notizblog - Weblog der Social Web WORLD

Archive for the 'Fragen & Antworten' Category...

Erfolgsfaktor zum PR 2.0: geschicktes Strippenziehen!

Wir haben mal unseren Video-Server ausgemottet und auch die Videos zu den vergangenen PR 2.0 FOREN online gebracht. Hier gibt es alle Videos in der Übersicht. Herausgegriffen habe ich dabei noch einmal die Ergebnispräsentation des Open-Space-Workshop und nachfolgend eingebunden:

Video

Die Mitschrift im Detail gibt es im Wiki zum PR 2.0 FORUM.

Ein Aspekt, der in den Diskussionen insbesondere der ersten beiden Gruppen herauskommt, ist, dass sich PR 2.0 aus prozessualer Sicht gar nicht so arg von PR 1.0 unterscheidet. Nur das “Wie es umzusetzen ist?” ist doch sehr unterschiedlich. Denn sowohl im PR 1.0 als auch PR 2.0 sind zum Start erst einmal Beziehungen zu Interessensgruppen aufzubauen - sprich bei PR 1.0 den klassischen “Gatekeepern” und bei PR 2.0 den meinungsstarken “Diskussionsführern”. Während allerdings im PR 1.0 die Adressierung von Themen an die “Gatekeeper” im Rahmen des Rollenverständnis des “Gatekeepers” (hiermit ist gemeint, dass dieser auch nur aktuelle, relevante und interessante Themen sucht!), ist die direkte Adressierung der “Diskussionsführer” nicht empfehlenswert. Das Rollenverständnis hier ist ein “Pull”-Verständnis (sprich der Diskussionsführer bzw. die Masse der Diskutanten greift bzw. greifen Themen eigenständig auf, sofern es für sie interesant ist!). Daher sollte auch nicht versucht werden, Diskussionsthemen zu definieren, sondern “Geschichten” rund um Themen zu stricken, die von den Diskutanten aufgegriffen, weiter-”gestrickt” bzw. -erzählt und genutzt werden können. Dies ist dann ein adaptiver Prozess, der verfolgt und der über die Diskussion auf Augenhöhe mitgestaltet, der aber nicht a priori definiert werden kann. Und hierin liegt dann wieder die Herausforderung bzw. die Erfolgsfaktoren von guter PR 2.0, dass man “geschickt im Hintergrund die Pfäden der Diskussion koordiniert und steuert”.

Falls noch jemand Interesse am kommenden PR 2.0 FORUM am 13. April in Düsseldorf hat - hier geht es zur Anmeldung! Statt dem bisherigen Open-Space zu den “theoretischen” Herausforderungen und Erfolgsfaktoren, werden wir uns diesmal in Arbeitsgruppen mit praktischen Fallstudien beschäftigen und Empfehlungen für Weiterentwicklungen von Social-Media-Aktivitäten realer Firmen entwickeln.

Comments (0) Posted by Bjoern Negelmann on Thursday, April 1st, 2010

Unternehmen hadern beim PR 2.0 - Interview mit Tapio Liller

Am Freitag habe ich mich mit Tapio Liller zum Frühstück in Frankfurt getroffen, um die letzten Planungen für das PR 2.0 FORUM abzuschließen. Dabei haben wir nicht nur über die Veranstaltung, sondern auch über den Status-Quo bei den Entwicklungen im Bereich des PR 2.0 und seiner Umsetzung gesprochen. Als Tapio dann ein paar “steile Thesen” aus dem Ärmel zog, erinnerte ich mich zum Glück, dass ich eine Kamera dabei hatte - so dass wir das Gespräch kurzerhand mitgeschnitten haben:


Sevenload Direkt

Comments (6) Posted by Bjoern Negelmann on Monday, November 16th, 2009

Interview mit Ralf Heller zu den Entwicklungen im Social Media Beratungsgeschäft

Am Donnerstag hat die Virtual Identity AG, München, die Übernahme der Knallgrau Multimedia Solutions, Wien, bekannt gegeben. Damit hat eine weitere klassische Online-Agentur einen Social-Media-Spezialisten übernommen, Grund genug um mit Ralf Heller, Vorstand der Identiy AG über die Entwicklungen in diesem Markt ein Interview zu führen.


Sevenload Direkt

Die Frage bleibt für mich dennoch offen - wer hat die besseren Karten für das Social Media Spiel und welche Rolle wird die Berater bei Social Media in Zukunft übernehmen. Was ist Ihre Meinung zu diesem Thema?

Comments (11) Posted by Bjoern Negelmann on Friday, October 23rd, 2009

Zum Umgang mit den „Geschichtenerzählern“ - Interview mit Mark Heising und Jörg Leupold

Ein weiteres spannendes Interview aus der Reihe der Referentenmeinungen zum PR 2.0 FORUM. Hier habe ich nun Mark Heising und Jörg Leupold, beide Weber Shandwick, interviewt - eigentlich mit getrennten Fragen, die sie mir dann aber kurzerhand zusammengeworfen und zusammen beantwortet haben. Die Antworten sind aber deswegen nicht minder interessant.

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Comments (3) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 19th, 2009

PR 2.0 ist immer “beta” - Interview mit Tapio Liller

Hier ein schon lange in der "Backröhre" liegendes Interview mit Tapio Liller von Oseon Communications . Er ist Ideengeber und Konferenzpartner zum PR 2.0 FORUM , daher bildet natürlich seine Meinung zum Thema "Wandel der PR im/durch Web 2.0" auch den Ausgangspunkt für interaktive Programm - wie es dann letztendlich realisiert wurde .

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Comments (4) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 19th, 2009

Public Engagement als Zieldimension für PR 2.0 - Interview mit Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach

In Vorbereitung zum PR 2.0 FORUM freue ich mich, heute noch ein weiteres Interview mit einem unserer Referenten publizieren zu können. Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, Head of Social Media Europe und Chief Blogging Officer bei Edelman Digital, war so freundlich, mir seine Sichtweise auf die PR 2.0 Thematik zu beantworten. Er spricht dabei von “Public Engagement” als Hauptgegenstand der PR-Aktivitäten im Social Media Umfeld.

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Comments (12) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, August 5th, 2009

Inhalte und Features sind immer nur Teil einer Community-Gesamtstrategie - Interview mit Thomas H. Kaspar

Hier kommt nun ein weiteres Referenteninterview - diesmal aus dem Themenfeld “Community Management” mit Thomas H. Kaspar, Chefredakteur bei Chip XONIO Online, verantwortlich für die dortige Community Download.Chip.eu und Autor eines kürzlich erschienenden Buches mit dem Titel “Web 2.0 - Geld verdienen mit Communities”. Er spricht über die Cargo Cult Community, die Wichtigkeit für die Einbeziehung der Nutzer bei der Weiterentwicklung und die fundamentale Frage der Community-Zukunft.

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Comments (3) Posted by Bjoern Negelmann on Friday, July 31st, 2009

Bereit sein auf Augenhöhe zu kommunizieren - Interview mit Sachar Kriwoj

Im Vorfeld unserer Veranstaltungen machen wir ja immer wieder schriftliche Referenten-Interviews. Hier nun eins mit Sachar Kriwoj, PR-Verantwortlicher bei Scoyo, Publizist in seinem privaten Weblog Massenpublikum.de und aktiver Twitterer. Er ist Teil des Panels beim PR 2.0 FORUM, wo die Frage erörtert werden soll - “ob und wie das Social Web für Kampagnen genutzt werden kann?” Im Interview widerspricht er schon einmal in diesem Punkt ….

Denn - zwischen den Zeilen gelesen - basiert sein Verständnis vom Social Web auch auf der Idee des “Web of People”, mit denen man ins Gespräch kommen muss. Und in diesem Kontext sind Kampagnen im altmodischen Sinne als “manipulierende Massnahmen” nicht angebracht. So meine Interpretation seiner Worte.

Hier aber nun das Interview …

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Comments (2) Posted by Bjoern Negelmann on Tuesday, July 28th, 2009

PR 2.0 as a true convergence of PR and the Internet - Interview with Deirdre Breakenridge

While researching for the PR 2.0 FORUM I also connected with Deirdre Breakenridge who is the co-author of Brian Solis on the recently published book “Putting the Public Back Into Public Relations“, author of three other best-selling PR books, adjunct professor and president of PFS Marketwyse. In a sentence - she is definitely one of those people you want to talk to when trying to find out what is so special about PR 2.0. While chatting about the occasion we could get her to Europe we agreed on doing a short interview on her thoughts and ideas about PR 2.0. So here we go …. (more…)

Comments (9) Posted by Bjoern Negelmann on Wednesday, July 22nd, 2009

Bedeutung von Social Networks aus Nutzersicht

Wir haben letzte Woche eine Facebook-Page zum “Community & Marketing 2.0 SUMMIT” veröffentlicht und dies der “Welt” mitgeteilt. In den ersten 24 Stunden haben diese Aktion auch gleich mal mehr als einhundert Nutzer als “Fan” unterstützt. Dem hundertsten Nutzer hatte ich die Veröffentlichung eines Interviews und einer kleinen Vorstellung hier in unserem Weblog “versprochen”, dem ich hier nun auch nachkommen möchte.

Der “Glückliche” war Bernd Aspelmeier - Grafikdesigner aus Hille. Nachdem wir uns auf Facebook “vernetzt” hatten und ich den Kontakt zu ihm aufgenommen hatte, teilte er mir sofort mit, dass er sich nicht als Community-Experte fühle und daher nicht wüsste ob er der Welt “Relevantes” mitzuteilen hätte. Ich sah dies anders, denn in der Diskussion um die Erfolgsfaktoren von Communitys geht es ja nicht nur um die Perspektive der Betreiber, sondern immer wieder auch um die der Nutzer und deren Erfahrungen. Letztere haben wir dann auch als Ausgangspunkt für unser Interview hergenommen und ich finde, dass dabei ganz interessante “Einzelansichten” zum Thema Wert von Communitys/Social Networks a la Facebook und das Verständnis von Twitter und der Statusphere.

Hier nun aber erstmal das Interview:


1) Was bedeuten Communitys bzw. Social Networks für Sie privat und beruflich?

Bernd Aspelmeier: Communities und Social Networks dienen mir sowohl privat als beruflich zur Vernetzung und Herstellung neuer Kontakte sowie zur Pflege der bestehenden. Da sind bereits interessante Verbindungen zustande gekommen.

2) In welchen Communitys sind Sie Mitglied und warum?

Bernd Aspelmeier: Ich trenne jetzt mal nicht privat und Job, das erklärt sich eigentlich von selbst – ich bin derzeit in Twitter, Facebook und XING. Letzteres ist besonders geschäftlich interessant und ich lerne dort viel auch in den Foren, wie z.B. in der Gruppe für Online-PR (https://www.xing.com/net/onlinepr ), die ich sehr empfehlen kann.

3) Wie nahe stehen Ihnen die Kontakte in Ihren Social Networks? Sind das eher “tote Verbindungen” oder “mehr oder weniger aktive Interaktionspartner”?

Bernd Aspelmeier: Viele meiner Kontakte sind rein virtuell und werden es wohl auch bleiben, ein wenig ist es halt auch spielerisch in den ganzen Neuen Medien. Etwa 10% der Kontakte kenne ich allerdings auch persönlich und habe z. T. auch berufliche Verbindungen. Es sind auch bereits Aufträge dabei heraus gekommen.

4) Im Hinblick auf Twitter wie auch die Status-Updates in Social Networks sprechen die Kritiker immer von “Ablenkung” und die Befürworter von “Ambient Awareness” (sprich einem “beiläufigen Wahrnehmen von Veränderungen im sozialen Umfeld”). Welchen Nutzen bietet Ihnen diese Statusinformation?

Bernd Aspelmeier: Die Statusinformationen sind oft lustig, meist absolut sinnlos in der Aussage, oft aber auch mit stark informativem Charakter. Gut ist es, wenn die Nutzung „halbwegs professionell“ ist, also auch nur Meldungen erfolgen, die man nachvollziehen kann und die sich auf etwas Allgemeinverständliches beziehen. Äußerungen wie: „mache jetzt Kaffee“, „mir ist langweilig“ oder „es regnet“ mögen zwar der Einzelperson was bedeuten – aber mal ehrlich: was geht mich das an? Da ist der springende Punkt in unserem Zeitgeist: diese maßlose Selbstbezogenheit, an die wir uns fast schon gewöhnt haben. Ich finde das überflüssig.

5) Durch welche Feature, Aktionen oder sonstige Gegebenheiten lassen sie sich in Communitys, Foren oder Gruppen in diesen “reinziehen”?

Bernd Aspelmeier: Interessant wird es für mich immer, wenn ein aktueller Bezug hergestellt wird, wenn beispielsweise Fachleute auf Artikel verweisen, die mich interessieren. Das sind Themen wie SEO, Gestaltung, News usw. Spiele, Herzen, Geburtstage und dieser ganze Kram sind zwar lustig, aber nur für den, der viel Zeit hat. Ich teile mir meine Zeit schon ein und begrenze meinen Aufenthalt in den Foren, da ich auch noch andere Dinge außerhalb wichtig finde. Das persönliche Gespräch finde ich insgesamt einfach wichtiger.

6) Last but not least - was machen Sie und welche Bedeutung hat das Internet für Sie?

Bernd Aspelmeier: In meinem Job als Grafik-Designer kann ich mit dem Internet viele Arbeitsabläufe abkürzen und optimieren, weil mir zu jederzeit fast alles zur Verfügung steht, was ich benötige. Darüber hinaus erwische ich mich hin und wieder doch dabei, dass ich wieder mal länger dran sitze als geplant. Und manchmal ist es auch interessant!

Vielen Dank für das Interview.


Nun mag Bernd Aspelmeier sich selbst nicht als Community-Experten einschätzen. Dennoch lassen sich aus seinen Antworten ein paar Aussagen extrahieren, die im Kontext des bevorstehenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT durchaus interessant sind und die ich hier in weiteren Beiträgen noch diskutieren möchte:

  • Nicht alle Generationen “leben” in Social Networks, aber sie nutzen sie.
  • Die Vernetzung und Kontaktpflege ist dabei eine generelle Grundmotivation für die Nutzung von Communitys und Social Networks. Der Aktivitätsgrad ist abhängig, inwieweit aus der Teilnahme ein darüber hinausgehender Nutzen (privat oder beruflich) realisiert werden kann.
  • Die Social Networks erweitern das Beziehungsnetz um einen großen Anteil an rein virtuellen Kontakten, die über mehr als ein Social Network “gesammelt” werden.
  • Der Nutzen der Statusupdates im Hinblick auf die “Ambient Awareness” wird erst erfahren, wenn das “virtuelle Leben” bzw. die Kontakte und der Bezug zur Person einen wichtigen Bestandteil für die private und berufliche Identität hat oder wiederum einen realen Nutzen (vor allem Informationsnutzen) besitzt.

Freue mich auf eine Diskussion zu diesen Punkten.

Comments (6) Posted by Bjoern Negelmann on Sunday, July 12th, 2009

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