Konzept im Zeitalter der Mobilität.
Ob ‘Oma und Opa’ da mitspielen, wird man sehen. Die sind ja oft schon froh, wenn sie die E-Mail abgerufen kriegen - Ausnahmen bestätigen die Regel. Für die jüngere Generation spielt vielleicht auch eine Rolle, dass man beispielsweise Stammbäume online ablegen kann und so festhalten kann, wie man noch mal mit Grosstante Klara verwandt ist.
Das Konzept, auf kleine Gruppen abzuheben zu der aber ‘jede/r’ gehört, ist jedenfalls interessant und es bliebe zu überlegen, welche anderen Gruppen dieser Art es gibt - Schulklassen sind ja bereits angemessen ‘bedient’.
Ich plane grade mit eine Cousine an einer familiären Datensammlung und wir werden sicher mal sehen, ob einer der erwähnten Dienste etwas taugt. Wenn in zehn oder 20 Jahren ich zu den Netzopas gehöre, werden wir sehen, diese Dienste so langlebig waren, wie sie es bei einem solchen Konzept sein sollten - ich hatte ja ursprünglich einfach an ein Wiki für den Stammbaum gedacht ;) .

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“Second Life” in echt: Deutsche Convention Ende Mai

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Wenn die Kritiker von “Second Life” recht haben, dann müsste es Ende Mai gefährlich sein, Darmstadt zu betreten, denn da findet die “German Second Life Community Convention 2007″ statt. Und zwar vom 25. bis 27. Mai.

Aber eventuell täuschen sich ja die, die sich lieber nicht einloggen und stattdessen oberflächliche Artikel in Papiermagazinen über den Untergang des Abendlandes an der Virtualität lesen, und es finden sich nicht desorientierte, blasspicklige, schwer bewaffnete und lebensuntaugliche Teens in Fell- oder Asphaltschwalben-Kostümen ein, die versuchen, sich in die Lüfte zu erheben, statt Treppen zu steigen, sondern ganz normale Menschen?

Einer meiner Lehrer sagte immer: “Eine Erkenntnis zu gewinnen heisst, eine Illusion zu verlieren.”

In diesem Sinne: Bis Darmstadt…

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Guck mal, meine Community!

Wenn Geschäftsmodelle und Dutzende oder mehr Arbeitsplätze auf einer Community ruhen, dann möchte man natürlich möglichst viel über seine Mitglieder wissen. Nicht zuletzt, um die Community optimal zu monetarisieren.
Habe ich wirklich die Zielgruppe, die ich angepeilt habe? Wo kann ich noch neue Zielgruppen erreichen? Wie verteilen sie die Interessen oder Wohnorte unserer Mitglieder?
Einzelne dieser Fragen lassen sich sicher durch eine Datenbankauswertung und herkömmliche Grafiken beantworten. Aber aus angehäufter Information wird nur dann sinnvolles Wissen, wenn sich auch Zusammenhänge darstellen lassen. Das wird in der letzen Zeit vermehrt durch die Visualisierung von Communitydaten versucht.
Felix Heinen hat auf zwei riesigen Postern Geographiedaten und Interessenprofile von Myspace-Nutzern ausgewertet und dargestellt. Allein das Handbuch zu seiner Präsentation hat 50 Seiten.
Prof. Hendrick Speck hingegen arbeitet mit seinen Studenten z.B. an der interaktiven
Analyse der studiVZ-Daten im Projekt ’studiAnalyse’ und generell an der visuellen Darstellung von web 2.0-Communitystrukturen.
Hier werden sich wahrscheinlich in den nächsten Monaten noch einige Neuerungen ergeben und eventuell bewegt sich das Ganze mittelfristig auf Community-Kennzahlen zu, die den heutigen PI-Daten-Standards entsprechen und eine sinnvollere und sachgemässere Einschätzung des ‘Geldwertes’ von sozialen Netzwerken ermöglichen. Nicht auszuschließen ist auch, das der eine oder andere Datenschutzbeauftragte da ebenfalls ein Wort mitreden möchte…

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User Generated Wassonstnoch?

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Wenn man vor Menschen aus Medienhäusern, den Ausdruck ‘User Generated Content’ in den Mund nimmt, dann umspielt nicht selten ein Lächeln um die Lippen, das überheblichkeit (”alles Amateure, wa?”) mit der Freude an Gratiscontent, den man mit Umsatz bringender Werbung umrahmen kann, wiederspiegelt.
Ich hätte dann manchmal Lust, denen so lange das Cluetrain Manifest vorzulesen, bis ein verstehendes Gllitzern sich in die Augen schleicht.
Ist ein bisschen so wie bei ‘Peer to Peer’ (P2P), da denkt auch jeder an Filesharing oder bei ‘Distributed Computing’, das seit jeher das SETI-Projekt in Erinnerung ruft.
Die Beteiligung der Nutzer an den Inhalten eines Projekts ist nicht nur Selbstzweck, es ist in einem Sinn eine philosophische Entscheidung, in dem Firmen-Philosophien keine sind. Es geht um eine echte Beteiligung der Nutzer an Strukturen.
Ein Beispiel dafür ist die “User Generated Infrastructure’ bei fon.com bei dem sich Leute gegenseitig ihre DSL-Bandbreite per WLAN zur Verfügung stellen - weltweit. Ein anderes ist c,mm,n
(Englisch-Option nutzen!), bei dem eine ‘Community von Nutzern’ aufgerufen ist, bis 2020 einen neuen Autotypen zu ‘generieren’.
ähnlich wie die ökologische Denkweise längst kein Reservat für langbärtige Müslifans in Norwegerpullis mehr ist, wird sich ‘User Generated Content’ als Basiskonzept für ganze Wirtschaftszweige durchsetzen. sozusagen als ein “globales Vorschlagswesen” der Verbraucher, Nutzer und Mitdenker für Produkte, Dienstleistungen und - vielleicht sogar für die Politik?

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Community 2010: Wo bleibt das Community-Google?

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Nein, damit meine ich an sich nicht, das Google alle Profilseiten in Communities durchsuchen sollte, wie es aktuell die Blogosphäre durchsucht - obwohl das auch eine interessante Sache wäre.
Ich - und nicht nur ich - überlege seit einer ganzen Zeit, wohin das Wuchern der Communityangebote führen kann und soll.
Hier mal ein paar überlegungen:

Implosion

Die Leute verzetteln sich in Communities, sind in zu vielen Mitglied, es setzt eine ‘Communityblindheit’ ein, wie schon bei der Newsletter- und Bannerblindheit in den letzen Jahren - überflutung wird als Spam betrachtet und weggefiltert.

Long Tail

Die Nutzer konzentrieren sich auf einige wenige Communities. Ob das dann eher ‘große’ sind (wie XING) oder Nischencommunities (lokale Communities, Hobbycommunities) sind, wird sich zeigen. An sich ist im ‘Long Tail’ auch für Nischen genug Platz - wenn Nutzen, Kosten und Profit im sinnvollen Verhältnis stehen.

Meta

Wenn Communities sich via APIs öffnen - wie es z.B. XING plant -, wenn Communities also gegenseitig die Inhalte und Kontakte der anderen integrieren können, wenn wir über OpenID-ähnliche Konstrukte einen “Single Sign On” (SSo) für “alle” Communities haben, wenn Browser schließlich zu Communitynavigatoren werden wie sie jetzt Web- und RSS-Navigatoren sind - ein Community-Plugin für den Firefox ist ja in Arbeit - , dann spielt weder die Anzahl noch die Größe der Communities, in denen ich bin, noch eine Rolle sondern nur die Art der Mashup-Präsentation der Netzwerke, Beziehungen und Inhalte.
Man stelle sich also vor:

  • ich könnte alle meine Netzwerke an einer Stelle durchsuchen
  • ich könnte bei einem neuen Kontakt in einem Netzwerk sofort sehen, in welchen anderen gemeinsamen Netzwerken er aktiv ist - und mich auch gleich ‘connecten’

Sicher: Einige Themen von Datenschutz und Usability sind hier noch zu beachten. Die Nutzer sollten dann genau wissen, wie sie ihre
Online-Identität(en) gestalten, so dass sie für Staat oder Werbetreibende, Konkurrenten oder Stalker nicht komplett gläsern werden. Andererseits würde dann der ‘Communitynavigator’ zu einer derjenigen Killerapplikationen, die ‘nicht mehr aus dem Netz weggehen’ - so wie Mail, Chat oder Weblogs.

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Community Ignite ? In f?nf Minuten geht die Post ab

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“To Ignite” ist das englische Verb f?r “anz?nden, entz?nden” - beim “Community Ignite” steht die B?hne offen f?r Community-Gr?nder, die ihre Community-Idee dem Publikum vorstellen wollen. Beim Community IGNITE k?nnen kleine und innovative StartUps aus dem Social Networking Bereich ihr Konzept im Rahmen des Kongresses pr?sentieren. Dabei gelten bestimmte einheitliche Pr?sentationsregeln. Jeder Redner hat f?nf Minuten, in denen er 20 Folien pr?sentieren kann, die automatisch alle 15 Sekunden wechseln. Es gibt noch freie Pl?tze f?r Pr?sentationen unter www.community-summit.de

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