Was ‘unten’ im Netz entwickelt wird kommt zum guten Schluss auch auf den Massenwebsites an, von wo es sich dann massiv verbreiten kann. Denn ‘auf der Straße’ haben viele zwar schon mal Begriffe wie “Weblog” oder “Social Bookmarking” gehört, wissen aber kaum etwas damit zu verbinden.
Microsoft stellt jetzt die beta ihrer Community vor: Foren (1.0), Weblogs und Tagging sollen dabei eine neue aber zentrale Rolle
spielen.: Mit der Neuordung der Community-Struktur möchte Microsoft vor allem den Informationsfluss zwischen IT-Profis und den Mitgliedern einer Community verbessern. Dazu sollen einmal bekannte Web 2.0-Techniken genutzt werden, die ein Netzwerk zwischen Web-Inhalten auf Microsoftseiten, microsoftnahen Seiten und anderen Orten im Internet generieren: mit Tagging und Social Bookmarking werden neue, interessante Inhalte in die Community eingebunden. … schreibt das Windows
Vista Blog
notizblog - Weblog der Social Web WORLD
Notizen zu Web 2.0 in Kommunikation, Marketing und Geschäftsstrategien
Archive for April, 2007...
Microsoft goes Community 2.0
SAP-Community: 100.000+
Die PR-2.0-Evangelisten vom Schlage Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach predigen es von den Panels und Bühne bei Web 2.0-Veranstaltungen: das alte Modell der Öffentlichkeitsarbeit hat ausgedient, es gilt, Kunden eine Plattform zu schaffen, in der sie Gespräche führen können, denn: Märkte sind Gespräche. Die alte Kontrolle über die Marke ist damit natürlich dahin - das ist sie aber sowieso.
SAP, bei dem intern auch Weblogsysteme beim Wissensmanagement im Einsatz sind, betreibt verschiedene immer breitere Teile ihrer Kunden ansprechende Online-Foren, in denen eine Art Peer2Peer-Support stattfinden kann. So werden SAP-eigene Ressourcen entlastet und die den Wert der Produkte für alle erhöht - für Firma und Kunden. Würde SAP das nicht auf der eigenen Plattform anbieten, die Kunden hätten sich längst ihre digitalen Konversationsräume geschaffen.
Aus einem Bericht bei Channel Partners: SAP hat ihre Community für Geschäftsprozess-Experten um elf branchenspezifische Foren erweitert. Neu hinzugekommen sind die Bereiche öffentliche Hand, Forschung und Wissenschaft, Gesundheits-, Versorgungs- und Verteidigungswesen, Biotechnologie und Pharma, chemische und petrochemische Industrie, Bergbau und Metallverarbeitung, Maschinenbau und Einzelhandel.
Den Start zu ihrer “Business Process Experts Community” hat SAP auf ihrer letzt jährigen Partnerveranstaltung “Sapphire” in Paris gegeben. Damals gab es nur ein Forum, das für Konsumgüterindustrie. Heute zählt die Community bereit über 100.000 Mitglieder. Ziel des losen Verbunds ist es, Geschäftsprozess-Spezialisten aus verschiedenen Marktsegmente zu vernetzen und sowohl die Branchen interne als wie übergreifende Zusammenarbeit zu fürdern.
EILT Youknut zu versteigern
YouKnut.com ist ein kleines Knut-Blog, das von den Junioren des Marketingclubs Berlin betrieben. Uns steht zur Versteigerung bei eBay. (Nur) 50% des Erlöses sollen als Spende an den Zoo gehen.
Die Verkäufer sagen: über YouKnut.com
Da bin ich einmal gespannt. Einerseits, was eingespielt wird und andererseits, ob ein neues Team den Erfolg der Site halten kann - und wie lange. Ist es wirklich sinnvoll, in solche Hype-Sites Geld und Arbeit zu stecken, was meinen Sie?
Habbo Hotel: Verschmelzung von Online- und TV-Welt
Habbo Hotel goes TV, bzw. VIVA goes Habbo Hotel. Seit dem 10. April gibt es ein VIVA Studio in der Habbo Welt. Stars aus der Musik- und Showbranche, die nachmittags in VIVA Live! zu Gast sind, nehmen anschließend an der Sendung im eigenes eingerichtetem Online Studio platz und stehen dort ihrer Fangemeinschaft im Chat Rede und Antwort.
Thorsten Jüngling, der unter anderem auch Referent auf unserem Community Summit 2007 sein wird, äußerte sich wie folgt: Unseren Nutzern die interessante Gelegenheit bieten zu können, ihre Helden aus der Unterhaltungsbranche auf einer interaktiven und sicheren Plattform zu begegnen, freut mich besonders. Durch die innovative Kooperation mit VIVA verschmilzt Realität und Virtualität: die Zuschauer von VIVA Live! werden ins Habbo Hotel einchecken, um persönliche Fragen an den Star richten zu können - unsere Habbos werden sich die Live-Sendung auf VIVA anschauen, um miteinander den TV-Auftritt zu kommentieren und sich auf den Star-Chat einzustimmen.
Sind wir gespannt was Herr Jüngling am 10.05. dazu noch zusagen hat - wie es zur Kooperation gekommen ist und ob weitere Kooperationen geplant sind.
Community und Crossmedia
Zeitungen und Zeitschriften geht es nicht gut. User Generated Content (UGC, deutsch: Leserbeiträge - als ob DAS neu oder gar eine Erfindung des WWW sei), Communities und Crossmedia sollen es richten.
Wie “Lokal 2.0″ aussehen k?nnte oder wie man Crossmedia konsequent macht, darüber macht sich Steffen Büffel vom Media Ocean so seine Gedanken. Und diesen Gedanken höre ich heute schon zum zweiten Mal:
Crossmedia bedeutet für mich, dass alle Ausspielkanäle die gleiche Wertigkeit in Sachen Qualitätsanspruch haben. Dass online in Sachen Taktung immer öfter first sein sollte kann ich so nur unterschreiben. Es gilt die Stärken des jeweiligen Ausspielkanals zu nutzen, dazu reicht es aber keinesfalls Content 1:1 von A nach B zu kopieren. Crossmediale Denke muss in die Köpfe der Macher. (…)
Denn was sind eigentlich Spiegel Online oder Süddeutsche Online anders als Online-Boulevard? Und wie passt das zu den Muttermarken? Eben. Gar nicht. Bzzt. Nice try. Lotsa naked skin. Many klicks. No brand. You die!
Ach ja, der andere, von dem ich das gehört habe, war Journalistenblogger Thomas Knüwer vom Handelsblatt im Podcast zur re:publica.
Wer empfiehlt mir etwas?
Entschuldigung, ich muss noch mal auf das Empfehlungsthema von gestern zurück kommen. ich wollte den Artikel nicht mit Anekdoten auf meinem digitalen Leben anreichern. Aber jetzt muss ich doch mal drei kleine Fallbeispiele nachschieben.
Fall 1: Kneipe in Frankfurt
Als ich im Vorfeld zu einem Kongressmedia-Event in Frankfurt ein paar Bekannte treffen wollte, bat ich um einen Tipp, wo man sich treffen könnte. Maßgabe: erreichbar, essen, günstig. (Weil auch Studenten kommen würden.) Die Kollegen einer Eingeladenen empfahlen entweder teure, abgelegene oder verrauchte Kneipen. Woher ich das wusste? Qype. Wir gingen in eine Kneipe, die ich schon kannte. Die persönliche Empfehlung eines anderen Bloggers.
Fall 2: Rasierer
Ein neuer Elektrorasierer ist fällig. Ich fragte ein paar Bekannte in einem Gruppenchat. Was kriegte ich? Markennamen oder “Ich habe einen *** für 80 EUR.” Und dann fingen sie an über Kopfrasierer zu diskutieren, was mich nun weniger interessierte. Der Versuch, sich bei Amazon-Rezensionen schlau zu machen, ergab nur, dass sich da offenbar jemand zu viel Mühe gibt, die eigenen Produkte zu pushen: “Ist besser als alle vergleichbaren Rasierer in dieser Preisklasse.” Woher weiß ein Verbraucher so was? Wie oft kauft man sich einen Rasierer?
Fall 3: Urlaub auf Usedom
Familienurlaub auf Usedom sollte es sein. Ich frage in einer Usenet-Diskussionsgruppe für Eltern mit Kindern, die ich damals “mitgegründet” hatte. Interessant war die Begründung für die Empfehlung (die sonst NULL Information enthielt außer der Adresse): “Alle Arbeitskollegen waren begeistert von ***.” Ich hab dann irgendwann nach Privatunterkünften mit WLAN gegoogelt.
Fazit
Warum wird immer wieder gesagt, dass “Empfehlungsmarketing funktioniert”?
Da sind meiner Ansicht nach noch einige Schritte zu tun. Welche wären das? Wo hapert es noch?
Gef�hle oder Daten?
“Auf welcher Basis haben Sie das letze Mal einen Arzt empfohlen?”
Fragt uns der bloggende Online-Marketing-Guru Seth Godin.
Communities gelten ja als die (*lufthol*) Empfehlungsmarketingmaschine der nächsten Jahre. Print und TV nehmen an Bedeutung ab, Banner klickt keiner mehr (sofern er sie überhaupt sieht). Heulen und Zähneklappern allenthalben.
Ja, und wie ticken Menschen? Auf welcher Basis empfehlen sie weiter? Wie ist das bei Ihnen?
Seth Godin hat eine Antwort: By a factor of three, what you do is not nearly as important as how it makes people feel.
Das ist etwas durch die Brust ins Auge grammatikalisiert, also: “Wie sich Leute dabei fühlen ist dreimal wichtiger als was Sie für sie tun.”
Ist das so? Was sagt die Selbstbeobachtung beim nächsten Arztbesuch? Oder in der nächsten Community?
Neuer Trend: CoWorking
In Berlin gibt es das
“Cafe St. Oberholz” nach nicht zuletzt durch die Autoren des Buches
“Wir nennen es Arbeit” bundesweit bekannt wurde.
“Das Oberholz” ist weniger ein Ort des ungehemmten und z�gigen Konsums von Nahrung und Getr�nken, denn ein Ort, an dem man dank WLAN nahezu ungest�rt arbeiten kann - eine Alternative zum einsamen - oder gar nicht vorhandenen - B�ro.
Solche CoWorking-Spaces sind
in den USA schon h�ufig und mit dem Umsichgreifen der
Digitalen Boheme auch in Deutschland, werden solche “Sozialen Orte f�r digitale (Zusammen)Arbeit” oder “B�rogemeinschaften 2.0″ auch
hierzulande zunehmen.
Wohl dem, der eine digital-reale Strategie hat, um hier genau die Dienstleistung zu bieten, die hier verlangt ist.
Fussball.de: La Ola beim Community SUMMIT
Bisher angekündigt nur als “angefragt” - freut es uns nun, dass Hr Volker Krön von der T-COM Innovationsgesellschaft heute zum Community SUMMIT zugesagt hat. Er wird uns über den Aufbau der T-Community sowie der Special-Interest-Community hinter dem Portal Fussball.de berichten.
Zugang statt Features
Aber natürlich ist es so, dass über Wohl und Wehe jeder Online-Community allein die Features entscheiden, die Features sind das Alleinstellungsmerkmal und damit der Hebel für den Erfolg.
Falsch, ganz ganz falsch.
Es liegt an der Menge an Medienkanälen, über die ich Zugang zu einem Dienst habe. Sagt Tara Hunt und benutzt den aktuellen Fall von “Twitter” als Beispiel: Hier hat man sich (im Gegensatz zum Konkurrenten Jaiku) bei den Features extrem zurückgehalten und hat “Daten-Auffahrten” erzeugt: Man kann den Presence-Dienst Twitter per Web, IM und Handy sowohl “füttern” als auch abrufen und durch die API können Dritte weitere “digitale Auffahrten” zu dem Dienst erzeugen - und darauf sogar Geschäftsmodelle aufbauen.
Tara Hunts Fazit: Thinking about it in the way of ‘On Ramps’ could lead you to asking these types of questions:
- Is there another web app that we can integrate with? (…)
- How does my app interact with various interfaces? How simple would it be to have it work in more? What would the minimal functionality be while still being useful? [If you are a time tracking app, could you build SMS integration?]
- How simple have I made life for those using my API? (…)
- What is the users offline experience?
- Have you designed your app to be simple enough to adapt to a text adventure?
Bei Punkt 1 ist die Frage zu stellen, ob man sich nicht einem anderen Anbieter zum Datenaustausch öffnet oder Widgets anbietet.
Punkt 5 spielt darauf an, ob man den Dienst auch als einfache Datenabfrage in einer Kommandozeile darstellen könnte - sofern es komplizierter ist, ihn mit Daten zu “füttern” hat der Dienst ein Problem.
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Notizen zum CM20 SUMMIT
- Community managers: mitos y realidades sobre una nueva profesión - 23/07/10 - 2333347 - EcoDiario.es
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- Is Facebook Compuserve on steroids? | ICH MARKE DU JANE
- How Communities Really Behave?
- Critical elements to becoming a ‘Social Brand’ | The conversation
- Beckstrom's Law & The Economics Of Networks - ICANN
- Marketing 2.0 Practice: IKEA - virale Facebook-Kampagne durch Photo-Tagging
- The Best of PR, Marketing and Social Media - NEXT 2010 | Andrea Vascellari
- Die Folge der Facebook-Dominanz: Deutsche Social Networks am Scheideweg » netzwertig.com



