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notizblog - Weblog der Social Web WORLD
Notizen zu Web 2.0 in Kommunikation, Marketing und Geschäftsstrategien
Archive for August, 2008...
Was steckt hinter Tourismus 2.0?
Ich komme gerade vom Social Web Breakfast in Köln mit Marco Ripanti (werde hierüber noch eine Zusammenfassung machen!) und nutze die Zeit und die WLAN-Möglichkeiten der Bahn, mich in das Thema Tourismus 2.0 einzuarbeiten. Denn das ist das Thema beim kommenden Social Web Breakfast in Frankfurt mit Dr. Oliver Rengelshausen.
Die Reisebranche hat in den vergangenen Jahren große Veränderungen erlebt. Mit dem Web 2.0 und entsprechenden Reise-Communitys hat die Transparenz über die Beurteilungen und Informationen zu den Reiseangeboten erheblich zugenommen.
Welche Chancen und Risiken von User-Generated-Content für den Online-Reisevertrieb ausgehen und wie Reiseanbieter darauf reagieren können, wenn Nutzer sich in ihrem Entscheidungsverhalten zunehmend an unabhängigen Empfehlungs- und Bewertungsportalen orientieren, erläutert Dr. Oliver Rengelshausen von der Thomas Cook AG.
Im wesentlichen geht es also dabei um das Thema bessere Information durch nutzergenerierte Inhalte. Oliver Rengelshausen hat diesbezüglich auch zusammen mit Daniel Schmeißer von phaydon letztes Jahr einen netten Artikel in der “Planung & Analyse” (Ausgabe 04/2007) verfasst. Im Kern geht es dabei um die optimalste Gestaltung der “Feedback”-Schleife in der Tourismus-Branche. Bleibt für mich die Frage, ob damit das Thema “Tourismus 2.0″ bereits erschlagen ist.
Sicherlich ist die Einbindung und Nutzung von Empfehlungs- und Bewertungsportalen bei den immateriellen Tourismus-Gütern eine wichtige Erweiterung des digitalen Entscheidungs- und Kaufprozesses. Ich frage mich nur, ob der Aspekt der virtuellen Zusammenführung von gleichgesinnten Nutzern und hier Reiseinteressierten nicht auch noch zu zweinulligen Reisebörsen und “Gemeinschaftsreisenden”-Konzepten führen wird? (Ich denke, ich werden Oliver Rengelshausen hierzu noch einmal ein paar Fragen schicken!)
Ganz aktuell aus meinem Feedreader ist dazu ein Beitrag bzw. Frage von Robert bzgl. der Verwendung von Video-Content im Tourismus-Bereich: http://www.basicthinking.de/blog/2008/08/26/idee-fuer-touristiker/
Umfrage zum Social Commerce
Ich habe es vermerkt, dann aber nicht weiterverlinkt. Jochen verweist auf eine interessante Umfrage von Robert Wagner, die auch ich an dieser Stelle unterstützenswert finde:
Robert Wagner, Student der Hochschule Bochum, will herausfinden, wie sich die Akzeptanz von Social Commerce in Deutschland von der in Europa und dem Rest der Welt unterscheidet. Für seine Abschlussarbeit führt er gerade eine Umfrage durch, an der sich hoffentlich möglichst viele beteiligen.
Interessant auch die kurze Zwischenbewertung zum Thema “Social Commerce” von Jochen.
Interview: Marco Ripanti und die Community-Konzepte
Am kommenden Dienstag, den 26.08., startet die Rückrunde zum Social Web Breakfast in Köln mit Marco Ripanti von der ekaabo GmbHzum Thema “Erfolgsfaktoren im Community Marketing”. Marco Ripanti ist einer der “Serien-Community-Gründer” in Deutschland - daher musste er auch hier für ein Interview zum Thema herhalten.
Marco Ripanti,ekaabo
1) Marco, Du bist Referent beim kommenden Social Web Breakfast und sprichst über Communitys. Was können wir erwarten?
Einen Überblick über die Veränderungen in der Community-Landschaft. Es gab Zeiten in denen Communitys noch gar nicht so genannt wurden und heute verschwindet dieser Name für Plattformen schon ab und zu. Meine Erkenntnisse zu den einzelnen Ideen und Modellen; was gut und was falsch war gebe ich gerne weiter.
2. Welche Bedeutung misst Du Communitys in der heutigen Internet-Zeit zu?
Nach Mail (oder Messenger) prägt keine Form von Webapplikationen das Internet so sehr wie Communitys.
3. Was können Communitys für Unternehmen wirklich leisten? Und was sind die Erfolgsfaktoren für Ihren Einsatz in Unternehmen?
Zunächst sollte man sich vielleicht nicht so sehr an dem Wort Community aufhängen. Es geht mehr um die Elemente einer solchen “Gemeinschaftsplattform”. Der Umgang mit dem Web hat sich generell geändert und so kann jeder aus diesem Veränderungen seinen Nutzen ziehen. Es wäre vermessen zu sagen, dass jedes Unternehmen dringend eine Community braucht und damit auch Erfolg haben wird. Oft überschätzt man die Technologie als Faktor für den Erfolg oder Misserfolg einer Community. Sie ist nur das Werkzeug. Ob eine solche Plattform erfolgreich ist, entscheiden zu 99% die Personen hinter und in ihr.
4. Wann macht es Sinn, eigene Communitys aufzubauen und wann sich in Fremden zu engagieren?
Eine gute Frage. Sicher macht es Sinn sich zunächst in Fremden zu engagieren um zu testen ob man überhaupt dafür geeignet ist. Jeder der über ein entsprechend großes eigenes Netzwerk verfügt ist grundsätzlich geeignet Communitybetreiber zu sein. Je nachdem welche Ziele man verfolgt, können die Risiken / Kosten für einen Versuch auch überschaubar bleiben.
5. Wohin geht dann aber die Reise bzw. wieviel Communitys verträgt die Online-Welt?
Es werden noch viele viele Communitys entstehen. Was noch unklar ist, ob die dann wirklich noch so heißen werden. Die Zielgruppen für Netzwerke sind endlos. Die große Kunst wird es sein, sein Community-Leben sinnvoll zu organisieren … aber dieses Problem hat man ja auch im realen Leben ![]()
Community Design Patterns
Über einen Beitrag zu einem anderem Thema bin ich heute mal wieder auf SlideShare gewesen und dort mal wieder auf die Präsentation von Pedro Custodio gestossen. Pedro ist ein begnadeter “Systematisierer” in Sachen “Design-Konzepte”. Wir haben das Thema auch schon einmal im Social Web Breakfast mit Markus Angermeier unter dem Titel allgemeiner Web 2.0 Design Patterns diskutiert (siehe Interview mit Markus Angermeier aka Kosmar). Nachfolgend aber die Präsentation von Pedro zum Thema “Community Design Patterns” - das Thema kann ich leider dieses Jahr nicht mehr im Community SUMMIT unterbringen - daher kann es ja hier diskutiert werden:
Aktuelle Diskussionen zum Thema “PR in Zeiten von Web 2.0″
In den letzten 48 Stunden ist im “Netz” an verschiedenen Stellen die Diskussion um die Funktion, das Selbstverständnis und die Anforderung von PR in Zeiten von Web 2.0 entbrannt. Da dieses Thema auch ein wichtiges Element des in Planung stehenden Marketing 2.0 SUMMITs ist, möchte ich hier kurz die verschiedenen Diskussionsstränge eingehen und verweisen.
In der amerikanischen IT-Tech-Blogger-Szene rund um Persönlichkeiten wie Robert Scoble, Michael Arrington und Steve Rubel ist ausgehend von einem Posting von Robert Scoble die Diskussion um den Nutzen von PR in der Promotion von Unternehmen (v.a. bei Tech-Startups) entstanden. Scoble vertrat dabei die Meinung, dass sie gute Unternehmenskonzept durch einen viralen Prozess selbstverbreiten - und er als Blogger lieber von ihm nahestehenden Personen auf etwas aufmerksam gemacht wird - als von einer PR-Agentur. Als Antwort auf diese Posting haben folgende Personen interessante Ergänzungen gemacht:
- Steve Rubel: “Every day I am deluged with hundreds of PR pitches. They come from everywhere: startups, big companies, competing PR firms and, occasionally, from people inside Edelman where I work. I read all the emails but delete 99.99% of them. I don’t even respond. I feel bad about it, but they’re so off base I can’t even begin to tell you how bad they are.”
- Michael Arrington: “I can’t speak for big media journalists who’ve been in the game for years and years, but from my experience with blogging for a few years, I agree that PR as a profession is broken.”
- Brian Solis: “If you run a company and are considering DIY (do it yourself) PR, understand that it’s not impossible to do so without an agency or consultant, but resting on the expectation that market leaders and influencers will discover it and create a surging groundswell of visibility and demand for your product is as likely as winning the lottery.”
- Robert Scoble (in einer Zusammenfassung): “Eventually I realized that [Anmerkung: Blogger finden das Produkt was er zu verantworten hatte] wasn’t going to happen, for a whole lot of reasons, but that it didn’t matter. We still had a lot of very happy customers and they seemed to find us through word-of-mouth and other efforts (we had booths at the big trade shows and I hung out in forums and Usenet newsgroups and went on radio shows, and built relationships with people who did video streaming and stuff like that). Not getting their attention made me focus and come up with innovative ways to get the word out about our products.”
Eine deutsche Diskussion ist auf FriendFeed aus einem Tweet von Mike Butcher zu einem Kommentar über einen Beitrag zu dem Erfolg von redaktionellen Blog-Projekten entstanden. Richard Jörges fasst hier zweimal mit folgenden Sätzen zusammen: “Das Problem: PR-Agenturen machen nur selten einen guten Job.” und “In der Tat: Deutsche Blogger sind ein schwieriges Völkchen.” - Diskussion auf FriendFeed
Last but not least - die Diskussion um den “Social Media Newsroom” - den achtung! kommunikation heute nach Deutschland gebracht hat. Olaf Kolbröck hat hier zusammengefasst.
Noch freie Plätze für den Community IGNITE!
Im Rahmen des Community SUMMITs haben wir - wie schon zur letztjährigen Veranstaltung - einen Programmteil integriert, bei dem sich Community-basierte Startups präsentieren können. Im Rahmen des diesjährigen “Community IGNITE” bieten wir sechs Kandidaten jeweils für fünf Minuten eine offene Bühne auf dem Branchen-Event. Für die sechs Plätze kann sich jedes Unternehmen bewerben, dass die erforderlichen Voraussetzungen mitbringt. Die Auswahl der sechs Kandidaten wird durch ein Auswahlgremium - bestehend aus Alexander Hüsing (Deutsche Startups), Sascha Lobo (Riesenmaschine), Nico Lumma (Lumma.de) und Matthias Storch (Foerderland.de) - vorgenommen.
Wir freuen uns noch auf viele interessante Bewerbungen.
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