notizblog - Weblog der Social Web WORLD

Archive for the 'Event' Category...

Teamarbeit und Vertrauen

Es gibt wohl etliche Zielgruppen, die man in der Internet-Welt sicherlich immer noch als speziell und schwierig bezeichnen darf. Dazu zähle ich persönlich Lehrer, allgemein Beamte, Sekretärinnen und sicherlich auch Glaubensgemeinschaften.

Evangelisch.de ist ein publizistisches Portal mit eigenem Community-Bereich, das schon vor einem Jahr begonnen hat, nicht nur tagesaktuelle Nachrichten aufzugreifen, sondern auch eine Plattform und Anlaufstelle für Christen zu sein. Schwierig, stelle ich mir die Aufgaben eines Community Managers für diese Plattform vor. Aufklärungsarbeit sowie Seelsorge sind wahrscheinlich an der Tagesordnung. Das Portal ist schließlich nicht kommerziell.

Tom Noeding ist Community Manager von evangelisch.de. Wie sein Tagesablauf wirklich aussieht, welches seine persönlichen größten Herausforderungen als Community Manager sind und welchen wesentlichen Erfahrungen er durch seine Position sammeln durfte, beschreibt er uns nicht nur in einem kurzen Interview, sondern auch ausführlich auf dem diesjährigen Community & Marketing 2.0 SUMMIT in Hamburg.


Sevenload Direkt

Comments (2) Posted by sk on Tuesday, July 6th, 2010

Communities im Überblick: Business Communities

Das Internet wächst und wächst und damit auch das Angebot an Communities und sozialen Netzwerken. Für jedes Interesse, Hobby, egal für welchen Job, welches Geschlecht, welche Nationalität, Religion oder Weltanschauung, für einfach alles gibt es in der heutigen Zeit ein Auffangbecken.

Wenige haben sich bis heute die Mühe gemacht diese zu kategorisieren und aufzulisten. Bei der Vielzahl verständlich. Doch da der Überblick verdammt interessant ist, möchte ich es doch versuchen. Stück für Stück möchte ich zu jeweiligen übergeordneten Kategorien alle bekannten und hoffentlich auch weniger bekannten Communities und Netzwerke zusammentragen und bitte darum um aktive Mithilfe: Wer passende Communities hinzufügen möchte, kann dies gerne in den Kommentaren anfügen. ich werde mich bemühen diese nachzutragen.

So kommen wir zur ersten Kategorie:

Business Communities

Comments (1) Posted by sk on Wednesday, May 26th, 2010

Community-Macher: Eva Maria Goldmann, monster.de

1.) Wie heißen Sie und was machen Sie?

Name: Eva Maria Goldmann
Ich bin für den strategischen und inhaltlichen Ausbau und Vermarktung der Monster Community verantwortlich. Zusätzlich bin ich verantwortlich für die Vernetzung der Monster Community im Social Media Bereich.

2.) Welche Communities betreiben Sie bzw. haben Sie mit aufgebaut?
  • Jobpilot Community (von 2000 bis 2005)
  • Monster Community (ab 2005)
3.) Welche Bedeutung haben nach Ihrer Meinung Community-Konzepte fr das Online-Wesen und warum?

Communites repräsentieren das ganz normale soziale Leben von offline im Internet: Menschen mit gemeinsamen Interessen finden sich zusammen, tauschen sich aus und befreunden sich (wenn es gut läuft).

4.) Welche Communities finden Sie spannend und warum? (max. 1 Eigennennung!)

Natürlich meine Monster Community :-) Xing, auch wenn man sich darber streiten kann, ob es ein Netzwerk ist oder eine Community und ob es einen Unterschied dazwischen gibt und wenn ja welchen.

5.) Was sind fr Sie die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren guter Communities?
  • Ein kompetentes Community-Management, jemand der inhaltlich und strategisch hauptberuflich verantwortlich ist, weil sonst die Faktoren 2 & 3 nicht greifen.
  • Sie müssen lebhaft sein und dafür ausreichend engagierte Mitglieder haben.
  • Communities mssen sich um ein Thema drehen, was die Menschen wirklich berührt, sonst bleiben die User nicht lang genug.
6). Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptaufgaben eines Community-Managers?

Das Community-Management ist die Seele der Community! Der Community-Manager ist verantwortlich für Aus- und Aufbau der Community, für deren strategische Ausrichtung und Vermarktung, für die Regeln an die sich die User und auch er selbst innerhalb der Community halten sollen und für die Einhaltung derselben und damit für den Umgang der User miteinander und Stimmung innerhalb der Gruppe. Je nachdem wie die Community ausgerichtet ist, ist er ebenfalls für die Themen der Community verantwortlich.

7.) Was ist für Sie der kritischste Punkt im Lebenszyklus einer Community und wie ist dieser zu handhaben?

Der Anfang ist der kritischste Moment, da gilt es die User zu begleiten, zu begeistern und neue User zu gewinnen. Ebenfalls kritisch sind jede Systemwechsel, diese gilt es mit klarer transparenter Kommunikation unter Einbindung der User zu vollziehen.

9.) Bitte geben Sie uns drei Schlagworte, welche fr Sie die Treiber zuknftiger Community-Entwicklungen kennzeichnen?
  • Sozial kompetent
  • Neugierig
  • Technik begeistert

Dieses Profil ist Teil unsere Serie Community Macher

Comments (1) Posted by sk on Friday, May 7th, 2010

Community-Macher: Tom Noeding, evangelisch.de

1.) Wie heißen Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Tom Noeding. Ich arbeite seit April 2009 als verantwortlicher Community Manager für evangelisch.de, das neue Nachrichtenportal und Social Network der Evangelischen Kirche in Deutschland.

2.) Welche Communities betreiben Sie bzw. haben Sie mit aufgebaut?
  • tresurbain (1996)
  • www.bewegungsmelder.de (2001)
  • www.moli.com (2008)
  • www.evangelisch.de (2009 bis heute)
3.) Welche Bedeutung haben nach Ihrer Meinung Community-Konzepte für das Online-Wesen und warum?

Seit den Anfangstagen des WWW bilden Communities in ihren vielfältigen Erscheinungsformen eine wesentliche Grundlage für soziale Partizipation und demokratische Willensbildung in der modernen Netzgesellschaft. In fast zwei Jahrzehnten haben wir viel über die Ausformungen des Selbst in der digitalen Welt erfahren und uns zuweilen exzessiv darin ausgetobt. Communities haben uns aber nicht nur neue und erweiterte Möglichkeiten zu zwischenmenschlicher Interaktion aufgezeigt, sondern gleichzeitig deren Grenzen (Privatsphäre, Datenschutz etc.). Mit dem Aufkommen der grossen Social Networks ist es jetzt in zunehmendem Maße schwieriger und finanziell aufwendiger geworden, die eigene “kritische Masse” zu erreichen. Davon bleiben heute selbst Communityprojekte, die im Sinne einer Long-Tail-Strategie eine enge Nische ansprechen, nicht verschont.
Wir sollten Communities nicht länger mit Social Networks in einen Topf werfen. Facebook ist keine Community sondern eine soziale Vernetzungsplattform. Das geht ja schon aus der Bezeichnung hervor. Social Networks agieren vom Prinzip her wie klassische Application Service Provider. Dagegen verfolgen Communities einen grundlegend anderen Ansatz. Deren Mitglieder gruppieren sich um gemeinsame Interessen und pflegen vorrangig einen themenbezogenen Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Gut geführte Communities wirken identitätsstiftend.
Während Social Networks hauptsächlich von Menschen mit einer vergleichsweise niedrigen Aufmerksamkeitsspanne genutzt werden und diese sogar noch befördern, sind Communities vorallem ein Feld für die sogenannten “Long Attention Spanners” (vgl. Mark J. Penn, microtrends, 2007). Anders als die hyperaktiven Social Networker sind die LAS auf einer völlig anderen “Wellenlänge” unterwegs. Und das ist keine Frage des Alters sondern des Anspruchs. Nicht der kurzweilige Zeitvertreib auf Youtube oder die permanente Ablenkung durch Twitter-Banalitäten fordern diese Zeitgenossen heraus. Sie suchen vielmehr den vertieften Diskurs mit Gleichgesinnten, die ihnen auch inhaltlich das Wasser reichen können. Für solche Menschen werden Communities auch in Zukunft eine adäquate Alternative darstellen.

4.) Welche Communities finden Sie spannend und warum? (max. 1 Eigennennung!)
  • wacken.de - Das Forum vom Wacken Open Air Festival ist in vielerlei Hinsicht eine Community der Superlative, denn sie ist nicht nur die älteste und bekannteste sondern zugleich die grösste Online-Gemeinschaft für Heavy Metal Fans weltweit! Besonders beeindruckend ist der Aspekt, dass die Community auf einer extrem veralteten Forenplattform läuft und die Mitglieder selbst der kleinsten Optimierung extrem kritisch bis ablehnend gegenüberstehen. In ihrem bahnbrechenden Werk “The One to One Future” von 1996 hob das Autorenteam Peppers & Rogers die enorme Wichtigkeit einer glaubwürdigen und gleichzeitig nachhaltigen Kundenbeziehungspflege hervor, was sie in dem Satz “Relationships are not built on technology” manifestierten. Die Community auf Wacken.de bestätigt dies auf eindrucksvolle Weise.
  • jesus.de - Mit 120.000 registrierten Mitgliedern ist jesus.de die grösste konfessionsübergreifende Community für Christen in Deutschland. Insbesondere die Betreiber von religiösen und weltanschaulichen Communityangeboten können viel von jesus.de lernen.
5.) Was sind für Sie die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren guter Communities?

Um seine Erfolgsfaktoren zu ermitteln, muss man zuerst die richtigen Fragen stellen:

  • Wozu gibt es uns? Wen wollen wir wie erreichen? Eine positive Zukunftsvision mit daraus abgeleiteten Zielen, die gleichermaßen motivierend nach innen wie aussen wirken.
  • Wer interessiert sich überhaupt für uns? Klarheit über die Milieus, die man erreichen will. Das setzt natürlich ein vertieftes Verständnis der Gefühlswelten und Lebensgewohnheiten der anvisierten Nutzerschaft voraus. Anders gesagt: Wenn ich Bäcker bin, sollte ich keine Metzgerei aufmachen.
  • Wie können wir ständig besser werden? Die permanente und konsequente Optimierung der Community unter radikaler Einbeziehung der eigenen Mitglieder. Das ist gleichzeitig die grösste Herausforderung.
6). Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptaufgaben eines Community-Managers?

Da benutze ich gerne die Gartenmetapher, denn ein Community Manager hat viel mit einem Gärtner gemeinsam.

  • Planen = Grundkonzeption (technisch/inhaltlich), Zielgruppenbestimmung, Marketingstrategie, Budgetierung
  • Anlegen = Mitgliedergewinnung, Promoten, Projektmanagement (intern/extern)
  • Pflegen = Moderation, Community-Events, Moderatoren-Workshops, Strukturen aufbauen, Prozesse und Beteiligungssysteme optimieren (z.B. Mitgliedergremium anregen/etablieren), Konfliktmanagement, Community auch auf technischer Ebene weiterdenken.

Handelt es sich bei der Community im übertragenen Sinne um einen “Nutzgarten”, dann kommt noch eine weitere Aufgabe hinzu:

  • Ernten = Mitentwicklung und Einführung von community-verträglichen (!) Erlösmodellen
7.) Was ist für Sie der kritischste Punkt im Lebenszyklus einer Community und wie ist dieser zu handhaben?

Starkes Mitgliederwachstum in sehr kurzer Zeit kann problematisch werden. Wachstum lässt sich organisieren indem man frühzeitig damit beginnt, seine Community hin zu mehr Selbstverwaltung zu führen. Dies kann beispielsweise durch die Etablierung eines Mitgliedergremiums (Beirat) erreicht werden. Community Management ist parallelisierbar! Dies setzt allerdings voraus, dass man seinen Mitgliedern genügend Vertrauen entgegenbringt und auch selbst loslassen kann. Das ist nichts für Kontrollfreaks. Wenn jedoch zu einem früheren Zeitpunkt bereits Vertrauen verspielt wurde oder wenn eine Community noch nicht lange besteht, kann ein solches Unterfangen auf starke Skepsis bei den Mitgliedern stossen. Dann muss man dem Ganzen etwas mehr Zeit geben.

8.) Bitte geben Sie uns drei Buch- oder Beitragsreferenzen, die für das Community-Management relevant sind?
  • Amy Jo Kim - Community Building (2001)
  • Patrick O’Keefe - Managing Online Forums (2008)
  • Jono Bacon - The Art of Community (2009)
9.) Bitte geben Sie uns drei Schlagworte, welche für Sie die Treiber zukünftiger Community-Entwicklungen kennzeichnen?
  • Mobiles Web
  • Das Nachrücken des Public Sectors (NPO, NGO, Kirchen)
  • Konsequent themenspezifische Nischencommunities (”Spitz in die Breite”)
10.) Bitte nennen Sie uns drei Community-Macher oder -Evangelisten, die für Sie herausragend sind?
  • Jono Bacon, Community Manager Ubuntu/Canonical (USA)
  • Eva-Maria Goldmann, Community Managerin Jobpilot/Monster.de
  • Silke Schippmann, Community Managerin Qype, vormals XING

Dieses Profil ist Teil unsere Serie Community Macher

Comments (1) Posted by sk on Thursday, May 6th, 2010

Die Marke und ihr großer Schatten im Netz - Antony Mayfield beim Community & Marketing 2.0 SUMMIT in Hamburg

War Reputationsmanagement früher vor allem für Stars und Sternchen, Politiker und große Marken unvermeidbar, ist es doch nun für jedermann wichtig geworden. Ist doch für jeden von uns die erste Anlaufstelle bei Recherchen, sei es über den neuen Kollegen oder über ein neues Produkt, das manchmal unüberschaubare Internet.

Fast täglich bewegen wir uns in diesem weltweiten Netz und hinterlassen dank Google und sozialen Netzwerken wunderbare Spuren, die nicht nur von professionellen Spurenlesern einfach gefunden werden können.

Diese Summe dieser Online Präsenz kann dann sowohl positiv aber auch negativ ausfallen. Insbesondere bei der Suche nach einer neuen Position oder, wenn schon prominent, die Medien und die, die sich dafür halten, deine Vergangenheit durchleuchten wollen. Musste man sich früher hierüber nicht viele Gedanken machen, so ist es heute einfach fatal, den Spuren ihren eigenen Lauf zu lassen und zu hoffen, dass das Internet die eigene Person wie erhofft abbildet. Missverständnisse sind immer zwangsläufig. Ein Ruf ist schnell zerstört und an einer Karriereleiter auch leichter gesägt. Der Jäger wird im Internet ohne große Mühen zum Gejagten.

Antony Mayfield, Senior Vice President, Social Media, bei iCrossing UK, einer Digital Marketing Agentur, hat sich mit diesem Thema auseinander gesetzt und seine Ergebnisse in einem Buch zusammengefasst. In “Me and My Web Shadow” erklärt er nicht nur das Social Web, sondern erklärt, wie man diesen Schatten finden und managen kann. Konkrete Handlungsweisen machen verständlich, wie man sich nicht nur geschäftlich und privat im Netz schützen, sondern auch die gebotenen Möglichkeiten ausschöpfen kann.

Am 29. September wird Antony Mayfield diese Erfahrungen und Erkenntnisse nicht nur in Deutschland präsentieren, sondern für den Community und Marketing 2.0 SUMMIT auf die Unternehmen anwenden. In seiner Keynote erklärt er nicht nur wie wichtig Reputationsmanagement für jedes Unternehmen ist, sondern gibt Tipps, welche Plattformen wirklich wichtig sind und wie die Marke im Web gefunden und verstanden werden kann.

Comments (1) Posted by sk on Wednesday, May 5th, 2010

Community-Macher: Nico Zorn, produki

1.) Wie heißen Sie und was machen Sie?

Mein Name ist Nico Zorn und ich bin Mitgründer des Produkt-Wikis produki (http://www.produki.de ). Darüber hinaus bin ich Partner bei der auf Online Business Development spezialisierten Unternehmensberatung Saphiron GmbH (http://www.saphiron.de ).

2.) Welche Communities betreiben Sie bzw. haben Sie mit aufgebaut?

Ich habe die Community produki.de ( http://www.produki.de ) mit aufgebaut und moderiere außerdem die XING Internet Marketing Gruppe mit aktuell rund 24.000 Teilnehmern (https://www.xing.com/net/internetmarketing ).

3.) Welche Bedeutung haben nach Ihrer Meinung Community-Konzepte für das Online-Wesen und warum?

Communities haben eine sehr hohe Bedeutung, was sich nicht zuletzt in dem rasanten Wachstum von Facebook widerspiegelt. Bezogen auf das Online-Marketing gehe ich davon aus, dass Social Media Marketing einen ähnlich hohen Stellenwert wie heute das Suchmaschinen-Marketing einnehmen wird.

4.) Welche Communities finden Sie spannend und warum? (max. 1 Eigennennung!)

Es gibt diverse Communities, die - jenseits des aktuellen Social Media Hypes - seit Jahren erfolgreich am Markt sind und ein gut funktionierendes Geschäftsmodell haben. Beispielhaft kann hier Fotocommunity.de (http://www.fotocommunity.de) und Chefkoch.de ( http://www.chefkoch.de ) genannt werden.

5.) Was sind für Sie die drei wesentlichen Erfolgsfaktoren guter Communities?
  • Nutzen: Die Community sollte einen klaren Nutzen bieten und kein Selbstzweck sein - an diesem Punkt scheitern aus meiner Sicht viele Brand Communities.
  • Eindeutige Positionierung: Die Zielgruppe der Community sollte möglichst spitz formuliert werden, denn für ein weiteres “Mainstream Social Network” ist neben Facebook und Co. definitiv kein Platz mehr.
  • Einfachheit: Ein reduzierter Funktionsumfang kann maßgeblich zum Erfolg einer Community beitragen.
6). Was sind Ihrer Meinung nach die Hauptaufgaben eines Community-Managers?

Ein Community Manager sollte für die Mitglieder da sein, wenn es zu Problemen kommt. Dazu gehört natürlich auch, dass er bei Bedarf moderierend eingreift. Darüber hinaus sollte der Community Manager auch neue Entwicklungen / Features kommunizieren und auf Vorschläge und Kritik der Community eingehen.

7.) Was ist für Sie der kritischste Punkt im Lebenszyklus einer Community und wie ist dieser zu handhaben?

Ich glaube nicht, dass es “den einen” kritischen Punkt gibt. Ein Problem kann beispielsweise dann auftreten, wenn ein kleiner (aber lauter ;-)) Teil einer Community Veränderungen wie beispielsweise neue Vermarktungsformen ablehnt, während ein Großteil der Nutzer damit kein Problem hat.
Grundsätzlich halte ich es für wichtig, Nutzer frühzeitig in die Entwicklung mit einzubeziehen und dabei nicht nur auf die Power-User, sondern auch auf die vielen “stilleren” Nutzer einzugehen.

8.) Bitte geben Sie uns drei Buch- oder Beitragsreferenzen, die für das Community-Management relevant sind?
  • Buch: The New Community Rules (Tamar Weinberg & Colleen Wheeler)
  • Blog: Facebookmarketing.de
  • Buch: Tribes (Seth Godin)
9.) Bitte geben Sie uns drei Schlagworte, welche für Sie die Treiber zukünftiger Community-Entwicklungen kennzeichnen?

Facebook, bzw. Facebook Connect

  • Facebook, bzw. Facebook Connect
  • Mobile Internetnutzung
  • Location Based Services und Augmented Reality
10.) Bitte nennen Sie uns drei Community-Macher oder -Evangelisten, die für Sie herausragend sind?
  • Jimmy Wales
  • Mark Zuckerberg
  • Seth Godin

Dieses Profil ist Teil unsere Serie Community Macher

Comments (9) Posted by sk on Tuesday, May 4th, 2010

Community Macher - Profilserie bietet viele Meinungen

Im Vorfeld zum kommenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT am 29. und 30. September 2010 in Hamburg haben wir eine Profil-Serie deutscher und internationaler “Community-Macher” gestartet. Community-Macher sind hierbei sowohl Community Manager als auch Community Experten, die entweder eigene Communities führen oder Communities aufgebaut haben.

Anhand von 10 Fragen möchten wir kritische Punkte, wie die Erfolgsfaktoren guter Communities, die Aufgaben eines Community Managers sowie branchenrelevante Experten und Meinungen in Profilen sammeln und somit zusammenfassen.

Allgemeine Tendenzen sind hierbei schon nach nur vier Profilen sichtbar. So sind sich grundsätzlich alle Macher über die Erfolgsfaktoren guter Communities einig und pendeln sich auf eine Mindestanzahl von Usern, den Aktivitätsgrad und einen eindeutigen Mehr- bzw. Nutzwert ein.

Worin aber die Aufgaben eines Community Managers wirklich liegen, darin scheiden sich immer noch die Geister und Meinungen gehen weit auseinander.

Die gesamten Ergebnisse aus den einzelnen Profilen erwarten wir daher mit viel Spannung.

Comments (10) Posted by sk on Monday, May 3rd, 2010

Community-Macher: Maria Sipka, Linqia

1.) Who are you and what are you doing?

I’m a mad passionate online community evangelist. My vision is to see more thriving online communities jammed packed with valuable content, highly engaged members and motivated community managers. I’m building an online marketplace that helps brands and agencies identify, connect and engage with many communities via the community manager. We’re aiming to establish direct relationships with over 200,000 online communities and groups across 100 social networks reaching 250 million + people globally.

2.) Which communities are you operating or have you helped to build up?

My very first online community was Global Business Women on XING which I started to help female members learn how to network online in a safe and trusted environment. It now has over 15,000 members globally. With limited time, today I run two communities including The Moderator Community - a resource rich gateway for community managers, enthusiasts and experts and Influencer Marketing which is a small group on LinkedIN helping media professionals understand how to reach and engage with online communities. I’ve helped build up many online communities over the past 5 years including Amazing Dreamers, Netweaving, IBM connection, YPO, Passion Networks, Business Fights Poverty and many more.

3.) In your opinion, what is the impact of community concepts for the online world and tell?

From a social perspective, online communities have the capability to transform governments, policies, social structures, education, health and well being. Today, people spend on average 27% of their time in online communities as apposed to 4,6% searching. It takes seconds to join an online community and regardless of where you live, how much money you have, what you own or who you know, you can share and be heard. Now imagine mobilizing many like-minded communities. I believe the world is yet to see the true impact of online communities as the masses start to participate and spend increasing amounts of times gathering in places that matter to them most.

4.) What are your favourite communities and why? (only one of your own ones!)

I spend most of my time searching for people and content related to Linqia. Hence, I’ll hang out in LinkedIN, XING, Flickr, Slideshare, Delicious and the The Moderator Community. I love the TED community mainly for the content and reading people’s opinions and I often find myself in The Funded to learn about the perils of fund raising.

5.) Please name three success factors of a good community and tell us why?

It’s quite simple. First and most important, a passionate, active and brilliant community manager who adds life into the community. Second, the content needs to be relevant, engaging and worth while to give attention too. And lastly, a good search tool that helps members find content and people.

6.) What are the main challenges of a community manager?

By far, the biggest challenge is activating and engaging members. We often hear from community managers the same dilemma of having a quantity of members in their communities and very little activity.

7.) What is the most critical point during the life cycle of a community and how can you handle it?

The point where communities need to re-invent themselves or add fresh air is the most critical point. Similar to how a restaurant needs to add new items to their menus, communities need to do the same. Listening to your members and asking them what is important to them is the first place to start and then implementing change progressively builds loyalty and trust.

8.) According to the relevance for a community manager, could you name three books or articles?

Here’s a list of 1698 resources in The Moderator Community categorized and powered by a good search tool.

9.) Please name three buzzwords characterizing drivers of future community development?
  • Branded communities. (most companies and organizations are joining the community band wagon)
  • Resonance. (thanks to Twitter)
  • Monetization. (So we invest hours and hours into our communities. Is it OK to make money?)
10.) In your opinion, which community maker or evangelist is outstanding?

Seth Godin totally gets it! And understands how communities can be commercially viable.

Dieses Profil ist Teil unsere Serie Community Macher

Comments (3) Posted by sk on Monday, May 3rd, 2010

Community Krisenmanagement

Zur Vorbereitung und Planung des kommenden zweiten Community & Marketing 2.0 SUMMITs am 29. und 30. September in Hamburg, habe ich unsere Videoaufzeichnungen des vergangenen SUMMITs mal wieder durchstöbert und möchte Stück für Stück interessante Beiträge posten.

Aufgrund der Aktualität, z. B. Nestlé versus Greenpeace, habe ich zuerst die Open-Space Zusammenfassung zum Thema “Krisenmanagement” herausgepickt, durch die sehr gut aufgezeit wird, mit was und vor allem mit wem man als Community Manager schon im Alltag zu kämpfen hat:

In erster Linie ist eine Auseinandersetzung mit sogenannten Trollen und Flamern unvermeidbar. Trolle sind dabei Forenmitglieder bzw. Autoren, die durch Ihre Beiträge lediglich anecken wollen anstatt der Diskussion beizutragen. Unter dem Begriff Flamer fasst man Spieler, die sich ständig nur beschweren und/oder etwas unfair finden.

Es ist wohl schwer diesen Internetbewohnern aus dem Weg zu gehen. Grundsätzlich empfiehlt es sich jedoch Maßnahmen zur Vorbeugung zu treffen wie klare Guidelines, ein verständlicher Verhaltenskodex und eine aktualisierte Netiquette bereit zu stellen. Auf Vorkommnisse selbst kann man nur konsequent und transparent reagieren, damit Mitglieder die Reaktion des Community Managers oder Moderators auch klar nachvollziehen und begreifen kann.Hilfreich ist sicherlich eine Anonymitätsreduzierung anzustreben, die die Seriösität innerhalb der Gruppe erhöht und die Gruppenbildung stärkt. Diese Gruppenbildung und Seriösität unterstützt “selbstreinigungseffekte” und fördern die interne Regulierung, da meist schon durch die Mitglieder selbst bei Fehlverhalten die Alarmglocken klingeln. Das erspart viel Arbeit.

Eine Sicherung des Problemverlaufs ist unersätzlich und sollte intern gespeichert und zur Verfügung gestellt werden, um aus Vorfällen zu lernen und ähnliche Fälle leichter bearbeiten zu können.

Auch Auswirkungen aus eigenem Antrieb, wie Umstellungen von freien Inhalten auf bezahlte oder technische Angebote, Relaunches oder Mängeln sind im Krisenmanagement zu beachten und ein angemessener Umgang unabdingbar. So sind registrierte Besucher klar von Kurzzeitbesuchern zu unterscheiden.Schlagwort ist hier wieder Transparenz und eine klare Kommunikation von Mehrwerten. Die Möglichkeit unnötige Werbemails zu reduzieren sollte Mitgliedern gegeben werden. Falls technische Lösungen nicht einwandfrei nutzbar sind, können Entschädigungsmodelle konzipert werden. Allgemein ist es ja besser den Nutzer in neue technische Ideen einzubeziehen und sogenannte Poweruser gezielt zu involvieren, z.B. durch die Beta-Phase, die nicht zu kurz sein darf. Eine zentrale Kommunikations-Anlaufstelle, sei es ein Blog oder Unterforum ist dabei unersätzlich.

In jedem Fall ist auch im Krisenmanagement Transparenz das wichtigste Schlagwort, egal in welcher Phase einer Krise. Dazu dienlich ist eine genaue Dokumentation, um nicht nur Feedback zu sammeln, sondern auch verwerten zu können.

Es ist wichtig nicht nur für den Nutzer zu arbeiten, sondern auch mit ihm.

Und hier nun das Video:
Video

Comments (1) Posted by sk on Monday, April 19th, 2010

Erfolgsfaktor zum PR 2.0: geschicktes Strippenziehen!

Wir haben mal unseren Video-Server ausgemottet und auch die Videos zu den vergangenen PR 2.0 FOREN online gebracht. Hier gibt es alle Videos in der Übersicht. Herausgegriffen habe ich dabei noch einmal die Ergebnispräsentation des Open-Space-Workshop und nachfolgend eingebunden:

Video

Die Mitschrift im Detail gibt es im Wiki zum PR 2.0 FORUM.

Ein Aspekt, der in den Diskussionen insbesondere der ersten beiden Gruppen herauskommt, ist, dass sich PR 2.0 aus prozessualer Sicht gar nicht so arg von PR 1.0 unterscheidet. Nur das “Wie es umzusetzen ist?” ist doch sehr unterschiedlich. Denn sowohl im PR 1.0 als auch PR 2.0 sind zum Start erst einmal Beziehungen zu Interessensgruppen aufzubauen - sprich bei PR 1.0 den klassischen “Gatekeepern” und bei PR 2.0 den meinungsstarken “Diskussionsführern”. Während allerdings im PR 1.0 die Adressierung von Themen an die “Gatekeeper” im Rahmen des Rollenverständnis des “Gatekeepers” (hiermit ist gemeint, dass dieser auch nur aktuelle, relevante und interessante Themen sucht!), ist die direkte Adressierung der “Diskussionsführer” nicht empfehlenswert. Das Rollenverständnis hier ist ein “Pull”-Verständnis (sprich der Diskussionsführer bzw. die Masse der Diskutanten greift bzw. greifen Themen eigenständig auf, sofern es für sie interesant ist!). Daher sollte auch nicht versucht werden, Diskussionsthemen zu definieren, sondern “Geschichten” rund um Themen zu stricken, die von den Diskutanten aufgegriffen, weiter-”gestrickt” bzw. -erzählt und genutzt werden können. Dies ist dann ein adaptiver Prozess, der verfolgt und der über die Diskussion auf Augenhöhe mitgestaltet, der aber nicht a priori definiert werden kann. Und hierin liegt dann wieder die Herausforderung bzw. die Erfolgsfaktoren von guter PR 2.0, dass man “geschickt im Hintergrund die Pfäden der Diskussion koordiniert und steuert”.

Falls noch jemand Interesse am kommenden PR 2.0 FORUM am 13. April in Düsseldorf hat - hier geht es zur Anmeldung! Statt dem bisherigen Open-Space zu den “theoretischen” Herausforderungen und Erfolgsfaktoren, werden wir uns diesmal in Arbeitsgruppen mit praktischen Fallstudien beschäftigen und Empfehlungen für Weiterentwicklungen von Social-Media-Aktivitäten realer Firmen entwickeln.

Comments (0) Posted by Bjoern Negelmann on Thursday, April 1st, 2010

Aktuelle Veranstaltungen


notizblog - Weblog der Social Web WORLD is proudly powered by WordPress MU running the trusted network of experts by Kongress Media.
Templating & styles credits: K2
Impressum. Contact. Entries Feed. Comments Feed

235 queries. 0.9270 seconds.