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Vom Teil zum Ganzen - eine gute Pressemitteilung für das Social Media FORUM

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Auf unserem Social Media FORUM versuchen wir immer die neuesten Trends und Themen in Bezug auf den Wandel der Medien in den Zeiten des Web 2.0 anzusprechen und somit internationales Expertenwissen praktisch vermitteln.
Dabei ist es nicht nur schwierig die richtigen Themen zum richtigen Zeitpunkt auszuwählen, sondern wichtiger auch die richtigen Formulierungen zu treffen, um die Inhalte verständlich vermitteln zu können.

Um eine Vorreiter-Rolle in Deutschland einnehmen zu können, entscheiden wir uns oft für Themen, die in Deutschland noch wenig oder sogar gar nicht bekannt sind. Diese versuchen wir vorab zu erläutern und geeignete deutsche Übersetzungen zu finden. Oft geht dies uns sehr schwer von der Hand, da Ausdrücke nur in amerikanischen Diskussionen kurz gefallen sind.

Dieses Problem haben wir auch wieder im Vorfeld des siebten FORUMs. Auf der SXSW Music+ Film conference 2010 versuchte die Diskussionsrunde Lösungen aufzudecken, die die Schwelle zwischen dem object-oriented und story-oriented Journalismus schließen können.

Object-oriented journalism und story-oriented journalism sind zwei Ausdrücke, die für die Verständnis unserer Themenwahl Future of Context sehr wichtig sind und unseren gewählten Programmaufbau nachvollziehbar machen.

Mir persönlich fällt eine geeignete Übersetzung schwer. Ich möchte zwei Ausdrücke finden, die verschiedene Arten bzw. Formen des Journalismus, der redaktionellen Arbeitsweise bezeichnen, der zum einen nur einen Teilaspekt einer Nachricht abbildet oder zum anderen ein Gesamtbild.

Via Twitter habe ich versucht diese Frage bereits im Netz anzustoßen und schon von Martina Doher, @tiffy1905_2 hilfreiche Vorschläge bekommen, so dass meine derzeitige Übersetzung so aussieht:

object-oriented journalism - nachrichtenorientiert

story-oriented journalism - themenorientiert

Vielleicht hilft dieser Blogeintrag noch weitere Übersetzungen/Fachbegriffe zu finden. Es würde mich freuen.

Comments (0) Posted by sk on Thursday, September 2nd, 2010

Die Social Media Konferenz Trilogie ist auf den Weg gebracht!

So - die “Social Media Konferenz Trilogie” bestehend aus Social Media FORUM, Community & Marketing 2.0 SUMMIT und PR 2.0 FORUM vom 28.09. bis zum 01.10. in Hamburg ist nun online. Nun wären es keine Kongress Media Veranstaltungen, wenn nicht jede einzelne Veranstaltung eine Story zu erzählen hätte. Und da diese Story in den “Marketing”-Unterlagen immer gar nicht so den Platz findet, Steffi und ich aber unheimlich stolz auf das Geschaffene sind, möchte ich in diesem und zwei weiteren Beiträgen die “Story” der Events etwas ausbreiten und freue mich auch auf kritisches Feedback. Da Steffi in einem ihrer letzten Beiträge bereits die “Story” zum kommenden Social Media FORUM angeschnitten hat, will ich heute erstmal mit dem “Herzstück” starten: dem Community & Marketing 2.0 SUMMIT.

Den ersten Community SUMMIT haben wir 2007 veranstaltet. Schon damals, nach unserem Konzept, die Diskussionen immer entlang von Erfahrungsberichten aufgezogen. Mit Fallstudien von Hitflip, Feierabend, edelight, Spotlight, Habbo Hotel u.a. waren wir aber vorwiegend noch auf der Seite der Plattformen. Facebook war für Unternehmen noch kein Thema und eigene Communities in der Regel nur kurzlebige Eintagsfliegen. Im Wesentlichen ging es damals um die Mechanismen des Community Aufbaus und den Potentialen dieser virtuellen Gemeinschaften.

2008 haben wir dann als Vor-Veranstaltung zum Community SUMMIT das Brand Community FORUM veranstaltet. Was für den relativ kleinen Teilnehmerkreis durchaus ergiebig war, aber mit Fallstudien von Warner und Jägermeister nur sehr dünn besetzt. Ich weiss noch, wie schwer es mir damals gefallen ist, Fallstudien und vor allem “redebereite” Verantwortliche zu finden. Einen Fall hatte ich, wo zwischen dem ersten und zweiten Abstimmungsanruf die Ansprechperson gewechselt hatte (bzw. der erste AP das Unternehmen verlassen hatte) und das Community-Projekt (es war ein Futtermittel-Hersteller) wieder auf Eis gelegt wurde - mit der Begründung: “Wir müssen jetzt bis zum Jahresende erstmal unsere Absatzziele erreichen!” Jupp - das Community-Projekt hatte wohl kurzfristig nur Kosten und keinen Umsatz erzielt und wurde deshalb eingestampft. Auf dem damaligen Community SUMMIT wurde im Vergleich zu 2007 bereits um einiges differenzierter diskutiert. Mit Fallstudien von Qype, Lokalisten, Grafiker.de, Motor-Talk, XING und GuteFrage.net waren wir allerdings immer noch bei Plattformkonzepten. Neben dem Community Aufbau wurde diesmal allerdings schon die Moderation und das Controlling stark thematisiert. Ich weiss noch gut, wie Markus Wölflick von GuteFrage.net damals seine ersten Konzeptgedanken zu einer mehrstufigen Erfolgsanalyse des User-Generated-Content-Prozesses präsentierte und zusammen mit den Teilnehmern die Validität der Messgrößen diskutierte. Einen wirklichen Erkenntnisgewinn stellte damals auch der Beitrag von Tom Kedor von Motor-Talk (ich weiss nicht, ob das oder nur eins der größten Automobil-Foren Deutschlands) dar. Schon damals erzählte er uns, wie er Community Mitglieder zu Moderatoren “heranzog” und die Steuerung und Aktivierung der Community “dezentralisierte”.

Nachdem wir 2008 akzeptieren mussten, dass es so etwas wie eine langfristig aufgebaute und betriebene Brand-Community wohl “nie” geben wird, entschieden wir uns dann im Jahr 2009, das Brand Community FORUM als solches “sterben” zu lassen und als “Marketing 2.0″-Track in den Community SUMMIT zu integrieren.

Damit wollten wir die sich etablierende Gruppe der Hardcore-Community-Experten (also derjenigen, die sich z.B. im Bundesverband der Community Manager organisierten) mit den “hochumjubelten” Social-Media-Marketern zusammenzubringen. Dadurch wollten wir  die Fragestellung “Wie baue ich eine Community auf und wie betreibe bzw. organisiere ich sie?” mit dem Thema “Wie nutze ich Community Plattformen für eine neue Form des Marketings?” unter dem Schrim einer Veranstaltung “abfeiern”.

Mit Fallstudien von Ayondo, Chip Xonio, HolidayCheck, produki u.a. im Community Track und Nestlé Purina, Nike, Stabilo u.a. im Marketing 2.0 Track konnten wir dann auch 2009 ein breites Spektrum an Problemstellungen diskutieren.

Im Bereich des Community Managements zeigten die Diskussionen die Erreichung eines weiteren Reifegrades. So waren die diskutierten Fragen zur Qualitätssicherung von Beiträgen bei DocInsider und Ayondo oder die Diskussion rund um die Moderationsansätze bei der NWB Community bereits sehr tiefgreifend und wiesen konkrete Handlungsoptionen auf. Während die einen auf ein Vier-Augen-Prinzip bei der Qualitätssicherung schworen, setzten die anderen auf technische Filtermechanismen zur Unterstützung der Moderation.

Im Bereich des Marketing 2.0 Tracks war die große Euphorie um das “neue” Dingens namens Social Media spürbar. Klar wurde aber auch, dass die richtig spannenden Projekte dann doch nur von den großen Unternehmen wie Nike, Sony - oder aber auch Stabilo - umgesetzt wurden und vor allem eines im Visier hatten: kontinuierliche Bespaßung meiner Zielgruppe mit verschiedenen Aktionen. In der Regel waren die Aktivitäten somit eher kurzfristiger Natur - also Kampagnen-orientiert. Nur Stabilo bildete mit dem Community-Projekt “Toonity.de” eine Ausnahme, da für die hochwertigere Zielgruppe - also Comic-Zeichner, die einen hohen Bedarf an Stiften haben - eine Themen-Community aufgebaut wurde - die noch heute besteht! Sicherlich gibt es das auch bei Nike mit Nike+ - aber dies ist bereits eine Produktweiterentwicklung (vom Produkt zum Erlebnisservice), was natürlich nicht weniger spannend ist, aber auch nicht wirklich aus Deutschland heraus entwickelt und betrieben wird.

Und nun kommt 2010 - natürlich wird die Diskussion dieses Jahr noch einmal spezifischer.

Im Bereich des Community-Managements sehen wir der große Stagnation und Konsolidierung entgegen - hier geht es also darum, wie motiviere und incentiviere ich meine einmal gewonnen Mitglieder für eine dauerhafte Aktivität und welche grundsätzlichen Konzeptpfeiler braucht es, um das Wachstum langfristig abzusichern (siehe hierzu auch meinen Beitrag zu den Strategie-Optionen oder das Interview mit Tom Noeding).

Nicht erst seit der Geschäftsmodell-Wandlung von NING stellt sich die Frage, wie monetarisiere ich eigentlich eine Community. Ich bin gespannt, was uns dazu die Diskussion mit Gunnar Siewert (bookrix), Sven Bagemihl (VZ Netzwerke) und Erik Hauth (Wer-Weiss-Was GmbH) an Erkenntnisgewinn bringt.

Der Schwerpunkt im Community-Track liegt allerdings dieses Jahr klar in der Diskussion der Moderationskonzepte. Mit Blaise Grimes-Viort und Rebecca Newton haben wir ein paar wirkliche Knowhow-Träger gewinnen können. Neben Rebecca’s Beitrag freue ich mich am zweiten Tag auch auf die Session zum Community Controlling, bei der wir nach aufeinander folgenden Jahren auf Markus Wölflick verzichten und Jens Doka von den Lokalisten eingeladen haben. Nach dem Vorgespräch mit ihm kann ich seinen Beitrag kaum erwarten (vielen Dank noch einmal an Erik Hauth für diesen genialen Tipp!).

Nicht minder spannend wird sicherlich auch die Session zur “Community Krise” mit Florian Stöhr (Stayblue) und Stefan Mosel (Qype). Hier soll der Umgang mit Selbstmord-Androhungen und Trolls thematisiert werden - sprich die dunkle Seite der Community.

Auf der Marketing 2.0 Seite starten wir mit einer spannenden Keynote am ersten Tag mit einem der “Social Media Evangelisten” Großbritanniens - die Rede ist von Antony Mayfield. Er wird die konkreten Herausforderungen für das Marketing im Social Web beleuchten und zusammen mit Stefanie Wagner-Fuhs im Rahmen der Diskussion einen guten Einstieg für die Konferenz bieten.

Dann starten wir in der Session “helikoptermäßig” mit der Diskussion umfassender Social Media Konzepte und werden dann immer spezifischer. Auch hier ist wieder jede Session mit spannenden Fallstudien belegt - von der Bayerischen Börse und den relexa hotels über Coca-Cola und Fiat bis hin zu Lufthansa, Telekom und Scout24. Das sind jede Menge Schwergewichte, die reichlich Budget auf das Thema eingesetzt haben. Ich würde aber auch sagen, dass dies die Zeichen der Zeit sind. Die Marken haben das Thema für sich erschlossen und mit entsprechenden Projekten und Ressourcen ausgestattet. Jetzt geht es um die Feinabstimmung und Integration der Projekte durch weitere Maßnahmen - bzw. im besten Fall die Neuausrichtung des Unternehmens auf eine stärkere Transparenz und intensivere Kundenorientierung.

Gespannt bin ich auch wieder auf die Themendiskussion bei unserem traditionellen Open-Space am zweiten Tag. Auch wenn er sich wie immer nicht wirklich gut verkauft, ist dieser Konferenzteil oftmals der Wertvollste, weil die Teilnehmer ihre eigenen Fragen auf den Tisch bringen und mit Gleichgesinnten diskutieren können. Die Themen des letzten Jahres (hier in unserem wenig liebgewonnenen Veranstaltungs-Wikis dokumentiert) sind dieses Jahr Schwerpunkt der Veranstaltung.

Was soll ich noch erzählen - wir freuen uns schon heute auf die Veranstaltung und sind stolz wie Hulle auf das Programm. Ich mag an dieser Stelle schon mal im Voraus allen Akteuren und Mitwirkenden danken - und insbesondere Steffi, bei der die gesamte Koordination für die Veranstaltung liegt!!!

Und nun könnt Ihr Eure Kritik und Eure Fragen loswerden … Lobpreisungen brauchen wir eigentlich keine, da wir sooo vom Programm überzeugt sind. Aber wenn es unbedingt sein muss, dann gerne auch diese … ;-) Schön fänden wir auch noch ein zahlreiches “Weitersagen” und “Buchen” der Veranstaltung, denn das rechtfertigt dann auch den Aufwand, den wir hierfür betreiben!

Comments (2) Posted by Bjoern Negelmann on Thursday, August 26th, 2010

Journalismus 2.0 - Future of Context

Um neue Formate und Geschäftsmodelle entwickeln zu können, ist es für Redaktionen notwendig geworden zu experimentieren, zu testen, alles wieder zu verwerfen und zu optimieren. Doch nicht jede Redaktion kann sich finanziell oder zeitlich solchen Experimenten widmen oder das Risiko zu scheitern auf sich nehmen.

Das kommende Social Media FORUM am 28. September in Hamburg versucht daher in der Herbst-Ausgabe aktuelle sowie zukunftsweisende Konzepte vorzustellen, zu erläutern und zu diskutieren.

Hierbei steht im Mittelpunkt das Thema Future of Context, das leicht beschrieben werden kann als Suche nach der besten Möglichkeit Kontext online dem Leser zur Verfügung zu stellen, der nicht nur einen Teil der Geschichte wiedergibt, sondern ein ganzes Bild.

Auf der SXSW Music+ Film conference 2010 in Austin/Texas wurde in dem eigenen Panel Future of Context ausführlich diskutiert und sogar eine eigene Homepage erstellt. Zusammenfassend versuchte die Diskussion Lösungen aufzudecken, die die Schwelle zwischen dem object-oriented und story-oriented Journalismus schließen könnte. Die Lösung ist der Kontext, der jedoch schwer qualitativ hochwertig darzustellen ist, da meist der Reporter selbst keinen Hintergrund zur Verfügung gestellt bekommen hat. (Nachzulesen ist das Panel im Live-Blog)

Diese innovative amerikanische Diskussion nimmt das Social Media FORUM auf und stellt aktuelle europäische Bestrebungen vor, den Kontext stärker in den Mittelpunkt des Online Journalismus zu stellen.

Als Keynote Speaker konnten wir Kevin Anderson aus London gewinnen, der nach seiner Tätigkeit bei BBC zuletzt als digital research editor des Guardian die Evaluierung und Einführung digitaler Innovationen anstrebte, um die Qualität des Journalismus zu erhöhen.
Als freier Journalist und digitaler Stratege nutzt er heute Blogs, Social Networks, Web 2.0 Werkzeuge und mobile Technologien um Schlagzeilen nicht nur zu verbreiten, sondern auch die Geschichten dahinter crossmedial einzusetzen.

Laut Anderson haben wir bereits einen Überfluss an Content: “People don’t want more info; they want the minimum info they need to understand a topic.” Der Journalismus befindet sich derzeit in einem Teufelskreis, in dem er mit mehr und mehr Schlagzeilen um sich wirft, die keine Leser mehr verarbeiten kann. Der Leser wendet sich im schlimmsten Fall sogar Stück für Stück ab und liest nur noch die kurzweiligen Artikel, die wenig geistige Energie verbrauchen , rund um Boulevard, Verbrechen oder Wetter.

In Deutschland konnten wir ebenfalls ein aktuelles Beispiel finden. Einen Reporter, der eine Experiment gewagt, Neuland betreten hat und eine ähnliche Meinung vertritt:

Michalis Pantelouris, freier Journalist sowie Entwickler, recherchierte für NEON einen vermeintlichen Kriminalfall und macht daraus eine „Live-Reportage“ im Netz. Zwar war die Reaktion der Leser verhalten, jedoch stellt das Experiment für den Netzjournalismus einen Durchbruch dar.
Pantelouris entwickelte das Konzept des gläsernen Journalisten. Ein Journalist müsste, in den Augen von Pantelouris viel öfter die eigenen Skrupel und Schwächen „live“ thematisieren, um das verlorene Vertrauen der Leser zurückzugewinnen.

Wie die Diskussion Future of Context auf der SXSW festgestellt hat so ist auch Pantelouris der Meinung, dass Journalisten jederzeit bereit sein müssen, im Prozess der Recherche Auskunft über die genauen Schritte seiner Arbeit, warum er verfährt wie er verfährt oder eine Auswahl trifft, was er schlussendlich unternimmt und weiterverfolgt. Der Leser soll einfach seinen Erkenntnis- und Auswahlprozess nachvollziehen können. So würde man die Leser wieder zu sich holen und für sich gewinnen können.

Maxim Grinev hingegen liest nach eigenen Angaben keine Zeitung mehr, verpasst aber dank Twitter dennoch keine Nachricht. Um dies übersichtlicher tun zu können, hat Grinev  nun selbst eine Zeitung gegründet, die Twittertim.es. Der Dienst übernimmt die Linktipps in der eigenen Twitter-Timeline und generiert daraus eine Nachrichtenseite, die sich mehrmals täglich aktualisiert. Zudem bietet Twittertim.es eine “Retweet”-Funktion, um Nutzern das Verbreiten interessanter Nachrichten zu ermöglichen. Um Menschen mit den gleichen Interessen leichter identifizieren zu können, verweist der Dienst auf den Autor, falls dieser sich im Bekanntenkreis befindet, sondern auch im Falle eines Bekannten 2.Grades. So kann der Leser sich mit diesen auch vernetzen.

Ob die Vorstellung des “new journalist” in den Redaktionsalltag übertragbar ist, der Kontext die Lösung für eine erfolgreiche Zukunft des Journalismus sein wird oder Leser Nachrichten nur noch über Dienste wie Twittertim.es abrufen werden, können Sie am 28. September für sich selbst entscheiden und mit unseren Referenten ausführlich diskutieren.

Comments (3) Posted by sk on Monday, August 16th, 2010

Wenn Bodo Hombach schon einmal Recht hat…

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Im Hinblick auf das jährliche Forum Lokaljournalismus durfte Bodo Hombach der hauseigenen Zeitung Der Westen ein Interview über die Bedeutung des Lokaljournalismus geben.

Auch wenn via Meedia Bodo Hombachs Aussagen als “ein Griff in die Phrasen-Kiste” bezeichnet werden, kann ich Herrn Hombach grundsätzlich nur zustimmen. Wieso sollte auch eine bürgereigene Berichterstattung den Lokaljournalsiten ersetzen wollen. Schließlich finden sich innerhalb der Vielzahl von Bloggern nur wenige ausgebildeten Redakteure. Früher hat es die Tageszeitung auch nicht gestört, wenn der Bericht des Vorstandsvorsitzendes des örtlichen Kegelvereins nicht gerade einem literarischen Höhenflug gleichkam. Deswegen gab es ja den Lokaljournalisten, der glücklicherweise noch einmal mit geschultem Auge gegenlesen konnte.

Auch dass Herr Hombach den Lokaljournalisten mit Opernsängern oder Malern vergleicht ist sicherlich nicht unbedingt falsch gewählt. Wer würde schon einen guten Redakteur durch drei mittelmäßige ersetzen. “Tolles Schreiben ist das, womit der Journalismus punktet. Und durch Recherche, Themen und Präsenz.” Ob diese Aussagen wirklich nur den massiven Stellenabbau rechtfertigen sollen sei dahin gestellt. Es bleiben wahre Worte.

Comments (3) Posted by sk on Wednesday, January 27th, 2010

Das Jahr 2007: so fern und doch so nah

Man kann es drehen und wenden wie man willl: Wenn man den Versuch unternimmt das Thema Bürgerjournalismus zu recherchieren, dann ist das auf der deutschen Seite doch äußerst anstrengend. Die Mehrheit der Suchergebnisse gingen bei mir auf das Jahr 2007 zurück, sind aber dann eher nur grundlegend und nicht sehr aussagekräftig. Aha, das Thema ist also schon einmal durchgekaut worden. Interessant.

Sucht man unter “Hyperlocal” fördert das Internets schon mehr zu Tage. Zwar leider nur, wie der Begriff vermuten lässt, auf englisch, aber endlich offenbart sich eine größere Fülle an Erklärungen, wie z.B.:

- What does the term Hyperlocal mean?

- Your Guide to Hyper-local News

- The Rise of Hyperlocal Information

Weiterhin erfährt man von Mercedes Bunz (die nun ja auch zum englischsprachigen übergelaufen ist), dass es der Trend 2010 ist und erhält dazu noch eine konkretere Zusammenfassung von glenn aus Kanada. Ebenso stolpert man daraufhin über Christopher Wink aus Philadelphia, der nicht nur eine Liste der wirklich lesenswerten Nachrichtenseiten zusammenfasst, sondern sich sehr intensiv mit dem Thema Hyperlocal auseinandersetzt.

Lesenswert ist vor allem der Blogeintrag von Benji Lanyado, der sich intensiv die Frage stellt, ob es sich auch beim Bürgerjournalismus nur um einen wiederbelebten Hype handelt. Schließlich muss man ihm Recht geben, dass kein “Eureka-Moment” bis heute eingetreten ist.

Auch er zitiert dabei Aussagen aus dem Jahr 2007 von Mark Potts: “Someday soon, somebody will make [hyperlocal] work and turn it into a successful business”. Wo wir wieder bei 2007 wären…

Comments (2) Posted by sk on Tuesday, January 5th, 2010

Social Media FORUM 006 - Jetzt gibt es was auf die Ohren

Nicht nur Print kämpft mit und um neue Online-Strategien gegen Verluste, sei es materieller oder immaterieller Art, sondern auch die Radiobranche.

Es gibt wohl keinen Radiosender, der nicht online vertreten ist und versucht sich von anderen zu unterscheiden und aus der Masse hervorzuheben. Bekannte Radiosender wie Antenne Bayern und Hit-Radio Antenne bieten neben WebRadio auch Podcasts.

Hinzu kommen mehr und mehr eigenständige Musik-Projekte. Doch was bietet das Netz heute wirklich und welche Projekte sind interessant?

Radio

PutPat.tv versucht zum Beispiel das Musikfernsehen durch mehrere Kanäle personalisiert wiederzubeleben. Videoclips rund um die Uhr, zwar unterbrochen von Werbeclips, um das Angebot für den Nutzer kostenlos zu halten. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der geschlossenen Beta-Phase.

1000mikes ist dagegen Radio 2.0 oder besser gesagt Mitmach-Radio. Kostenlosen Account einrichten und selbst das Programm gestalten. Via Handy kann so das regionale Fussballspiel selbst dokumentiert oder die eigene Meinung zum Klimagipfel über Lautsprecher kund getan werden.

Quu.fm bezeichnet sich selbst als den ersten Social Web Radiosender. Radio wird hier mit Social Networks wie Facebook, Twitter oder MySpace verbunden. Die unterschiedlichen Moderatoren wie Michel Friedmann oder auch Ray Cokes loggen sich wann oder auch wo immer sie sein mögen online ein und senden.

Aber welche dieser Online-Strategien ist nun wie erfolgreich? Welche Ideen und Konzepte gibt es noch?

Das kommende sechste Social Media FORUM am 23. März 2010 in Hamburg versucht diese Fragen in einem eigenen Track zum Thema Radio 2.0 erstmalig aufzuwerfen und zu beantworten.

Comments (6) Posted by sk on Monday, December 14th, 2009

WebCiety 2010 - Ein Social Media Benefit

Beim Schreiben eines Programmüberblicks für die kommende WebCiety ist mir eines aufgefallen:
Die kommende CeBIT 2010 hat nicht nur für die ICT-Branche viel zu bieten, sondern auch für Social Media Experten, Verantwortliche und vor allem Interessierte. Die WebCiety 2010 bietet eine Plattform, die täglich ein spannendes Social Thema diskutiert. Für alle, die schon am Community & Marketing 2.0 SUMMIT teilgenommen haben oder wollten ist ein Besuch der WebCiety sicherlich ein Benefit:

Vom 02. bis zum 06. März findet die zweite WebCiety im Rahmen der CeBIT 2010 statt. Um den Erfolg des ersten Programms zu wiederholen sind die Planungen bereits in der heißen Phase.

7 übergeordnete Schwerpunktthemen setzen jeden Tag das Programm aus Diskussionen und Vorträgen zusammen, u.a. Social Media, Enterprise Content Management, WebCiety, Branchen und Bitkom.

Experten wie u.a. Sascha Lobo, Joel Berger, Jörg Sadrozinski, Frank Schultheiss, Oliver Gross und Susanne Fittkau diskutieren live alle Aspekte für und gegen das Social Web und die aktuellen Erfahrungen zu Social Media in den Panels Engagement Advertising, Net Influence & Power, Future of Social Networks, Social Media Monitoring, Branded Entertainment, Net Literacy und Me@Web.

Auch das Thema Social Shopping kommt nicht zu kurz, für das wir Jochen Krisch gewinnen konnten.

Mehr wird noch nicht verraten…

WebCiety

Comments (5) Posted by sk on Thursday, December 10th, 2009

Die fetten Jahre sind nunmal vorbei

“Für mich ist das keine Existenzkrise,(…), für mich ist das eine Anpassungskrise. Wer das nicht macht, wer sich jetzt nicht ändert, den wird es bald nicht mehr geben.” Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ-Mediengruppe, spricht beim NDR aus, was viele immer noch nicht einsehen wollen.

“Ich bin ein Kostenfaktor, weil zu alt und zu teuer”…”Es ist ein Arschtritt, den man jeden Tag spürt”…Das sind Aussagen von Journalisten, die sich vielleicht nicht angepasst haben. Deren Arbeit nun andere machen, neu eingestellt bzw. deren Stelle ganz gestrichen wurde. Sind weniger Mitarbeiter nun auch gleich zustellen mit weniger Qualität?

Für Uwe Vorkötter von der Berliner Zeitung liegt der Erhalt des Qualitätsjournalismus in Kooperationen über Redaktionsgrenzen hinweg. Zusammen sind wir stark. Mehr Qualität durch weniger Vielfalt. Warum denn nicht? Argumente wie der Verlust der eigenen Identität sind doch bei weitem nicht haltbar. Sieht man sich morgendlich die Titelseiten der Zeitungen an ist von Individualität nun wirklich nicht mehr viel zu spüren.

Der Einsatz des Newsrooms 2.0, wie er schon vom Axel-Springer-Verlag und der WAZ-Mediengruppe genutzt wird, ermöglicht eine gemeinsame Recherche für mehrere Zeitungen. Früher hat dies jede Ausgabe der Mediengruppe unter Allein-Regie vorgenommen und rechtfertigte so mehr Mitarbeiter.

Newsroom-AxelSpringer

“Das war kein Qualitätsmerkmal, sondern eine überkommene Organisation”, so Bodo Hombach. Endlich sind viel mehr Kapazitäten frei für Recherchetätigkeiten. Weg vom Täglichen, hin zur freien Entscheidung, welchen Themen intensiv recherchiert werden. Ist das nicht wirklicher Journalismus? Keine oberflächliche Abhandling über die alltäglichen Themen, die von jeder Zeitung einheitlich angerissen werden. Nun kann tiefer geforscht und aufgedeckt werden. Man hat Zeit in den Themen regelrecht zu bohren.

Und wieder schreit die Medienwelt auf. Schön und gut dieser neue, alte investigative Journalismus. Doch wie zu Geld machen, wenn das Internet den hochwertigen Inhalt kostenlos zur Verfügung stellt?

Paid Content wurde eindeutig verpasst, hat man sich doch nur auf die Werbeerlöse verlassen. Nun hegt man die Hoffnung auf eine “Umerziehung des Lesers”. So sind zum Beispiel die Regional-Nachrichten bei Springer ab kommender Woche nicht mehr gratis zu beziehen.
Sicher ein Konzept das wieder aufgehen kann, wenn die Inhalte lesenswert sind.

Mir persönlich sagen die Strategien von DIE ZEIT, neon.de und stern.de mehr zu, die durch ihre online veröffentlichten Artikel mein Interesse am Kauf der Print-Ausgabe lediglich steigern.

Comments (2) Posted by sk on Wednesday, December 9th, 2009

Hyperlocal Media und Newsroom 2.0

Filed under Social Media FORUM

Das sechste Social Media FORUM vom 09. bis zum 11. März 2010 befindet sich bereits in der intensiven Planungsphase. Die Diskussionsthemen stehen bereits fest. Alles wird sich um die Themen Hyperlocal Media und Newsroom 2.0 drehen.

Da diese Ausdrücke in Deutschland doch noch jung und kaum gebraucht sind, möchte ich mich um erste Erklärungen bemühen. Sicherlich auch um die Brisanz dieser Themen zu verdeutlichen.

Zwar findet sich in Wikipedia bereits ein Eintrag zu Hyperlocal Media, jedoch mag die Definition nicht  die Relevanz für die Medien widerspiegeln.

Lokale Medien Dienste existieren schon seit Längerem, auch neben den regionalen Medienangeboten. Hyperlokal bezeichnet dabei Online Angebote, die Vernetzungsmöglichkeiten in noch spezielleren Gebieten, Städten, sogar Nachbarschaften bereit stellen. Diese Plattformen bieten regionale Nachrichten, Veranstaltungsübersichten und Werbung, die noch mehr auf den Nutzer abgestimmt ist. Bürger-Journalismus spielt dabei eine tragende Rolle.

Passiert ein Unfall auf der Hauptstraße des Dorfes xy, wird dies zeitnah berichtet und archiviert, jedoch kann der dort ansässige Abschleppdienst auch seine abgestimmte Anzeige schalten.

Yourstreet.com bietet zum Beispiel kostenlos aktuelle Nachrichten, abgestimmt auf die gewünschte Region. Auf Plattformen wie Stadtkontakte.de oder MyNeighborhood.net treffen sich Menschen aus der Umgebung und tauschen sich aus, sei es über freie Wohnungen oder Verkaufsgegenstände.

Den Medien wandern so im schlimmsten Fall die Zuhörer, -schauer oder Leser ab. Doch ist es schwer organisatorisch all die gewünschten Informationen und Dienste auch als Medium so leicht bereit zu stellen. Schließlich ist die interne Organisationsstruktur breiter angelegt und die verfügbaren Mittel stark eingeschränkt.

So führt es zum zweiten Thema der Konferenz, Newsroom 2.0, das sich mit der internen Organisation von Medien beschäftigt. Wie muss man aufgestellt sein, um allen Ansprüchen gerecht zu werden? Wie kann man den Nachrichtenfluss effizienter integrieren?

Die Zeitschrift Good News aus Stuttgart hat sich bereits einen solchen Newsroom 2.0 eingerichtet. Saim Rolf Alkan wird diesen vorstellen und erklären wie effizient die redaktionelle Arbeit online, aber auch offline dadurch organisiert werden kann.

Wenn Sie zu diesen Themen etwas beitragen möchten, können Sie uns dies ruhig zwitschern unter www.twitter.com/socmediaforum. Ich würde mich freuen.

Comments (1) Posted by sk on Friday, October 2nd, 2009

HamburgWebWeek gestartet - Und die Perle rockt!

Und schon ist die Web 2.0 Woche in Hamburg angebrochen. Wir freuen uns sehr, dass so viele interessante Veranstaltungen zusammen gefunden haben, um eine Woche spannend zu füllen.

Nachdem gestern und heute bereits das Twestival und das E2.0 Luncheon statt gefunden haben, erwartet morgen Web 2.0 Interessierte die ersten Kongresse.

Neben dem Social Media FORUM werden sich morgen über 100 Gäste auf dem PR2.0 FORUM über die neuesten Entwicklungen innerhalb der PR Branche austauschen und die Zukunft diskutieren.

Ebenso lädt Sapient zur Vorstellung der neuen Community-Benchmarking-Studie. Interessant für alle Gäste des Community & Marketing 2.0 SUMMIT, der Mittwoch und Donnerstag Community Management und Marketing 2.0 vereint.

Social Media Interessierte haben die Möglichkeit das Treffen des Arbeitskreises “Digital Relations://Social Media” zu besuchen.

Liebe Mädels aufgepasst, den Dienstag Abend ausklingen lassen kann man im Anschluss beim Girl Geek Dinner!

Wer den Community & Marketing 2.0 am Mittwoch, den 16.09. nicht besuchen kann, ist sehr herzlich auf den BVCM Stammtisch eingeladen, der die Diskussionen des ersten Konferenztages ausklingen lässt.

Am 17.09. findet der zweite Konferenztag des Community & Marketing 2.0 SUMMITs statt. Zudem beantwortet Hamburg@work die Frage, welcher Scoop als nächstes die Medienwelt auf den Kopf stellt.

Wer die Next10 nicht erwarten kann, kann seine Sucht auf dem Next Meetup befriedigen.

Zum monatlichen Treffen finden sich die Mitglieder des Social Media Clubs zusammen, die neue Mitglieder herzlich willkommen heißen.

Wir danken allen Organisatoren und Sponsoren und freuen uns auf eine spannende Woche mit vielen Diskussionen zum TopThema.

Comments (1) Posted by sk on Monday, September 14th, 2009

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