notizblog - Weblog der Social Web WORLD

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Checklisten Social Media Newsroom

Beim heutigen Social Web Breakfast in München mit rund 70 Teilnehmern ging es um die Frage, was macht einen Social Media Newsroom aus. Susann Schröder und Christian Müller von iCrossing über Ihren eigenen Newsroom berichtet, den sie in den letzten 6 Monaten entwickelt haben für iCrossing selber zur eigenen Nutzung.

Dabei wurden folgende Erfolgsfaktoren herausgearbeitet, die ein Social Media Newsroom als PR-Tool des Unternehmens haben sollte:

1. Usability für den Nutzer und das Unternehmen, z.B. sollen die Mitarbeiter im Unternehmen und den Agenturen den Newsroom befüllen können, ohne große technische Schulungen zu erhalten.

2. Pull und Push werden kombiniert vs. reinem Push. Informationen können z.B. als RSS abonniert werden.

3. Kommentarfunktion, Pressemeldungen u.a. Meldungen können kommentiert werden.

4. Social Bookmark Buttons für leichtes Teilen der Inhalte mit anderen in den Social Media Diensten.

5. Einfacher und zweiseitiger Dialog, Businessprofile sollten eingebunden sein wie XING, Facebook Accounts. Der User kann auswählen.

6. Livestream Technologie, automatische Befüllung von Inhalten.

7. Suchmaschinenoptimierung des Newsrooms, Inhalte müssen indizierbar sein und sauberer Code, logische Überschriften, Metadaten automatisch befüllen, Tag-Cloud automatisch befüllen.

8. Zielgruppenspezifische Inhalte, für verschiedene Zielgruppen verschiedene Zugänge.

An dieser Checkliste kann man seinen eigenen Newsroom gut spiegeln. Es gibt noch andere Listen, die andere Schwerpunkte z.B. mehr der inhaltlichen Qualität des Newsrooms setzen z.B. hier auf PR Blogger. Dort sind auch 21 Beispiele aufgeführt. Hier ist eine Liste von Kubitz.net, die besonders auf die Dialog-Orientierung eingeht.

Auf eine konkrete Teilnehmerfrage sagte Christian Müller noch, dass der Social Media Newsroom den klassischen Bereich der Online-Pressemitteilungen ersetzt.Ersetzt er künftig eigentlich auch die Pressemitteilung an sich? Die Frage wird die Zeit beantworten. Auch iCrossing benutzt weiterhin eMail Verteiler um Journalisten zu bedienen.

In den nachfolgenden Diskussionen mit Teilnehmern wurde klar, dass Social Media Newsrooms noch Neuland sind und viele unterschiedliche Sichten existieren. Es dauert noch bis diese Pionierarbeit sich zu gängigen Standards verdichtet. Einige Basisarbeit ist bereits geleistet und es lohnt sich damit am Thema zu bleiben.

Comments (9) Posted by tk on Wednesday, February 17th, 2010

Bedeutung von Social Networks aus Nutzersicht

Wir haben letzte Woche eine Facebook-Page zum “Community & Marketing 2.0 SUMMIT” veröffentlicht und dies der “Welt” mitgeteilt. In den ersten 24 Stunden haben diese Aktion auch gleich mal mehr als einhundert Nutzer als “Fan” unterstützt. Dem hundertsten Nutzer hatte ich die Veröffentlichung eines Interviews und einer kleinen Vorstellung hier in unserem Weblog “versprochen”, dem ich hier nun auch nachkommen möchte.

Der “Glückliche” war Bernd Aspelmeier - Grafikdesigner aus Hille. Nachdem wir uns auf Facebook “vernetzt” hatten und ich den Kontakt zu ihm aufgenommen hatte, teilte er mir sofort mit, dass er sich nicht als Community-Experte fühle und daher nicht wüsste ob er der Welt “Relevantes” mitzuteilen hätte. Ich sah dies anders, denn in der Diskussion um die Erfolgsfaktoren von Communitys geht es ja nicht nur um die Perspektive der Betreiber, sondern immer wieder auch um die der Nutzer und deren Erfahrungen. Letztere haben wir dann auch als Ausgangspunkt für unser Interview hergenommen und ich finde, dass dabei ganz interessante “Einzelansichten” zum Thema Wert von Communitys/Social Networks a la Facebook und das Verständnis von Twitter und der Statusphere.

Hier nun aber erstmal das Interview:


1) Was bedeuten Communitys bzw. Social Networks für Sie privat und beruflich?

Bernd Aspelmeier: Communities und Social Networks dienen mir sowohl privat als beruflich zur Vernetzung und Herstellung neuer Kontakte sowie zur Pflege der bestehenden. Da sind bereits interessante Verbindungen zustande gekommen.

2) In welchen Communitys sind Sie Mitglied und warum?

Bernd Aspelmeier: Ich trenne jetzt mal nicht privat und Job, das erklärt sich eigentlich von selbst – ich bin derzeit in Twitter, Facebook und XING. Letzteres ist besonders geschäftlich interessant und ich lerne dort viel auch in den Foren, wie z.B. in der Gruppe für Online-PR (https://www.xing.com/net/onlinepr ), die ich sehr empfehlen kann.

3) Wie nahe stehen Ihnen die Kontakte in Ihren Social Networks? Sind das eher “tote Verbindungen” oder “mehr oder weniger aktive Interaktionspartner”?

Bernd Aspelmeier: Viele meiner Kontakte sind rein virtuell und werden es wohl auch bleiben, ein wenig ist es halt auch spielerisch in den ganzen Neuen Medien. Etwa 10% der Kontakte kenne ich allerdings auch persönlich und habe z. T. auch berufliche Verbindungen. Es sind auch bereits Aufträge dabei heraus gekommen.

4) Im Hinblick auf Twitter wie auch die Status-Updates in Social Networks sprechen die Kritiker immer von “Ablenkung” und die Befürworter von “Ambient Awareness” (sprich einem “beiläufigen Wahrnehmen von Veränderungen im sozialen Umfeld”). Welchen Nutzen bietet Ihnen diese Statusinformation?

Bernd Aspelmeier: Die Statusinformationen sind oft lustig, meist absolut sinnlos in der Aussage, oft aber auch mit stark informativem Charakter. Gut ist es, wenn die Nutzung „halbwegs professionell“ ist, also auch nur Meldungen erfolgen, die man nachvollziehen kann und die sich auf etwas Allgemeinverständliches beziehen. Äußerungen wie: „mache jetzt Kaffee“, „mir ist langweilig“ oder „es regnet“ mögen zwar der Einzelperson was bedeuten – aber mal ehrlich: was geht mich das an? Da ist der springende Punkt in unserem Zeitgeist: diese maßlose Selbstbezogenheit, an die wir uns fast schon gewöhnt haben. Ich finde das überflüssig.

5) Durch welche Feature, Aktionen oder sonstige Gegebenheiten lassen sie sich in Communitys, Foren oder Gruppen in diesen “reinziehen”?

Bernd Aspelmeier: Interessant wird es für mich immer, wenn ein aktueller Bezug hergestellt wird, wenn beispielsweise Fachleute auf Artikel verweisen, die mich interessieren. Das sind Themen wie SEO, Gestaltung, News usw. Spiele, Herzen, Geburtstage und dieser ganze Kram sind zwar lustig, aber nur für den, der viel Zeit hat. Ich teile mir meine Zeit schon ein und begrenze meinen Aufenthalt in den Foren, da ich auch noch andere Dinge außerhalb wichtig finde. Das persönliche Gespräch finde ich insgesamt einfach wichtiger.

6) Last but not least - was machen Sie und welche Bedeutung hat das Internet für Sie?

Bernd Aspelmeier: In meinem Job als Grafik-Designer kann ich mit dem Internet viele Arbeitsabläufe abkürzen und optimieren, weil mir zu jederzeit fast alles zur Verfügung steht, was ich benötige. Darüber hinaus erwische ich mich hin und wieder doch dabei, dass ich wieder mal länger dran sitze als geplant. Und manchmal ist es auch interessant!

Vielen Dank für das Interview.


Nun mag Bernd Aspelmeier sich selbst nicht als Community-Experten einschätzen. Dennoch lassen sich aus seinen Antworten ein paar Aussagen extrahieren, die im Kontext des bevorstehenden Community & Marketing 2.0 SUMMIT durchaus interessant sind und die ich hier in weiteren Beiträgen noch diskutieren möchte:

  • Nicht alle Generationen “leben” in Social Networks, aber sie nutzen sie.
  • Die Vernetzung und Kontaktpflege ist dabei eine generelle Grundmotivation für die Nutzung von Communitys und Social Networks. Der Aktivitätsgrad ist abhängig, inwieweit aus der Teilnahme ein darüber hinausgehender Nutzen (privat oder beruflich) realisiert werden kann.
  • Die Social Networks erweitern das Beziehungsnetz um einen großen Anteil an rein virtuellen Kontakten, die über mehr als ein Social Network “gesammelt” werden.
  • Der Nutzen der Statusupdates im Hinblick auf die “Ambient Awareness” wird erst erfahren, wenn das “virtuelle Leben” bzw. die Kontakte und der Bezug zur Person einen wichtigen Bestandteil für die private und berufliche Identität hat oder wiederum einen realen Nutzen (vor allem Informationsnutzen) besitzt.

Freue mich auf eine Diskussion zu diesen Punkten.

Comments (6) Posted by Bjoern Negelmann on Sunday, July 12th, 2009

Jeff Jarvis: Verlage müssen die dezentrale Medienlandschaft verstehen

Ich habe gerade ein nettes Video-Interview mit Jeff Jarvis bei turi2 gefunden, was im Kern das bespricht, womit sich das Social Media FORUM wiederholt beschäftigt - mit der dezentralen Medienlandschaft und seinen Mechanismen oder in Jarvis’ Worten der “Link Economy”


Sevenload Direkt

Comments (1) Posted by Bjoern Negelmann on Sunday, February 8th, 2009

Erlöskonzepte auf Basis von Twitter

Muss ich Twitter hier noch erklären? Ich denke nicht, wer den Dienst oder andere Micro-Blogging-Ableger nicht kennt, sollte keine Zeit verlieren, diese auszuprobieren. Das ist Zeitverschwendung? Ich habe hier ja schon einmal über den Wert dieses Hintergrund-Rauschens geschrieben - wer es aber konkrete Erfolgszahlen hören will, sollte die Beiträge von Erica OGrady (@ericaogrady) im Blog von Mr.Tweet lesen:

Da kommen bestimmt noch mehr hinzu. Nun meine Frage, wer kennt erlös-erzeugende Service-Konzepte aus Europa bzw. Deutschland / Österreich / Schweiz?

Comments (0) Posted by Bjoern Negelmann on Saturday, February 7th, 2009

Bürger-Beteiligungskonzepte für das Web

Beim gestrigen Social Web Breakfast “30.01. - Das große Spiel mit den Netzbürgern - von Obama und anderen Netz-Mobilisierungsaktionen” mit Bengt Feil haben wir über Bürger-Beteiligungsprojekte gesprochen. Eine Zusammenfassung zur Veranstaltung habe ich gerade auf XING in der Social Web WORLD Gruppe gepostet: Zusammenfassung zum Social Web Breakfast am 30.01.

Im Nachgang habe ich dann noch ein kurze Interview mit ihm gemacht - was ich hier kurz publizieren will. Sein abschliessendes Fazit: Obama-Kampagne war eine Zeitschneise, dass auch deutsche Politiker begreifen, dass mit dem Social Web eine neue Zeitära angebrochen ist. Ob die Politiker die Medien auch nutzen können, über die Beteiligung der Bürger im Rahmen von Online-Diskursen bessere Politik zu machen, ist aber noch offen.


Sevenload Direkt

Comments (0) Posted by Bjoern Negelmann on Saturday, January 31st, 2009

Zuwenig Datenschutz in sozialen Netzen

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) hat sechs soziale Netze im Hinblick auf Aspekte des Datenschutzes untersucht. Dabei kamen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die persönlichen Daten der Nutzer in diesen Angeboten nur unzureichend geschützt sind. Ziel der Studie sei es, so das Fraunhofer SIT, “ein erstes Rahmenwerk für die Beurteilung des Privatsphärenschutzes von Plattformen zur Pflege sozialer Netzwerke aufzustellen”. Am 13. Oktober wird die Studie ausführlich auf dem Symposium “Datenschutz im Zeitalter Sozialer Netzwerkdienste” in Straßburg vorgestellt.

Comments (0) Posted by tnoeding on Thursday, September 25th, 2008

Grenznutzen der Telepräsenz

Filed under Social Web Nutzung

Als “Immersion” bezeichnet man in der “Social Presence Theory” das Ausmaß, in welchem die virtuelle Umgebung das Wahrnehmungssystem des Nutzers überschwemmt und in der Folge die physische Realität nicht mehr wahrgenommen werden kann. Für die psychologische Komponente bedeutet die Rückwirkung auf diese Einflüsse eine erhöhte Beteiligung, die sich durch Erregtheit, Freude, Spannung, Süchtigkeit, etc. auszeichnet. (siehe auch Suchtpotenzial oder Virtuelle Welten)
Eine aktuelle Diskussion im Forum “Business Weblogs” auf XING verweist nun auf einen MSN-NBC Artikel, wonach in den USA der Trend zu erkennen ist, dass Jugendliche sich von Social Networking Diensten nach einiger Zeit wieder abwenden und die Services nur selektiv einsetzen. Interessant hierzu auch der Beitrag von Nicole Simon.

Comments (0) Posted by Bjoern Negelmann on Saturday, October 21st, 2006

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