notizblog - Weblog der Social Web WORLD

Archive for August, 2009...

Business-on.de - Regional auf dem Laufenden sein

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Für den kommenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT konnten wir als Medienpartner unter anderem business -on.de gewinnen. Da die Plattform speziell für regional tätige Unternehmen sehr interessant ist, möchte ich sie heute kurz vorstellen.

Business-on.de ist ein verlagsunabhängiger Werbevermarkter im Internet für die Bereiche Wirtschaft & Finanzen und regional aufgestellt. Seit 2006 besteht die Plattform und kann schon ein beächtliches Wachstum vorweisen. 10 regionale Seiten bieten aktuele News und Trends aus der Wirtschaft.

Doch business-on.de bietet nicht nur regionale Wirtschaftsnachrichten, sondern geht tiefer. Neueste Geschäftsideen, Tipps, Veranstaltungen in der Umgebung und sogar Lifestyle Themen sowie Restaurant-Geheimtipps sind zu finden. Business-on erreicht durch diesen gehobenen Mix aus Wirtschaft und Leben nicht nur Unternehmen und Institutionen, sondern auch Privatpersonen.

Interessant bereitet business-on Unternehmensprofile auf. Die Unternehmen der jeweiligen Wirtschaftsregion werden innovativ in den rechten Fokus gerückt. Mit Hilfe von Videopodcasts stellt business-on das Unternehmen professionell vor. Als Unternehmen bietet sich eine regionale Plattform, um Pressemitteilungen und Nachrichten problemlos veröffentlichen zu können. Interviews mit Geschäftsführern und aktuelle Fotostrecken halten den Nutzer stets auf dem Laufenden, was seine Region wirtschaftlich bewegt.

Ich wünsche business-on und allen Mitarbeitern eine erfolgreiche Zukunft, denn diese Plattform schließt wirklich eine Lücke.

Comments (0) Posted by sk on Monday, August 31st, 2009

Social Media kenn ich nicht, brauch ich nicht

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In der aktuellen Studie “Social Media Company Monitor 2009″ wurden 350 deutsche Führungskräfte über Kenntnisse und Strategien im Social Web befragt. Kernthemen waren hierbei die

  • allgemeinen Kenntnisse und die Nutzung von Blogs und Communities in den Unternehmen
  • erzielten Vorteile von Social Media im Unternehmenseinsatz
  • Zukünftige Planungen von Social Media Aktivitäten

Ergebnisse der Studie: Über die Hälfte der Befragten haben kaum oder gar kein Wissen über Web 2.0. 75 prozent der Unternehmen besitzen keinen Blog, 12 Prozent wissen nicht einmal was ein Blog ist.

Für mich erschreckend:

Über die Hälfte der Befragten hat auch in Zukunft nicht vor Social Media für ihr Unternehmen einzusetzen.

Ob das nicht ein Fehler ist?

Comments (0) Posted by sk on Wednesday, August 26th, 2009

bebe Generation WG - Die Marke im Social Web inszenieren - Interview mit Detlef Arnold

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Am 16. September spricht Detlef Arnold, Geschäftsführer von Heye & Partner am Community & Marketing 2.0 SUMMIT zum Thema “Die Marke im Social Web inszenieren” über die bebe Generation WG. In einem ausführlichen Interview vorab erklärt er detailiert die Phasen des Aufbaus dieser speziellen Community sowie die genutzen Möglichkeiten zur Zielgruppen Adressierung.

Detlef Arnold

1) Guten Tag Herr Arnold. Es freut uns sehr Sie als Referent begrüßen zu dürfen. Erläutern Sie kurz die Phasen des Aufbaus Ihrer Community.

Bei der bebe Generation Aktion wurde die reale und digitale Welt miteinander verknüpft, um so ein einzigartiges Projekt zu initiieren. Real konnten 16 Mädchen für je 4 Wochen in 4 Städten das echte WG Leben erleben und an spannenden Projekten mitarbeiten. Digital konnte man auf der Online Plattform www.bebegeneration.de Teil der Community werden und die WG-Bewohnerinnen live und aktiv bei ihren Projekten unterstützen. Es wirkten in den vier Phasen unterschiedliche und aufeinander aufbauende Anreize um die Community schrittweise aufzubauen und aktiv zu halten.

Der Aufbau war wie folgt aufgeteilt:

Phase 01:
Bewerbungsaufruf und Voting (Ende April bis Anfang Juli)
Hier konnten sich Mädchen online für die Teilnahme an der Aktion registrieren, so Teil der Community werden und sich als WGBewohnerinnen bewerben. Anschließend hatte die Community die Möglichkeit über ein Voting mitzubestimmen, welche Mädchen in die WGs einziehen dürfen.

Phase 02:
Vorstellungen der WG-Teilnehmerinnen und Einzug der Mädchen in die vier WGs (Juli 2009)
Die ausgewählten 16 Mädchen wurden der Community vorgestellt und diese hatte dann die Möglichkeit die Mädchen näher kennen zu lernen. Zudem hat die Community per Voting die Wohnungseinrichtung der einzelnenWGs bestimmt.

Phase 03:
Projektphase (13.07.-30.08.2009)
In der aktiven Projektphase gab es täglich neue Projekte zum Mitmachen für die Community. Es wurden über 40 Projekte aus den Themenfeldern der WGs (Musik, Fashion, Lifestyle, Active) initiiert.
Die Community hatte diverse Möglichkeiten sich an den Projekten zu beteiligen, u.a. gab es Blogs, Bilder- und Video-Uploads, zahlreiche Votings und Live-Chats. Besonders umfangreiche Projekte wurden von Kooperationspartnern unterstützt. So konnte die bebe Generation Community beispielsweise ihre eigene Jeans mit dem Partner ONLY entwerfen, eine Special Edition New Balance Sportschuhe entwickeln oder in der Music WG einen eigenen Song samt professioneller Aufnahme im
Tonstudio und durch die Community gedrehtem Musikvideo erstellen. Weiterhin gab es die Möglichkeit, über Social Media Plattformen die vier Themen-WGs zu erleben und mit allen Bewohnerinnen Kontakt zu halten.

Phase 04:
Publizierung der Community-Beiträge (ab Anfang September)
In dieser Phase erscheint der bebe Generation Guide 2009 u.a. auch mit Beiträgen der Community. Die Community hat zusätzlich die Möglichkeit, sich alle Ergebnisse der Projektarbeit und die besten Momente der WGs auf der www.bebegeneration.de Plattform anzuschauen.
Mediale Unterstützung hat in der gesamten Zeit von April –September 2009 stattgefunden.

2) Welche Zielgruppen, Personen bzw. Individuen oder sonstige Gruppierungen haben Sie für den Aufbau Ihrer Community adressiert?

Ziel bei bebegeneration.de ist es eine nachhaltige, aktive und qualitativ hochwertige Zielgruppe als Community aufzubauen. Es wurden Mädchen mit einer hohen Affinität und Loyalität zur Marke bebe Young Care u.a. über die Seite www.bebe.de rekrutiert, Sowie aktive User von Social Web Sites, wie MySpace und Schueler VZ angesprochen, die es gewohnt sind, Communities aufzubauen und social networking zu betreiben. Aufgrund der Verantwortung die Johnson & Johnson gegenüber der jungen Zielgruppe trägt, gilt für die Mädchen in der Community ein Mindestalter von 13 Jahren. Die Community ist für User aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz konzipiert.

3) Mit welchen Ideen, welchen Botschaften oder welchen Features haben sie die o.g. Gruppen zum Start ihrer Community adressiert?

Gesamtmotivation für die Community ist es, sich aktiv mit Anregungen und Ideen an den vielen spannenden Projekten zu beteiligen, die WGs zu unterstützen und gemeinsam mit den WG-Bewohnerinnen auf Trendsuche zu gehen. Dies ermöglicht der Zielgruppe, selbst zum Sprachrohr ihrer Generation zu werden.

Während der Bewerbungsphase wurde durch Votings die Möglichkeit gegeben, selbst zu entscheiden, wer in die WGs einzieht und auch bei vielen anderen Aspekten gab es die Möglichkeit mit zu entscheiden, wie z.B. beim Einrichtungsstil der jeweiligen WG.
Während der Projektarbeit hatte die Community diverse Möglichkeiten sich an den Projekten zu beteiligen, u.a. gab es Blogs, Bilder- und Video- Uploads, zahlreiche Votings und Live-Chats. Weiterhin hatte die Community die Möglichkeit, Comments zu posten und sich über Social Media Plattformen mit den WGs zu vernetzen und so täglich über die Projekte informiert bzw. in die Projekte involviert zu werden. Aktive Teilnehmer wurden mit Sachpreisen von Digitalkameras bis zu Einrichtungsgegenständen aus den WG’s für besonderes Engagement belohnt. Dabei sein lohnte sich in jedem Fall, denn alle Ergebnisse der WG-Projekte wurden nach Ende der Aktion im bebe Generation Guide 2009 abgedruckt.
Ein weiterer Anreiz für die Community.

4) Welche Möglichkeiten haben sie den o.g. Gruppen geboten, um die Idee bzw. die Botschaft von der Community weiterzugeben?

Die Aktion wurde massiv über verschiedene Online Medien unterstützt: Herzstück war die Seite www.bebegeneration.de. Hier wurde aktuell aus den WGs berichtet, die Community konnte sich hier jederzeit informieren und aktiv an der Aktion beteiligen.
Auf Social Media Plattformen, wie MySpace wurden Profilseiten der 4 WGs sowie Profilseiten für die 16 WG-Bewohnerinnen eingerichtet. Diese wurden mit der Seite www.bebegeneration.de verlinkt. Auf den Profilseiten der WGs hatte die Community die Möglichkeit, WG Freund zu werden, Mails an die WG zu schicken, die WG weiterzuempfehlen, WG Fotos anzusehen, Kommentare zu posten spezielle bebe Skins für die eigene MySpace Seite zu laden und auch speziell erstellte Widgets zu nutzen und
an Freunde weiterzugeben.

Auf den Profilseiten der 16 WG-Bewohnerinnen konnte man mehr über die einzelnen Bewohnerinnen erfahren: Interessen, Aktivitäten, Status und Stimmung, Top-Freunde und Kurzinfos zur Person. Auch hier hatten die Userinnen die Möglichkeit Kommentare zu posten. Projektankündigungen fanden auch auf MySpace statt. Über MySpace hatte die Community zusätzlich die Möglichkeit, Kommentare zu posten, Nachrichten an die WGs zu senden und über „Bulletins“ der WGs über die laufenden Projekte, Event-Tipps, Musik-Tipps, Fitness-Tipps, Fashion-Tipps und Live-Chats informiert zu werden. Ein spezielles, dynamisches Projekt-Widget aktivierte die Community immer aktuell zu den laufenden Projekten der bebe Generation.
Es gab redaktionelle Teaser, wie „featured Profiles“ und „Partnertaps“.
Die virale Verbreitung im Netz fand über zahlreiche MySpace Tools, wie z.B. „Einbindung als Top Freund“, „Aktivitäts Update von Freunden“, „automatischer Kommentarfunktion bei allen Freunden“, „ID Badges“ und „Support Badges“ statt. Außerdem gab es die Möglichkeit, den bebe Generation Clip auf User- Profilen zu integrieren.
Zusätzlich gab es auf der www.bebegeneration.de Website eine „Tell-a-friend“ Option, bei der die Community die Möglichkeit hatte, bis zu 5 Freunde einzuladen und über die Aktion zu informieren.
Weiterhin wurde die Aktion massiv über Online Banner unterstützt, die auf zielgruppenaffinen Seiten, wie z.B. bravo.de, elementgirls.de, icq.de, schuelervz.de, schuelerprofile.de, schueler.cc, maedchen.de, myspace.com, viva.tv uvm. geschaltet wurden.
Ein weiteres Highlight war Video Advertising auf clipfish.de, gzsz.de, rtlnow.de, myvideo.de und pro7.de. Virale Effekte wurden über gezieltes „Word of Mouth“ Marketing generiert. (Trnd-Kampagne). Diese wurde mit der Seite www.bebegeneration.de verlinkt.
So wurden viele Anregungen für die Community geschaffen, die Message weiterzutragen.

5) Wie bewerten Sie die Zielerreichung des Aufbaus Ihrer Community?

Obwohl sich „bebegeneration“ noch mitten in der wichtigen Projektphase befindet, sind die ersten Kennzahlen überzeugend und liegen weiter über den Erwartungen. Mehr als 4.000 Bewerbungen zum Einzug in die WGs der bebegeneration sind von den Mädchen eingesendet worden. Über 1.5 Mio Visits wurden bisher auf der Seite bebegeneration gezählt. Mit einer Verweildauer von 38 Minuten wurde ein echter Spitzenwert erzielt. Und ca.10.000 Mädchen sind schon aktive Community Mitglieder geworden.

Comments (2) Posted by sk on Monday, August 24th, 2009

Community-Aufbau als strategische Aufgabe begreifen

Im Rahmen unser Aktivitäten zum Community & Marketing 2.0 SUMMIT hatte ich eigentlich der Redaktion von t3n einen "feinen" Artikel zum Community-Aufbau versprochen. Darin sollten Rückschlüsse aus einer qualitativen Befragung einiger Best-Practices vom Event gezogen werden. Leider ist das im Zuge meines Adhoc-Projektmanagements "hinten runtergefallen", wofür ich mich hier erstmal bei @stimpmania entschuldigen muss. Nun haben wir (bzw. Steffi aka @steffi_k ) allerdings unsere Befragungen durchgeführt, wo sich insgesamt vier Ansprechpartner zum Teil sehr ausführlich zum Thema geäußert haben - was mich doch etwas in Zugzwang bringt. Da nur ich als "Men in the Middle" nicht sauber funktioniert habe, will ich nun den Bemühungen von Daniel Haida (Stabilo) , Eric Hofmann (Sony Music) , Christian Müller (SUN) und Markus Wölflick (GuteFrage.net) noch einmal Rechnung zollen und ihre Anworten zur Frage hier in Zusammenfassungen sowie einem verlinkten PDF mit den Komplett-Interviews veröffentlichen.

Daniel Haida (Stabilo) zum Aufbau der Comic-Community-Plattform Toonity.de

Die Community-Plattform Toonity.de ist im Rahmen eines CRM-Projektes entstanden. Das Ziel der Plattform besteht darin, zeichenaffine 12-29 Jährige eine Interaktionsplattform zu bieten, in deren Umfeld sich die Marke Stabilo präsentieren konnte. Die Einführung der Plattform wurde sehr strategisch in verschiedenen Phasen unterteilt und geplant. Die Ansprache der Zielgruppe war zudem auf den Teil beschränkt (weibliche 12-19-Jährige), von denen eine sehr hohe Affinität zum Thema gesehen wurde. Die Einführung der Plattform erfolgt mit wenigen Kern-Features, die im weiteren Verlauf der Einführung mit weiteren Featuren ergänzt wurde. Zur Mitgliedergewinnung wurde verstärkt auf Wettbewerbe mit Partnerplattformen gesetzt. Verschiedene Mehrwert-Inhalte (Zeichentutorial etc) dienten als Incentives für die Teilnahme. Incentives (Verlosung von Stiften) wurden auch für das Empfehlungsmarketing eingesetzt. Mit diesen Maßnahmen konnten seit Januar 2008 ca. 10.200 Mitglieder gewonnen werden, was über den Erwartungen liegt, aber noch nicht als "Erreichung der kritischen Masse" gesehen wird.

Eric Hofmann (Sony Music) zum Aufbau von Artist-Communitys

Mit der Artist-Community hat Sony den Anspruch "Features & Vorteile einer offiziellen Artistsite, einer Fansite, eines Streetteams und eines Social Networks in einem System" bereitzustellen. Dabei soll die Artist-Community folgende Grundidee unterstützen: "Fans kennen und sind ihrem Star ein Stück näher." Der Aufbau erfolgt in der Regel wie folgt: "Jeder Artist hat Fans, der eine mehr der andere weniger. Unter allen Fans gilt es zunächst die Multiplikatoren zu finden und diese gezielt anzusprechen. Diese User erzeugen wertvollen Content (News, Bewertungen, Reviews, Fotos etc.) und stoßen Diskussionen an bzw. halten sie am Laufen. Danach kommt die Wachstumsphase. Diese beginnt sobald die Community eine kritische Größe erreicht hat um selbständig überlebensfähig zu sein. Der Fokus liegt hier vor allem in der Intensivierung der Beziehungen der Mitglieder untereinander. Ist eine Community erst einmal etabliert ist es wichtig diese durch permanente Aktionen vital zu halten." Als wichtige Erfolgsfaktoren werden Word-of-Mouth (es bedarf Inhalte, die ein Weitererzählen unterstützen!) und Lokalität (Fan müssen sich auch geografisch finden bzw. identifizieren!). Incentives für die Partizipation wird durch die Belohnung von "Aktivitäten und Engagement unserer Mitglieder mit sogenannten ‘Non-Buyables’, also Dingen die man nicht im Laden kaufen kann", geboten. Zur Bewertung der Community-Anstrengungen meint Eric Hofmann: "Während der Traffic und sämtliche Aktivitäten auf den alten Artist-Websites sehr stark mit den klassischen Marketingaktivitäten korrelierten, sind unsere Web 2.0 Communities ganzjährig aktiv und gut frequentiert. Das liegt nicht zuletzt an einer hohen Besuchertreue und sehr guten Google Rankings."

Christian Müller (SUN) zum Aufbau des Sun Startup Essentials

Das Sun Startup Essentials ist ein kommerzielles Marketing-Programm von SUN, bei dem über ein aktives Engagement in Communitys sowie dem Aufbau von eigenen Web2.0-Kanälen wie Facebook-Gruppe und Twitter-Account Interessierte gewonnen werden sollen. Es stellt also keinen klassischen Community-Aufbau, sondern viel mehr einen interessierten "Zuhörer"- und "Interaktionskreis" für das Engagement-Marketing von SUN dar. Es ist dabei eine klassisches B2B-Relation zu Verantwortlichen in Startups aber auch SUN Hosting/Reselling Partnern sowie Gründer-Initiativen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht der aktive Dialog mit und in der Zielgruppen auf den entsprechenden Plattformen wie auch im Real-Life. Der Erfolg der Maßnahme wird an der Gewinnung von Teilnehmern für das Partnerprogramm (sprich Anmeldungen) gemessen. Im Rahmen des Partnerprogrammes soll es im weiteren Verlauf auch eine eigene Community-Plattform geben. Über dieses aktive Einbringen in die Gespräche der Zielgruppe auf den jeweiligen Plattformen konnte nach Aussage von Christian Müller eine zufriedene Zahl an Neukontakten und Registrierungen für das Partnerprogramm erzielt werden.

Markus Wölflick (GuteFrage.net) zum Aufbau der Q&A-Plattform GuteFrage.net

GuteFrage.net ist eine Frage-und-Antwort-(&A)-Plattform mit Fokus auf qualitativ hochwertige Ratgeberinhalte. Das Projekt wurde im März 2006 als Testballon gestartet und ab Oktober 2006 mit dem intensiven Aufbau der Community richtig losgetreten. Der gezielte Aufbau der Plattform stellt für Markus Wölflick bei Community-Projekten im allgemeinen und speziell für Q&A-Angeboten einen wichtigen Erfolgsfaktor dar - denn das Gelingen unterliegt dem klassischen "Henne-Ei-Problem" (keine Henne, kein Ei; kein Ei, keine weiteren Hennen!): "Nutzer tendieren entweder vermehrt zum Fragen oder fast nur zum Antworten. Erreicht man nicht zügig eine kritische Masse an neuen Fragen und Antworten gleichzeitig, gehen gelangweilte Nutzer wieder weg. Dem Fragesteller fehlen zeitnahe Antworten. Der Typ Antworter will helfen und braucht ständig neue Fragen." Es wurden zum Start PR, Neukundenmarketing, Kooperationen (insbesondere mit Titeln aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) und persönliches Engagement gebündelt eingesetzt - Mailing-Kampagnen erwiesen sich dabei immer noch als sehr erfolgreich. Ferner war das gesamte Team täglich auf der Plattform engagiert - nicht nur einige wenige! "So wuchs die Nutzung von gutefrage.net rasant und bereits im ersten Quartal 2007 wurde die kritische Größe von täglich mehreren hundert neuen Beiträgen überschritten. Seitdem befinden wir uns in Phase 3 – einer Phase kontinuierlichen Wachstums." Inhaltlich wurde versucht ein "fokussiertes und reduziertes Angebot" auf die Beine zu stellen - im Vordergrund sollte die Motivation "Helfen in angenehmer Atomosphäre" unterstützt werden. Auf montäre oder sonstige Incentives wurde bewusst verzichtet. Empfehlungsfunktionen waren bei Start integriert, nach Auffassung von Markus Wölflick kommt es bei der Empfehlung aber eher auf die "erfüllte Zufriedenheit des Nutzers" an - als auf die Feature: "Mitglieder mit großer Leidenschaft für die Plattform und die GF-Community werden immer gerne Wege finden, viral zur Verbreitung der Idee beizutragen". Gutefrage.net hat im letzten AGOF Ranking (Q1 2009) knapp 2,5 Jahre nach Gründung mit über 4 Mio. UU Platz 23 erreicht.

Fazit zum Thema "Community-Aufbau"

Im Juni habe ich ein Seminar zum Thema "Commerce Community" gehalten, wo wir auch über die strategische Bedeutung des "Community-Aufbau" gesprochen haben. Denn bereits in dieser Phase entscheidet sich, ob die Aktivität zum Fliegen kommt oder doch eher "verhungert", weshalb ich Markus Wölflick in seiner Aussage nur unterstützen kann - alle Kräfte (sprich auch alle Personen und nicht nur der dedizierte Community-Manager) in dieser Phase gebündelt auf den Aufbau einzusetzen. Aus der operativen Warte hatte ich im Rahmen des Seminar vier Erfolgspunkte für den Community-Aufbau diskutiert, die zum Teil auch in den Interviews deutlich herauskommen:

  • Pre-Launch: Alpha & Closed + Open Beta => Früher Start der Plattform mit ein paar Kernfunktionen und Kernnutzern. Weitere Entwicklung der Plattform an den Wünschen und Ideen der Kernnutzer!
  • Inhaltliche Begleitung des Community Seeding (Diskussionsforum, Blog, Wiki) - Für eine initiale Reichweite sind natürlich Kooperation wie auch klassische Aktionen a la Mailings immens wichtig; für die Interaktion mit den Nutzer sollte sich das Team aber auch "transparent" geben und den Dialog mit den Nutzern über entsprechende Kanäle wie Blog, Wiki oder Diskussionsforum suchen. Es geht hierbei auch darum, dass die Community nicht als leere Hülle, sondern als Projekt eines Teams von Personen wahrgenommen wird.
  • Einladung von passionierten Nutzern (mit hohem Potential für die Funktion des Catalysten) -Catalysten sind nach Rod Beckström die Multiplikatoren zu einem Thema - sprich die Themen-Gurus oder Service-Afficionados, die es da draussen schon gibt. Die müssen identifiziert und in die Gruppe geholt werden, damit das Projekt Glaubwürdigkeit und Expertise (sowohl in dem Output als auch im Feedback) erhält.
  • Nicht-monetäre Incentives bieten - dies können die "Non-Buyables" wie bei Sony aber auch Features wie die Share-Funktionen bei Toonity (mit denen die Comics auf eigenen Seiten oder in Social Networks gepublisht werden könne und damit der Nutzer sich promoten kann!)

Das Thema "Community-Aufbau" ist und bleibt damit ein spannendes Thema für alle Web 2.0 Aktivitäten und wir freuen uns auf die weitere Diskussion zu diesem Thema hier im Blog.

Die vollständigen Interviews lassen sich hier einsehen: PDF auf SlideShare

Comments (8) Posted by Bjoern Negelmann on Friday, August 21st, 2009

Social Media Guidelines: Mehr Sicherheit für Mitarbeiter und Reputationsschutz

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Immer mehr Mitarbeiter bewegen sich nicht mehr nur privat, sondern auch geschäftlich auf Social-Media-Plattformen. Dies führt nun zu den Social Media Guidlines. Amerikanische Konzerne wie Intel machen es vor und deutsche Unternehmen bald nach. Feste Richtlinien, die den Angestellten konkret vorschreiben, was bei der Kommunikation im Web beachtet werden muss, sobald die Themen Arbeitsplatz und das Unternehmen selbst ins Spiel kommen.

Regeln wie die klare und deutliche Formulierung, dass die Meinung als Mitarbeiter stets die eigene ist und nicht die des Unternehmens sind Inhalt dieser “Guidelines”. Wichtig ist es, den Mitarbeitern klar zu machen, dass jedes Verhalten natürlich auf das Unternehmen zurückfällt, sobald die Stellung offensichtlich wird. Jedoch gibt es nicht nur Vorschriften, sondern auch Tipps “von oben”. Zum Beispiel wie mit negativem Feedback umgegangen werden kann oder wer im Unternehmen der Ansprechpartner im Umgang mit Online Plattformen ist.

Zwar ist das Interesse deutscher Firmen an Social Media Guidelines noch gering. Man kann sich jedoch nicht ewig verschließen. Sicherheit für die Mitarbeiter und Schutz vor Image- und Reputationsschäden sind heutzutage wichtige Benefits.

Oliver schiffers

Am kommenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT erklärt Oliver Schiffers von Sapient alles rund um “Social Media Guidlines”. In seinem Workshop am 16. September klärt er nicht nur ob, sondern auch wie, diese Richtlinien individuell für das Unternehmen definiert werden können.

Comments (3) Posted by sk on Thursday, August 20th, 2009

Zum Umgang mit den „Geschichtenerzählern“ - Interview mit Mark Heising und Jörg Leupold

Ein weiteres spannendes Interview aus der Reihe der Referentenmeinungen zum PR 2.0 FORUM. Hier habe ich nun Mark Heising und Jörg Leupold, beide Weber Shandwick, interviewt - eigentlich mit getrennten Fragen, die sie mir dann aber kurzerhand zusammengeworfen und zusammen beantwortet haben. Die Antworten sind aber deswegen nicht minder interessant.

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Comments (3) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 19th, 2009

PR 2.0 ist immer “beta” - Interview mit Tapio Liller

Hier ein schon lange in der "Backröhre" liegendes Interview mit Tapio Liller von Oseon Communications . Er ist Ideengeber und Konferenzpartner zum PR 2.0 FORUM , daher bildet natürlich seine Meinung zum Thema "Wandel der PR im/durch Web 2.0" auch den Ausgangspunkt für interaktive Programm - wie es dann letztendlich realisiert wurde .

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Comments (4) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 19th, 2009

Unsere Wochenumfragen und ersten Ergebnisse

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twtpoll

“Was ist das wichtigste Merkmal für eine erfolgreiche Community?” war unsere erste Wochenumfrage bei twtpoll. Die Mehrheit stimmt für einfache Partizipationsmöglichkeiten. Features wie Comment und Like Funktionen in Facebook sind beliebt und regen zum aktiven Mitmachen an. Zudem sollen Communities und Social Networks offen, einbeziehend und transparent sein sowie gleichermaßen gewünscht einen oder auch meherer Themen-”Gurus” aufweisen, mit denen sich die Community identifiziert. So die Mehrzahl der Stimmen.

In unserer zweiten Frage haben wir das Social Media Thema “Paid Content” der letzten Woche aufgegriffen: “Würden Sie bezahlen?”
Die Antworten waren mehr als eindeutig. Man zahlt immer noch gerne, solange ein klarer Nutzen im Gegenzug geboten werden kann. Qualität hat einen Preis, der auch bezahlt werden würde.

Bei unserer neu gestarteten Wochenumfrage auf twtpoll zählt jede Stimme. Diese Woche stellen wir die Frage: “Welche Bedeutung hat das Schlagwort Marketing 2.0 für Sie?” Voten Sie mit!

Comments (0) Posted by sk on Wednesday, August 19th, 2009

Kostenpflichtige Inhalte, Kannibalisierung und die Konfrontation mit Amazon

Der US-Medienkonzern News Corporation ist wieder im Gespräch. Multimilliardär Rupert Murdoch möchte im nächsten Jahr auf allen seinen News-Seiten kostenpflichtige Inhalte anbieten. Qualtitäts-Journalismus kann einen Preis fordern:

“Quality journalism is not cheap and an industry that gives away its content is simply cannibalizing its ability to produce good reporting. The increase we have seen in our Wall Street Journal subscriptions since we acquired the paper proves to me that the market is willing to pay for that quality without any special market.”

Zwei verschiedene Bezahlmodelle soll es zur Auswahl geben. Ein jährliches Abonnement oder geringe Einmal-Zahlungen pro Artikel:

“Right now we are working with software, hardware, and other publishers within the industry to develop a model that works for consumers. Beyond the economics, it is crucial we maintain a direct relationship with our customers. I think that we all are working on different models at the moment, but we’re certainly satisfied that we can produce significant revenues, or we’re very hopeful we can build significant revenues from the sale of digital delivery of newspapers, news content.”

Kritiker behaupten, dass dies vielleicht für Titel wie das Wall Street Journal ein Ausweg sein könnte. Titel wie die SUN können jedoch keinen Qualitäts-Journalismus vorweisen, der eine Bezahlung rechtfertigen würde.

Das weiß auch ein Rupert Murdoch und versucht sich deshalb auch auf dem Markt der E-Readers. Gespräche mit Sony werden aktuell geführt. Diese haben offiziell zwei neue E-Book-Reader vorgestellt. Ab Ende August werden diese auf dem US Markt erhältlich sein. Die Preise hat Sony schon für ihren Konkurrenten Amazon angepasst.

Comments (1) Posted by sk on Thursday, August 6th, 2009

Public Engagement als Zieldimension für PR 2.0 - Interview mit Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

In Vorbereitung zum PR 2.0 FORUM freue ich mich, heute noch ein weiteres Interview mit einem unserer Referenten publizieren zu können. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Head of Social Media Europe und Chief Blogging Officer bei Edelman Digital, war so freundlich, mir seine Sichtweise auf die PR 2.0 Thematik zu beantworten. Er spricht dabei von “Public Engagement” als Hauptgegenstand der PR-Aktivitäten im Social Media Umfeld.

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Comments (12) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 5th, 2009

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