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New York Times macht Ernst und wendet sich vom “Paid Content”-Modell ab

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Medien-Insider werden es schon hier und hier schon vor Wochen gelesen haben, die FAZ berichtete auch im August bereits dar?ber - nun ist es offiziell und es “kr?ht” ?ber alle Kan?le ( O’Reilly, SPON, Golem): Zum morgigen Tag macht die New York Times im Internet die Tore wieder komplett auf und verabschiedet sich vom “Paid Content” in Form des “TimeSelect”-Service. Als Grund wird die br?ckelnde Informationshoheit im Internet angef?hrt - Online-Medienkonsumenten haben im Internet unz?hlige M?glichkeiten ?ber Google wie auch “Social Media”-Formate an die Information zu gelangen. Im Rahmen des TimesSelect-Service befinden sich auch einige “wertige” Blog-Formate und Kolumnen, die nun “kostenlos” werden.
Stellt sich die Frage - ist das der Anfang vom Ende von bezahlten Inhalten? Diese Frage l?sst sich nur beantworten, wenn man sie differenziert betrachtet.
Ja - es ist das Ende von bezahlten Nachrichteninhalten, weil keine Redaktion einen wirklichen Mehrwert zu der Nachricht bringen kann. Den gr??ten Nutzen erh?lt jene Redaktion, die als erste die Information auf den Markt bringt und von anderen Medien u.a. auch den unz?hligen Blogs referenziert wird. Durch die ?ffnung und die Integration in Social Networks kann die New York Times nicht nur im Bereich der allgemeinen Nachrichteninhalte, sondern auch in der Nische zum Meinungsf?hrer avancieren.
Gleiches gilt f?r Kolumnen und Meinungsinhalten. Auch hier gilt - einen Mehr-Nutzen erh?lt das Unternehmen durch eine m?glichst hohe Referenzierung. Dabei geht es nicht nur um den zugespielten Traffic, sondern auch um die “Credibility” an sich.
In Bezug auf Fachinhalte (was nicht Gegenstand des Informationsangebotes der NYT ist) w?rde ich allerdings behaupten, dass es durchaus sinnvolle “Paid Content”-Modellkonzepte geben kann. Allerdings nicht ?ber die Reglementierung des Zugriffs als vielmehr ?ber “Bepreisung” der unterschiedlichen Informationsaufbereitungen (kostenlos im Web und Downloads mit Charts und sonstige Aufbereitungen kostenpflichtig!).
Wie will die NYT nun aber in Zukunft ihr Geld verdienen? Die Haupts?ule soll das Anzeigengesch?ft ausmachen - nach den Informationen von SPON war es gerade der Trade-Off zwischen Abo-Gesch?ft und den Opportunit?tskosten des Anzeigengesch?ftes, was zu der Entscheidung gef?hrt hat. Dabei geht es aber wohl weniger um das klassische Werbeschaltungsmodell als vielmehr um die Ans?tze des Behavioral Targeting. So bietet die NYT durch ihr schier immenses Online-Angebot die besten Voraussetzung f?r eine Nutzeranalyse auf Basis von Informationsinteressen.

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Mit der Community zum Perpetuum Mobile

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Im Interview mit Peter Turi von Turi2 beschreibt Jochen Wegner, Chefredakteur bei Focus Online, sehr interessant, welchen Vorteil eine Community auch f?r den redaktionellen Prozesse bieten kann. Er bezeichnet es als Perpetuum Mobile - die Redaktion ruft zum Dialog und Feedback zu einer Frage auf, die Leser geben Ihren Input, die Redaktions w?hlt daraus die Themen f?r Print und Online und bietet Online wiederum eine Kommentierm?glichkeit, was das Thema immer weiterentwickelt und entfaltet - und jeweils entlang der Interessen des Lesers.
Das komplette Video findet sich bei Turi2.de oder Sevenload:

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