notizblog - Weblog der Social Web WORLD

Archive for the 'Community SUMMIT' Category...

WEBciety 2010 - spannende Themendiskussionen

In nicht einmal zwei Wochen ist es wieder so weit: vom 02. bis zum 06. März findet die diesjährige CeBIT in Hannover statt und damit die zweite WEBciety. Wie im letzten Jahr in Halle 6 finden sich zahlreiche Persönlichkeiten und Unternehmensvertreter ein, um das Internet und vor allem das Web 2.0 vorzustellen und zu diskutieren.

Das Programm ist bereits online und ich habe mich einmal daran gemacht, die interessantesten Themendiskussionen, besonders im Hinblick auf Community Management und Marketing 2.0 auszuwählen:

Create, Share & Monetize - Prinzipien der Netz-Ökonomie, Di 02.03.2010, 10:20 - 11:10 Uhr

Echtzeit-Web & die Aufmerksamkeits-Ökonomie, Di 02.03.2010, 12:40 - 13:30 Uhr

Nutzen der erweiterten Realität des mobile Webs, Di 02.03.2010, 13:50 - 14:40 Uhr

Engagement Advertising - Werbung in sozialen Netzwerken, Di 02.03.2010, 16:10 - 17:00 Uhr

Entwicklungen im Mobile Business, Mi 03.03.2010, 10:20 - 11:10 Uhr

Mechanismen der Netz-Gesellschaft, Mi 03.03.2010, 11:30 - 12:20 Uhr

Beobachtung & Analyse von Social Media, Mi 03.03.2010, 12:40 - 13:30 Uhr

Medien & das Web 2.0, Mi 03.03.2010, 13:50 - 14:40 Uhr

Branded Entertainment - was ist das?, Do 04.03.2010, 11:30 - 12:20 Uhr

Die Zukunft der sozialen Netzwerke, Do 04.03.2010, 12:40 - 13:30 Uhr

Bewegtbild im Netz, Do 04.03.2010, 13:50 - 14:40 Uhr

Einführung in die App Economy, Do 04.03.2010, 16:10 - 17:00 Uhr

Me @ Web - die Person als Marke im Web, Fr 05.03.2010, 11:30 - 12:20 Uhr

In meinen Ohren klingen diese Panels wirklich spannend und ich freue mich dabei zu sein und hoffentlich viel Input für den Community & Marketing 2.0 SUMMIT sammeln zu können. Also, cu@webciety2010!

Comments (2) Posted by sk on Thursday, February 18th, 2010

WebCiety 2010 - Ein Social Media Benefit

Beim Schreiben eines Programmüberblicks für die kommende WebCiety ist mir eines aufgefallen:
Die kommende CeBIT 2010 hat nicht nur für die ICT-Branche viel zu bieten, sondern auch für Social Media Experten, Verantwortliche und vor allem Interessierte. Die WebCiety 2010 bietet eine Plattform, die täglich ein spannendes Social Thema diskutiert. Für alle, die schon am Community & Marketing 2.0 SUMMIT teilgenommen haben oder wollten ist ein Besuch der WebCiety sicherlich ein Benefit:

Vom 02. bis zum 06. März findet die zweite WebCiety im Rahmen der CeBIT 2010 statt. Um den Erfolg des ersten Programms zu wiederholen sind die Planungen bereits in der heißen Phase.

7 übergeordnete Schwerpunktthemen setzen jeden Tag das Programm aus Diskussionen und Vorträgen zusammen, u.a. Social Media, Enterprise Content Management, WebCiety, Branchen und Bitkom.

Experten wie u.a. Sascha Lobo, Joel Berger, Jörg Sadrozinski, Frank Schultheiss, Oliver Gross und Susanne Fittkau diskutieren live alle Aspekte für und gegen das Social Web und die aktuellen Erfahrungen zu Social Media in den Panels Engagement Advertising, Net Influence & Power, Future of Social Networks, Social Media Monitoring, Branded Entertainment, Net Literacy und Me@Web.

Auch das Thema Social Shopping kommt nicht zu kurz, für das wir Jochen Krisch gewinnen konnten.

Mehr wird noch nicht verraten…

WebCiety

Comments (5) Posted by sk on Thursday, December 10th, 2009

Interview mit Ralf Heller zu den Entwicklungen im Social Media Beratungsgeschäft

Am Donnerstag hat die Virtual Identity AG, München, die Übernahme der Knallgrau Multimedia Solutions, Wien, bekannt gegeben. Damit hat eine weitere klassische Online-Agentur einen Social-Media-Spezialisten übernommen, Grund genug um mit Ralf Heller, Vorstand der Identiy AG über die Entwicklungen in diesem Markt ein Interview zu führen.


Sevenload Direkt

Die Frage bleibt für mich dennoch offen - wer hat die besseren Karten für das Social Media Spiel und welche Rolle wird die Berater bei Social Media in Zukunft übernehmen. Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

Comments (11) Posted by bn on Friday, October 23rd, 2009

HamburgWebWeek gestartet - Und die Perle rockt!

Und schon ist die Web 2.0 Woche in Hamburg angebrochen. Wir freuen uns sehr, dass so viele interessante Veranstaltungen zusammen gefunden haben, um eine Woche spannend zu füllen.

Nachdem gestern und heute bereits das Twestival und das E2.0 Luncheon statt gefunden haben, erwartet morgen Web 2.0 Interessierte die ersten Kongresse.

Neben dem Social Media FORUM werden sich morgen über 100 Gäste auf dem PR2.0 FORUM über die neuesten Entwicklungen innerhalb der PR Branche austauschen und die Zukunft diskutieren.

Ebenso lädt Sapient zur Vorstellung der neuen Community-Benchmarking-Studie. Interessant für alle Gäste des Community & Marketing 2.0 SUMMIT, der Mittwoch und Donnerstag Community Management und Marketing 2.0 vereint.

Social Media Interessierte haben die Möglichkeit das Treffen des Arbeitskreises “Digital Relations://Social Media” zu besuchen.

Liebe Mädels aufgepasst, den Dienstag Abend ausklingen lassen kann man im Anschluss beim Girl Geek Dinner!

Wer den Community & Marketing 2.0 am Mittwoch, den 16.09. nicht besuchen kann, ist sehr herzlich auf den BVCM Stammtisch eingeladen, der die Diskussionen des ersten Konferenztages ausklingen lässt.

Am 17.09. findet der zweite Konferenztag des Community & Marketing 2.0 SUMMITs statt. Zudem beantwortet Hamburg@work die Frage, welcher Scoop als nächstes die Medienwelt auf den Kopf stellt.

Wer die Next10 nicht erwarten kann, kann seine Sucht auf dem Next Meetup befriedigen.

Zum monatlichen Treffen finden sich die Mitglieder des Social Media Clubs zusammen, die neue Mitglieder herzlich willkommen heißen.

Wir danken allen Organisatoren und Sponsoren und freuen uns auf eine spannende Woche mit vielen Diskussionen zum TopThema.

Comments (1) Posted by sk on Monday, September 14th, 2009

Social Media Guidelines - fester Bestandteil der Social Media Strategie

Fünf Fragen zu Social Media Governance an Markus Spiller

1. Guten Tag Herr Spiller. Sie sind Group Account Director bei Sapient Deutschland und leiten einen Workshop zum Thema “Social Media Governance” beim bevorstehenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT. Was können wir uns von Ihrem Workshop beim SUMMIT – herunter gebrochen auf drei Stichworte - erwarten?

Die Definition von Kernpunkten einer Social Media Unternehmenskultur
Vorstellung einer Social Media Unternehmensstrategie und
die Entwicklung konkreter Social Media Guidelines

2) Was steckt für Sie hinter der Begrifflichkeit “Social Media Governance”?

Social Governance beschreibt die Strategie und die Kultur, die ein Unternehmen im Umgang mit den sozialen Medien verfolgt. Sie stellt einen Handlungsrahmen für Mitarbeiter und damit ein strategisches Instrument dar.

Es darf nicht verwechselt werden mit einer bloßen Arbeitsanweisung oder -einweisung für Mitarbeiter. Um Social Governance richtig auszuüben, bedarf es eines grundlegenden gemeinsamen Verständnisses aller Mitarbeiter über die Bedeutung und den Wert der sozialen Medien, einer strategischen Vernetzung der Unternehmensbereiche und nicht zuletzt eines festen Platzes in der gelebten Kultur eines Unternehmens.

Social Media Guidelines müssen daher fester Bestandteil der Social Media Strategie des Unternehmens sein.

3) Warum ist das Thema so wichtig?

Das öffentliche Bild, welches ein Unternehmen oder eine Brand hat, wird nicht allein durch Marketingmaßnahmen und Produktqualität definiert. In Zeiten wachsender Mündigkeit des Verbrauchers erwartet er auch von einer Marke eine Kultur und ein tiefgehendes Verständnis für den Dialog in sozialen Medien. Hierzu zählt das Verhalten von Unternehmensmitarbeitern genauso wie der Umgang des Unternehmens mit diesen Kanälen abseits des Marketings.

Social Media Governance und Guidelines bestimmen die Speerspitzen, den Ablauf und die Inhalte der Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden und sind selbst die Umsetzung einer Kommunikationsstrategie.

4) Nun gibt es ja bei der Definition von diesen Spielregeln für die Mitarbeiter im Social Web zwei Möglichkeiten: a) eher reglementierend oder b) wegweisend. Was empfehlen Sie?

Eindeutig wegweisend. Wir empfehlen, Social Media Governance strategisch zu betreiben. Sie muss sowohl auf die Social Media Strategie abgestimmt als auch in die Unternehmensziele und -kultur eingebettet werden. Innerhalb der Social Governance sollten sich zudem funktionale Elemente des Themas selbst wiederfinden, wie etwa die Fähigkeit, das Feedback der Mitarbeiter aufzunehmen, auszuwerten und Social Governance als Dialog zu betreiben.

5) Wie unterstützt Sapient Unternehmen beim Thema “Social Media Governance”?

Sapient bietet Services von der Beratung hinsichtlich Gesamtstrategie, Brand oder Social Media Strategie inklusive Guidelines und Governance, über Workshops und Trainings bis hin zur tatsächlichen Implementierung geeigneter Technologien im Unternehmen. Als internationaler Multichannel Commerce & Marketing Dienstleister bieten wir Kunden zudem maßgeschneiderte Lösungen für ihre speziellen Bedürfnisse.

Comments (2) Posted by sk on Wednesday, September 9th, 2009

Community-Aufbau als strategische Aufgabe begreifen

Im Rahmen unser Aktivitäten zum Community & Marketing 2.0 SUMMIT hatte ich eigentlich der Redaktion von t3n einen "feinen" Artikel zum Community-Aufbau versprochen. Darin sollten Rückschlüsse aus einer qualitativen Befragung einiger Best-Practices vom Event gezogen werden. Leider ist das im Zuge meines Adhoc-Projektmanagements "hinten runtergefallen", wofür ich mich hier erstmal bei @stimpmania entschuldigen muss. Nun haben wir (bzw. Steffi aka @steffi_k ) allerdings unsere Befragungen durchgeführt, wo sich insgesamt vier Ansprechpartner zum Teil sehr ausführlich zum Thema geäußert haben - was mich doch etwas in Zugzwang bringt. Da nur ich als "Men in the Middle" nicht sauber funktioniert habe, will ich nun den Bemühungen von Daniel Haida (Stabilo) , Eric Hofmann (Sony Music) , Christian Müller (SUN) und Markus Wölflick (GuteFrage.net) noch einmal Rechnung zollen und ihre Anworten zur Frage hier in Zusammenfassungen sowie einem verlinkten PDF mit den Komplett-Interviews veröffentlichen.

Daniel Haida (Stabilo) zum Aufbau der Comic-Community-Plattform Toonity.de

Die Community-Plattform Toonity.de ist im Rahmen eines CRM-Projektes entstanden. Das Ziel der Plattform besteht darin, zeichenaffine 12-29 Jährige eine Interaktionsplattform zu bieten, in deren Umfeld sich die Marke Stabilo präsentieren konnte. Die Einführung der Plattform wurde sehr strategisch in verschiedenen Phasen unterteilt und geplant. Die Ansprache der Zielgruppe war zudem auf den Teil beschränkt (weibliche 12-19-Jährige), von denen eine sehr hohe Affinität zum Thema gesehen wurde. Die Einführung der Plattform erfolgt mit wenigen Kern-Features, die im weiteren Verlauf der Einführung mit weiteren Featuren ergänzt wurde. Zur Mitgliedergewinnung wurde verstärkt auf Wettbewerbe mit Partnerplattformen gesetzt. Verschiedene Mehrwert-Inhalte (Zeichentutorial etc) dienten als Incentives für die Teilnahme. Incentives (Verlosung von Stiften) wurden auch für das Empfehlungsmarketing eingesetzt. Mit diesen Maßnahmen konnten seit Januar 2008 ca. 10.200 Mitglieder gewonnen werden, was über den Erwartungen liegt, aber noch nicht als "Erreichung der kritischen Masse" gesehen wird.

Eric Hofmann (Sony Music) zum Aufbau von Artist-Communitys

Mit der Artist-Community hat Sony den Anspruch "Features & Vorteile einer offiziellen Artistsite, einer Fansite, eines Streetteams und eines Social Networks in einem System" bereitzustellen. Dabei soll die Artist-Community folgende Grundidee unterstützen: "Fans kennen und sind ihrem Star ein Stück näher." Der Aufbau erfolgt in der Regel wie folgt: "Jeder Artist hat Fans, der eine mehr der andere weniger. Unter allen Fans gilt es zunächst die Multiplikatoren zu finden und diese gezielt anzusprechen. Diese User erzeugen wertvollen Content (News, Bewertungen, Reviews, Fotos etc.) und stoßen Diskussionen an bzw. halten sie am Laufen. Danach kommt die Wachstumsphase. Diese beginnt sobald die Community eine kritische Größe erreicht hat um selbständig überlebensfähig zu sein. Der Fokus liegt hier vor allem in der Intensivierung der Beziehungen der Mitglieder untereinander. Ist eine Community erst einmal etabliert ist es wichtig diese durch permanente Aktionen vital zu halten." Als wichtige Erfolgsfaktoren werden Word-of-Mouth (es bedarf Inhalte, die ein Weitererzählen unterstützen!) und Lokalität (Fan müssen sich auch geografisch finden bzw. identifizieren!). Incentives für die Partizipation wird durch die Belohnung von "Aktivitäten und Engagement unserer Mitglieder mit sogenannten ‘Non-Buyables’, also Dingen die man nicht im Laden kaufen kann", geboten. Zur Bewertung der Community-Anstrengungen meint Eric Hofmann: "Während der Traffic und sämtliche Aktivitäten auf den alten Artist-Websites sehr stark mit den klassischen Marketingaktivitäten korrelierten, sind unsere Web 2.0 Communities ganzjährig aktiv und gut frequentiert. Das liegt nicht zuletzt an einer hohen Besuchertreue und sehr guten Google Rankings."

Christian Müller (SUN) zum Aufbau des Sun Startup Essentials

Das Sun Startup Essentials ist ein kommerzielles Marketing-Programm von SUN, bei dem über ein aktives Engagement in Communitys sowie dem Aufbau von eigenen Web2.0-Kanälen wie Facebook-Gruppe und Twitter-Account Interessierte gewonnen werden sollen. Es stellt also keinen klassischen Community-Aufbau, sondern viel mehr einen interessierten "Zuhörer"- und "Interaktionskreis" für das Engagement-Marketing von SUN dar. Es ist dabei eine klassisches B2B-Relation zu Verantwortlichen in Startups aber auch SUN Hosting/Reselling Partnern sowie Gründer-Initiativen. Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht der aktive Dialog mit und in der Zielgruppen auf den entsprechenden Plattformen wie auch im Real-Life. Der Erfolg der Maßnahme wird an der Gewinnung von Teilnehmern für das Partnerprogramm (sprich Anmeldungen) gemessen. Im Rahmen des Partnerprogrammes soll es im weiteren Verlauf auch eine eigene Community-Plattform geben. Über dieses aktive Einbringen in die Gespräche der Zielgruppe auf den jeweiligen Plattformen konnte nach Aussage von Christian Müller eine zufriedene Zahl an Neukontakten und Registrierungen für das Partnerprogramm erzielt werden.

Markus Wölflick (GuteFrage.net) zum Aufbau der Q&A-Plattform GuteFrage.net

GuteFrage.net ist eine Frage-und-Antwort-(&A)-Plattform mit Fokus auf qualitativ hochwertige Ratgeberinhalte. Das Projekt wurde im März 2006 als Testballon gestartet und ab Oktober 2006 mit dem intensiven Aufbau der Community richtig losgetreten. Der gezielte Aufbau der Plattform stellt für Markus Wölflick bei Community-Projekten im allgemeinen und speziell für Q&A-Angeboten einen wichtigen Erfolgsfaktor dar - denn das Gelingen unterliegt dem klassischen "Henne-Ei-Problem" (keine Henne, kein Ei; kein Ei, keine weiteren Hennen!): "Nutzer tendieren entweder vermehrt zum Fragen oder fast nur zum Antworten. Erreicht man nicht zügig eine kritische Masse an neuen Fragen und Antworten gleichzeitig, gehen gelangweilte Nutzer wieder weg. Dem Fragesteller fehlen zeitnahe Antworten. Der Typ Antworter will helfen und braucht ständig neue Fragen." Es wurden zum Start PR, Neukundenmarketing, Kooperationen (insbesondere mit Titeln aus der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck) und persönliches Engagement gebündelt eingesetzt - Mailing-Kampagnen erwiesen sich dabei immer noch als sehr erfolgreich. Ferner war das gesamte Team täglich auf der Plattform engagiert - nicht nur einige wenige! "So wuchs die Nutzung von gutefrage.net rasant und bereits im ersten Quartal 2007 wurde die kritische Größe von täglich mehreren hundert neuen Beiträgen überschritten. Seitdem befinden wir uns in Phase 3 – einer Phase kontinuierlichen Wachstums." Inhaltlich wurde versucht ein "fokussiertes und reduziertes Angebot" auf die Beine zu stellen - im Vordergrund sollte die Motivation "Helfen in angenehmer Atomosphäre" unterstützt werden. Auf montäre oder sonstige Incentives wurde bewusst verzichtet. Empfehlungsfunktionen waren bei Start integriert, nach Auffassung von Markus Wölflick kommt es bei der Empfehlung aber eher auf die "erfüllte Zufriedenheit des Nutzers" an - als auf die Feature: "Mitglieder mit großer Leidenschaft für die Plattform und die GF-Community werden immer gerne Wege finden, viral zur Verbreitung der Idee beizutragen". Gutefrage.net hat im letzten AGOF Ranking (Q1 2009) knapp 2,5 Jahre nach Gründung mit über 4 Mio. UU Platz 23 erreicht.

Fazit zum Thema "Community-Aufbau"

Im Juni habe ich ein Seminar zum Thema "Commerce Community" gehalten, wo wir auch über die strategische Bedeutung des "Community-Aufbau" gesprochen haben. Denn bereits in dieser Phase entscheidet sich, ob die Aktivität zum Fliegen kommt oder doch eher "verhungert", weshalb ich Markus Wölflick in seiner Aussage nur unterstützen kann - alle Kräfte (sprich auch alle Personen und nicht nur der dedizierte Community-Manager) in dieser Phase gebündelt auf den Aufbau einzusetzen. Aus der operativen Warte hatte ich im Rahmen des Seminar vier Erfolgspunkte für den Community-Aufbau diskutiert, die zum Teil auch in den Interviews deutlich herauskommen:

  • Pre-Launch: Alpha & Closed + Open Beta => Früher Start der Plattform mit ein paar Kernfunktionen und Kernnutzern. Weitere Entwicklung der Plattform an den Wünschen und Ideen der Kernnutzer!
  • Inhaltliche Begleitung des Community Seeding (Diskussionsforum, Blog, Wiki) - Für eine initiale Reichweite sind natürlich Kooperation wie auch klassische Aktionen a la Mailings immens wichtig; für die Interaktion mit den Nutzer sollte sich das Team aber auch "transparent" geben und den Dialog mit den Nutzern über entsprechende Kanäle wie Blog, Wiki oder Diskussionsforum suchen. Es geht hierbei auch darum, dass die Community nicht als leere Hülle, sondern als Projekt eines Teams von Personen wahrgenommen wird.
  • Einladung von passionierten Nutzern (mit hohem Potential für die Funktion des Catalysten) -Catalysten sind nach Rod Beckström die Multiplikatoren zu einem Thema - sprich die Themen-Gurus oder Service-Afficionados, die es da draussen schon gibt. Die müssen identifiziert und in die Gruppe geholt werden, damit das Projekt Glaubwürdigkeit und Expertise (sowohl in dem Output als auch im Feedback) erhält.
  • Nicht-monetäre Incentives bieten - dies können die "Non-Buyables" wie bei Sony aber auch Features wie die Share-Funktionen bei Toonity (mit denen die Comics auf eigenen Seiten oder in Social Networks gepublisht werden könne und damit der Nutzer sich promoten kann!)

Das Thema "Community-Aufbau" ist und bleibt damit ein spannendes Thema für alle Web 2.0 Aktivitäten und wir freuen uns auf die weitere Diskussion zu diesem Thema hier im Blog.

Die vollständigen Interviews lassen sich hier einsehen: PDF auf SlideShare

Comments (8) Posted by bn on Friday, August 21st, 2009

Social Media Guidelines: Mehr Sicherheit für Mitarbeiter und Reputationsschutz

Immer mehr Mitarbeiter bewegen sich nicht mehr nur privat, sondern auch geschäftlich auf Social-Media-Plattformen. Dies führt nun zu den Social Media Guidlines. Amerikanische Konzerne wie Intel machen es vor und deutsche Unternehmen bald nach. Feste Richtlinien, die den Angestellten konkret vorschreiben, was bei der Kommunikation im Web beachtet werden muss, sobald die Themen Arbeitsplatz und das Unternehmen selbst ins Spiel kommen.

Regeln wie die klare und deutliche Formulierung, dass die Meinung als Mitarbeiter stets die eigene ist und nicht die des Unternehmens sind Inhalt dieser “Guidelines”. Wichtig ist es, den Mitarbeitern klar zu machen, dass jedes Verhalten natürlich auf das Unternehmen zurückfällt, sobald die Stellung offensichtlich wird. Jedoch gibt es nicht nur Vorschriften, sondern auch Tipps “von oben”. Zum Beispiel wie mit negativem Feedback umgegangen werden kann oder wer im Unternehmen der Ansprechpartner im Umgang mit Online Plattformen ist.

Zwar ist das Interesse deutscher Firmen an Social Media Guidelines noch gering. Man kann sich jedoch nicht ewig verschließen. Sicherheit für die Mitarbeiter und Schutz vor Image- und Reputationsschäden sind heutzutage wichtige Benefits.

Oliver schiffers

Am kommenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT erklärt Oliver Schiffers von Sapient alles rund um “Social Media Guidlines”. In seinem Workshop am 16. September klärt er nicht nur ob, sondern auch wie, diese Richtlinien individuell für das Unternehmen definiert werden können.

Comments (3) Posted by sk on Thursday, August 20th, 2009

Inhalte und Features sind immer nur Teil einer Community-Gesamtstrategie - Interview mit Thomas H. Kaspar

Hier kommt nun ein weiteres Referenteninterview - diesmal aus dem Themenfeld “Community Management” mit Thomas H. Kaspar, Chefredakteur bei Chip XONIO Online, verantwortlich für die dortige Community Download.Chip.eu und Autor eines kürzlich erschienenden Buches mit dem Titel “Web 2.0 - Geld verdienen mit Communities”. Er spricht über die Cargo Cult Community, die Wichtigkeit für die Einbeziehung der Nutzer bei der Weiterentwicklung und die fundamentale Frage der Community-Zukunft.

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Comments (3) Posted by bn on Friday, July 31st, 2009

Need to overcome control and fear of failure as challenges for engagement marketing - Interview with Henriette Weber

Another pre-conference-interview for our September events - this time with Henriette Weber, speaker, author, consultant for social marketing as she calls it. Her main statement about social media at recent conferences and interviews is the subject of her free e-book: “why every company should become a rockband”. For the Community & Marketing 2.0 SUMMIT we invited her to discuss the conclusion of this in the regards to put social media and engagement marketing in corporate practice.

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Comments (2) Posted by bn on Wednesday, July 29th, 2009

Community Manager und seine wachsende Bedeutung

In einem aktuellen Blog-Beitrag diskutiert Mark Ralea, Leiter der Arbeitskreis 1 “Beruf & Qualifizierung” im Bundesverband Community Management e.V., die Stellung und Bedeutung des Community Manager in den Unternehmen. Er schreibt dabei dem Community Manager eine zentrale, cross-funktionale Position im Unternehmen zu und trifft dabei folgende Aussagen:

  1. Der Community Manager sollte nicht nur der Mittelpunkt in der Community (extern) sondern auch innerhalb des Unternehmens werden
  2. Der Community Manager muss zukünftig einen höheren Stellenwert haben als andere Abteilungen – denn er steht am stärksten in Verbindung mit dem Kunden/User. Er kennt die Bedürfnisse, Probleme und Chancen besser als alle anderen in dem Unternehmen

Aus den Diskussionen der ersten beiden Community SUMMITs kann ich die grundsätzliche Aussage bzgl. der Wichtigkeit des Community Management ja nur unterstreichen, sehe aber dennoch zwei Aspekte, die eine differenziertere Diskussion bedürfen:

  1. Einordnung des Community Managers in die hierarchische Linienorganisation: Ich denke bzgl. der organisatorischen Einordnung des Community Managements in der Aufbauorganisation braucht es eine Unterscheidung zwischen Unternehmen, bei denen die Community einen Kern ihrer Unternehmensleistung darstellen (sprich Community-Betreiber wie Social Networks-Anbieter, Fachforen-Anbieter, Social Commerce-Dienste etc), und jenen, bei denen die Community im Rahmen eines neuen Marketing-Verständnisses (i.S. von eines Engagement-Marketings) eingesetzt/initiiert/genutzt wird.
    1. Bei Ersteren würde ich Mark’s Aussage vollkommen unterstreichen, dass das Community-Management die zentrale Funktion des Unternehmens ist, die den Entwicklungen und den Umsetzungen aller Unternehmensaktivitäten involviert sein muss - und dabei eine Art Vermittlerrolle zwischen Unternehmen und Community einnimmt (vermittelt die Interesse des Unternehmens im externen Verhältnis und die Belange der Community im internen Verhältnis).
    2. Bei Letzteren sehe ich das Community-Management als Teil einer neu ausgerichteten, stärker kundenorientierten Marketing-Disziplin bzw. -Rolle im Unternehmen. Auch hier gilt der Community-Manager wieder als Vermittler zwischen Unternehmen und Kunden - und auch wenn das Feedback bedeutsam und nicht zu vernachlässigen ist, so hat dieser Input auf den gesamtunternehmerischen Geschäftsprozess bei z.B. einem Musik-, Automobil- oder FMCG-Unternehmen doch eine andere Stellung als im Community-Betreibermodell. Der strategische Aspekt des von Mark angestrebten Community-Managements ist hier Teil bzw. identisch mit der Marketing-Strategie. Die operative Vermittler- und Moderationstätigkeit ist dabei n.m.A. getrennt auf der Umsetzungsdimension zu sehen.
  2. Betreuung der internen Community als Aufgabe des Community-Management: Dieser Aspekt ist in dem Beitrag von Mark IMHO auch etwas “unglücklich” formuliert. Aus unserem Verständnis umfasst die Betreuung der internen Community im Sinne des Enterprise 2.0 Gedankens und meinetwegen auch des global gefassteren “Open Enterprise” doch mehr als was ein Community-Manager, der auch die externen Kundenbelangen in der Community betreuen soll, leisten kann. Hier geht es IMHO ja nicht nur um Interessensvertretungen sondern auch um die Förderung des Wissensmanagement und der Innovationsfähigkeit des Unternehmens. Daher - ja, der kundenseitig agierende Community-Manager muss auch nach intern eine derart herausgestellte Position haben, dass man ihm zuhört und dass er zuhören kann, um seine Vermittlerrolle auszufüllen - aber er kann und darf IMHO ab einer bestimmten Größe des Unternehmens kein Community-Manager für die interne Community sein.

Insgesamt ist ja die Einordnung des Community-Management ein spannende Geschichte, die wir im Rahmen des Community & Marketing 2.0 SUMMIT daher auch mit einem eigenen Workshop bedacht haben, der als eine Art BVCM-AK1-Workshop von Mark Ralea und Silke Schippmann durchgeführt wird.

Comments (5) Posted by bn on Tuesday, July 21st, 2009

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